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Seite 4: 7 versteckte Geheimnisse, die Witcher 3 heute noch genial machen

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Die größte Quest in The Witcher 3 hat niemand gespielt

Was Questdesign in Open Worlds mit Autos zu tun hat

Diese Geschichte ist so verrückt, dass sie selbst intern für Unglauben gesorgt hat: Ein wandernder Händler hat nämlich mal eben The Witcher 3 gerettet und ist zu einer Quest herangewachsen, die zehn Mal so groß ist wie alle anderen Missionen in The Witcher 3 zusammen (!) - ohne dass sie je ein Spieler wirklich gesehen hat.

Der Hintergrund ist denkbar absurd: Leveldesigner Miles Tost erklärt uns die Quests in The Witcher 3 anhand von Autos. Die fahren immer von links nach recht und klappern wie Reisebusse sozusagen wichtige Szenen ab. Erreicht das Auto - und damit der Spieler - einen bestimmten Punkt, geht es mit der nächsten Szene weiter. Je nachdem, ob das Auto geradeaus fährt, rechts oder links abbiegt, verzweigt sich die Handlung unterschiedlich.

Mehr darüber, wie Quests und Spielerführung in Open Worlds funktionieren, verrät euch auch dieses Video:

Video starten PLUS 22:11 Entwickler über Spielerführung in Open Worlds - »Von The Witcher 3 können wir uns alle eine Scheibe abschneiden«

Allerdings kann es unterwegs zu Bugs kommen, die dafür sorgen, dass das Auto von der Straße abkommt. Sein Signal verschwindet dann, was die Quest unlösbar macht. Das Auto kommt nie an und lässt sich auch nicht einfach zurück auf die richtige Straße bugsieren, weil der Designer oft nicht weiß, wo es überhaupt abgeblieben ist. So entstehen die gefürchteten »Plotstopper-Bugs«, die ein Weiterspielen unmöglich machen. Ein schwerer Schlag in einem Open-World-Riesen wie The Wichter 3, in dem man gerne 100 Stunden und mehr versenkt.

Genau das ist den Entwicklern aber bei The Witcher 3 passiert und sie hatten keine Ahnung, wie sie das Problem über einen Patch lösen sollen. Für Rettung in letzter Not sorgte schließlich der wandernde Händler.

Video starten 3:40 Witcher 3: Unsere ulkigsten Bugs - Auch Bugs können Spaß machen

Warum der wandernde Händler der Jesus der Witcher-Welt ist

Zum Dank hängten die Questdesigner von The Witcher 3 in ihrem Raum sogar ein Bild von ihm auf - inklusive eigenem Gebet. Zum Gaming-Messias wurde der NPC, weil seine Quest als einzige das ganze Spiel über aktiv ist, ohne dass der Spieler ihr folgt. Die Mission ist nämlich nur für den Händler gedacht und veranlasst ihn dazu, immer von Novigrad nach Velen und wieder zurück zu laufen, um seine Waren an den Mann - oder Hexer - zu bringen.

Der wandernde Händler hat einen Ehrenplatz bei CD Projekt. Der wandernde Händler hat einen Ehrenplatz bei CD Projekt.

Da die Designer nicht wussten, an welchem Punkt andere Quests kaputt gegangen waren, patchten sie sämtliche Lösungen einfach in diese Quest, die dadurch zu einer unfassbaren Größe anwuchs - ohne dass die Spieler etwas mitbekamen. Wie die Entwickler uns verraten, hätten sich ohne diesen Händler viele Probleme und Bugs wahrscheinlich gar nicht aus dem Spiel entfernen lassen oder nur mit einem hohen Preis - die Spieler hätten wohl jedes Mal ihren Speicherstand eingebüßt.

Sogar das Thema Wiederauferstehung kann der Witcher-Jesus auf seiner To-Do-Liste abhaken: In Blood and Wine ging die rettende Quest nämlich kaputt, weil ein Questdesigner einen Fehler machte. Als der Auftrag danach neu aufgesetzt werden musste, hielten die Designer im Büro sogar eine kleine Andacht ab.

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