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Seite 3: Tropico 6 im Test - Das größte Tropico – aber auch das beste?

Für ein Leben in Bewegung

Abseits der Weltwunder gibt es die meisten Neuerungen in der Logistik - muss ja auch sein, schließlich vernetzen wir jetzt mehrere Inseln! Dazu bietet uns das Spiel mehr Verkehrsoptionen als jedes bisherige Tropico. Wir bauen erstmals Brücken, Tunnel und sogar Seilbahnen - sehr schön! Außerdem richten wir Buslinien ein, die Bürger von einer festen Startstation zum Zielort karren. Damit stellen wir sicher, dass Arbeiter nicht lange von ihrer Wohnung zu ihrem Job laufen müssen und somit effizienter werden.

Allerdings haben sie da manchmal ihren eigenen Kopf. Mehrfach beobachteten wir, wie sie darauf beharrten, direkt neben der Fabrik ärmliche Hütten hochzuziehen und die perfekten freien Wohnungen in der Stadt zu verschmähen - obwohl von dort aus ein Bus direkt zu ihrem Arbeitsplatz fuhr! Gut, lange pendeln ist nervig, aber in einer Wellblechhütte fernab aller Annehmlichkeiten zu hausen doch sicher noch mehr? Hundertprozentig nachvollziehbar wirkte dieses Verhalten nicht immer. Manchmal verbot uns das Spiel auch bestimmte zu unebene Tunnel oder zu scharfe Straßenkurven, die eigentlich machbar aussahen.

Nicht immer nachvollziehbar: Warum ist diese Kurve zu scharf, die daneben aber nicht? Nicht immer nachvollziehbar: Warum ist diese Kurve zu scharf, die daneben aber nicht?

Die meiste Zeit funktionierte aber doch alles weitgehend wie geplant, vom Bau bis zum Bewohnerverhalten. Es war immer Teil von Tropicos Konzept, dass wir nicht die volle Feinkontrolle über Logistik und Bewohner haben, dafür aber eben auch nicht alles micromanagen müssen.

Das ist auch hier Segen und Fluch: Es ist ja durchaus angenehm, dass unsere Spediteure ihren Job ohne ständige Aufsicht erfüllen. Nur einmal erlebten wir einen Totalausfall, bei dem eine Rumdestillerie einfach komplett von den Lieferanten ignoriert wurde. Abesgehen davon erreichte immer alles einigermaßen zeitig sein Ziel. Allerdings wär's trotzdem manchmal praktisch, bestimmten Ressourcen noch gezielt höhere Priorität zuzuweisen, damit unsere wichtigste Produktionskette auch garantiert keine einzige Sekunde Leerlauf hat.

Der Staat bin ich

Größtes Highlight von Tropico war immer, dass wir nicht nur eine Insel aufbauen, sondern auch ein Politiksystem - und das dürfen wir auch in Tropico 6 sehr frei anpassen. Durch Verfassungen, Erlässe und Minister bestimmen wir genau, wie die Dinge auf unserer Insel laufen. Knallharter Kapitalismus, in dem nur die Reichen überhaupt wählen und Bildung genießen dürfen? Oder doch ein Kommunisten-Paradies, das kostenlose Luxusvillen für jeden Arbeiter stellt? Industrielles Höllenloch, modernste Umweltschutz-Bastion, Gottesstaat, totalitäre Überwachungsmaschinerie? Alles möglich!

Wie wohlwollend wir regieren, bleibt völlig uns überlassen.Wie wohlwollend wir regieren, bleibt völlig uns überlassen.

Der praktische Almanach und mehrere Informations-Overlays schlüsseln uns genau auf, wie viele Obdachlose wir etwa gerade haben, wie viele Bürger jeder sozialen Schicht und wie gut wir jedes Bedürfnis erfüllen. Wichtig ist am Ende nur, dass wir an der Macht bleiben - ob nun, weil unsere zufriedenen Bürger uns freudig wiederwählen oder weil wir alle Wahlen abgeschafft haben und mit eiserner Militärmacht regieren, bleibt uns überlassen!

Politik in Spielen: Kaiser ist cooler

Wille des Volkes

Jede Spielweise wird einigen der Fraktionen auf unserer Insel gefallen und andere abstoßen. Die Religiösen freuen sich etwa, wenn wir Kirchen und Krankenhäuser bauen, haben aber ein Riesenproblem mit freier Ehe. Verscherzen wir's uns zu sehr mit einer Partei, kann das üble Folgen haben. Die Kapitalisten treten dann etwa eine Finanzkrise los, die alle Geldkosten verdoppelt und alle Handelspreise halbiert. Schlimmstenfalls haben wir sogar einen bewaffneten Aufstand oder eine Invasion am Hals.

Wobei wir das Militär selten genutzt haben, es ist eindeutig eine Nebensache: Unsere Truppen bewegen sich automatisch und fangen wahlweise Angreifer ab oder verteidigen attackierte Gebäude, stellen sich in beiden Modi aber nicht sonderlich smart an. Meist haben wir einfach die Verfassung auf einen pazifistischen Staat geschaltet und uns mit allen Supermächten gut gestellt, um dem lahmen Militärpart aus dem Weg zu gehen - was glücklicherweise ziemlich gut funktioniert! Nur manchmal zwingen uns Missionen zum Konflikt, was selten Spaß macht.

Schönes altes neues Feature: Vom Balkon seines Palasts hält El Presidente eine Wahlrede. Schönes altes neues Feature: Vom Balkon seines Palasts hält El Presidente eine Wahlrede.

Viel besser gefallen haben uns die politischen Wege, es gar nicht erst zur Eskalation kommen lassen. Neben allem oben erwähnten dürfen wir auch wieder die in Tropico 5 schmerzlich vermissten Wahlreden halten. Darin versprechen wir etwa Besserung für einen bestimmten Zufriedenheitsfaktor und kriegen dafür mehr Stimmen - aber danach müssen wir das auch erfüllen, sonst glaubt uns bei der nächsten Rede niemand mehr. Ein sehr schönes und vor allem perfekt zu Tropico passendes Spielelement, dessen Rückkehr uns sehr gefreut hat!

Völlig neu und ebenfalls recht interessant ist der Broker, bei dem wir das Geld unseres Schweizer Nummernkontos investieren können. Zum Beispiel in besseren Ruf bei einer der Fraktionen. Bislang war das beiseitegelegte Geld einfach nur eine Art Highscore, Tropico 6 macht ein wichtigeres Spielement draus - finden wir super!

Tropico History - Video: Erfolgsserie trotz fatalem Entwickler-Irrtum 9:59 Tropico History - Video: Erfolgsserie trotz fatalem Entwickler-Irrtum

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