WoW: Die komplette Story von Warcraft zusammengefasst - Teil 1

Zum baldigen Release von WoW Shadowlands fassen wir nochmal die gesamte Warcraft-Geschichte für euch zusammen. Im ersten Teil lest ihr, was in Warcraft 1 bis 3 passierte.

von Dennis Zirkler,
27.09.2020 13:02 Uhr

Sylvanas, Arthas und Jaina gehören zu den wichtigsten Charakter im Warcraft-Universum. Sylvanas, Arthas und Jaina gehören zu den wichtigsten Charakter im Warcraft-Universum.

26 Jahre ist es mittlerweile her, dass Warcraft 1: Orcs and Humans veröffentlicht wurde. Das Echtzeitstrategiespiel war der erste Titel im bis heute beliebten Fantasy-Universum, das mittlerweile nicht nur Spiele, sondern auch zahlreiche Bücher, Kurzgeschichten, Comics und einen Kinofilm umspannt.

Am 29. Oktober erscheint mit World of Warcraft: Shadowlands die nächste Erweiterung und wie mit jedem Addon-Release werden auch diesmal wieder viele ehemalige WoW-Spieler zurückkehren und Neulinge hinzustoßen. Nachdem wir euch bereits mit Tipps zu den Pakten und zur Klassenwahl versorgt haben, fassen wir für die wichtigsten Ereignisse der Warcraft-Geschichte zusammen, damit ihr auch bei der Story auf dem aktuellen Stand seid.

Im ersten Teil behandeln wir die Ereignisse von Warcraft: Orcs and Human bis Warcraft 3: The Frozen Throne.

Phänomen Warcraft - Teil 1: So entstand Warcraft   9     2

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Phänomen Warcraft - Teil 1: So entstand Warcraft

Jahre 0-4: Warcraft: Orcs and Humans

Das erste Strategiespiel von 1994 legte den Grundstein für die Story rund um Allianz und Horde. Die Zeitrechnung des Warcraft-Universum beginnt mit der Öffnung des Dunklen Portals durch den menschlichen Magier Medivh. Dieser war bereits seit seiner Geburt vom Anführer der Brennenden Legion, dem gefallenen Titanen Sargeras, besessen. Aus dem Dunklen Portal strömten Horden von Orks, die in ihrer Heimatwelt Draenor von der Brennenden Legion verdorben wurden und nun durch die Lande von Azeroth marschierten.

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Der sogenannte Erste Krieg entbrannte zwischen der Menschheit und den Orks: Die Grünhäute überraschten die Menschen und zerstörten alles von Westfall bis zum Rotkammgebirge, bis sie schließlich vor den Toren der Hauptstadt Sturmwind angelangt waren. Nach zwei Belagerungen wurde diese vollständig zerstört, König Llane Wrynn getötet und die Überlebenden des Ersten Krieges flohen unter der Führung von Sir Anduin Lothar auf den nördlichen Kontinent Lordaeron.

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Während dieser Ereignisse wurde der Frostwolfklan von seiner Heimatwelt Draenor verbannt, weil dessen Anführer Durotan seinen Anhängern verboten hatte, das Blut des dämonischen Grubenlords Mannoroth zu trinken. Auf diesem Wege wurden die anderen Orcs nämlich zu den blutrünstigen Plünderern, die vom Hexenmeister Gul'dan und der Brennenden Legion kontrolliert wurden.

Der Frostwolfklan lässt sich im Alterac-Tal auf Azeroth nieder. Nach der Geburt ihres Sohnes werden Durotan und seine Frau Draka, die auch in Shadowlands wieder eine große Rolle spielen wird, von Loyalisten des Hexenmeisters Gul'dan heimtückisch ermordet. Ihr Säugling wurde vom Menschen Aedalas Schwarzmoor entdeckt, der ihm das Leben rettete und ihn auf den Namen Thrall taufte.

Jahre 4-7: Warcraft 2: Tides of Darkness

Sir Anduin Lothar schaffte es, dass sich die Sieben Königreiche der Menschheit mit den Hochelfen von Quel'Thalas, den Zwergen von Eisenschmiede und den Gnomen von Gnomregan verbünden - die Allianz war geboren, um die Bedrohung durch die orkische Horde zurückzuschlagen. Auf der anderen Seite schlossen sich die Trolle des Amani-Waldes mit ihrem Anführer Zul'jin den Orks an.

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Die Horde konnten bis zur Hauptstadt von Lordaeron vordringen und belagerte diese. Konflikte innerhalb der Horde sorgten aber dafür, dass Gul'dan seine Armeen zurückzog. Orgrim Doomhammer, der Kriegsfürst der verbleibenden Soldaten, musste die Belagerung abbrechen und ergriff die Flucht.

Die Allianz nutzte die Chance zum Gegenschlag: Sie verfolgten die Orks bis zu ihrer Festung in der Schwarzfelsspitze. Das Bündnis konnte die Entscheidungsschlacht gewinnen, bezahlte das aber mit Anduin Lothars Leben. Die verbleibenden Orcs fliehen oder werden gefangen genommen und der Magier Khadgar zerstört das Dunkle Portal.

Jahr 8: Warcraft 2: Beyond the Dark Portal

Der Oberschamane Ner'zhul versammelte die auf Draenor zurückgeblieben Orks. Er schaffte es, ein neues Dunkles Portal zu erschaffen und schickte sie darüber nach Azeroth. Sie überraschten die Verteidiger und konnten drei magische Artefakte stehlen, die dem Schamanen die Macht verliehen haben, noch viele weitere Portale zu anderen Welten zu öffnen, um diese mit seiner Armee anzugreifen.

Die Allianz war sich sicher, dass die Horde eine neue Invasion planen würde: Deshalb schickte der König von Lordaeron, Terenas Menethil, eine Expedition durch das Portal - mit dabei waren bekannte Allianz-Helden wie Turalyon, Alleria Windläufer und Khadgar. Die Expidition konnte schnell zur Höllenfeuerzitadelle vordringen, wo Ner'zhul bereits mit seinem Ritual begonnen hatte.

Der Schamane öffnete aber zu viele Portale gleichzeitig. Die dafür aufgewandte Kraft sorgte dafür, dass Draenor zu zersplittern begann. Viele der Orks konnten sich durch die Portale nach Azeroth und auf andere Welten retten, darunter auch Ner'zhul. Die Expedition der Allianz musste auf dem zerstörten Planeten zurückbleiben, der fortan als die Scherbenwelt bekannt sein würde.

Jahre 20-21: Warcaft 3: Reign of Chaos

13 Jahre nach der Niederlage der Orks im Zweiten Krieg befreite sich der mittlerweile erwachsene Thrall aus der Sklaverei. Gemeinsam mit Grom Höllschrei startete er eine Bewegung, um die internierten Orks in Lordaeron zu befreien und zu sammeln. Dabei erschien ihm ein Prophet, der vor dem drohenden Untergang Lordaerons warte. Thralls Gruppe segelte nach Kalimdor, auf dem Weg dahin schloss sich ihnen noch der Stamm der Dunkelspeer-Trolle an.

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Die Menschen in Lordaeron ignorierten den Propheten: Der Paladin Uther Lichtbringer und sein Schüler, Prinz Arthas Menethil, begannen eine verzweifelte Schlacht, aber das Land wurde von der Untoten-Armee ("Die Geißel") des Nekromanten Kel'thuzad überrannt. Zwar konnten sie Kel'thuzad niederstrecken, aber es war bereits zu spät: Verseuchtes Getreide wurde bereits im ganzen Land verteilt und jeder der davon aß, würde in einen Untoten verwandelt werden.

Uther, Arthas und seine große Liebe, Jaina Prachtmeer, machten sich auf den Weg nach Stratholme, wo der Dämon Mal'ganis stationiert war. Doch als sie ankamen, war es bereits zu spät: Die Bevölkerung hatte bereits das Getreide zu sich genommen und würde bald zu Dienern der Geißel werden.

Arthas befahl seinen Männern, die Stadt zu säubern: Alle Einwohner sollten getötet werden und Stratholme niedergebrannt werden. Uther weigerte sich entsetzt und wurde daraufhin vom jungen Prinzen des Verrats beschuldigt und des Dienstes enthoben. Jaina konnte den Anblick von Arthas' Handlungen nicht ertragen und ging mit Uther.

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Während Arthas Stratholme säuberte, traf er auf Mal'ganis. Dieser entkam und lockte ihn nach Nordend. Dort fand Arthas die verfluchte Klinge Frostgram, mit der er Mal'ganis töten konnte. Durch den Fluch verlor er jedoch den letzten Rest seines Verstandes und wurde zum ersten Todesritter von Ner'zhul. Nach dem Ende der Warcraft-2-Erweiterung wurde er darüber hinaus von der Brennenden Legion zum Lichkönig erhoben.

Arthas kehrte als Anführer der Geißel nach Lordaeron zurück. Er tötete seinen Vater, König Terenas Menethil und stahl die Kel'thuzards Überreste. Um diese zu transportieren zu können, benötigte er eine besondere Urne, die sich der Obhut seines ehemaligen Lehrmeisters Uther befand - auch diesen tötete er umgehend. Mit der Urne reiste Arthas zum Sonnenbrunnen von Quel'thalas, wo er Kel'thuzad wiederbelebte.

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Von hier aus ging sein Kreuzzug gegen die Lebenden weiter: Er griff die Elfenhauptstadt Silbermond an und beseitigte Windläufer-Generälin Sylvanas, die er als Banshee wiederauferstehen ließ. Gemeinsam führten sie die Geißel nach Dalaran, wo sie den Dämonen Archimonde heraufbeschwören konnten. Dieser zerstörte die Magierstadt vollständig.

Thrall war mittlerweile in Kalimdor angekommen. Hier freundete er sich mit dem Cairne Bluthuf, dem Anführer der Tauren, an und traf erneut auf Grom Höllschrei, dessen Kriegshymnenclan sich immer wieder Gefechte mit den Nachtelfen im Eschental lieferte. Der Halbgott Cenarius entfesselte seine unaufhaltbare Macht auf die Angreifer. Grom zwang seine Männer dazu, von einem Dämonenblutbrunnen zu trinken. Dies machte sie stark genug, um Cenarius zu töten - allerdings wurden ihre Gedanken nun auch vom dämonischen Grubenlord Mannoroth kontrolliert.

Thrall, Cairne und Jaina trafen erneut auf den Propheten, der ihnen die erklärte, dass die Welt von der Brennenden Legion angegriffen würde und die Geißel nur ein Werkzeug gewesen sei. Die drei Anführer verbündeten sich gegen den verderbten Kriegshymnenclan: Nachdem sie Groms Seele mit einem magischen Ritual säubern konnten, opferte sich dieser um Mannoroth zu töten und so die Orks vom Fluch zu befreien.

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Die Geißel war mittlerweile in Kalimdor angelangt: Tyrande Wisperwind, Hohepriesterin und Oberhaupt der Nachtelfen, aktivierte ihre Wächterinnen, um das Eschental zu verteidigen. Dies genügte aber nicht, weshalb sie Malfurion und seine Druiden der Kralle aus ihrem Winterschlaf erweckte und auch Illidan Sturmgrimm aus seinem Gefängnis befreite. Der Dämonenjäger sollte die perfekte Waffe gegen die Brennende Legion darstellen.

Auf seiner Mission traf Illidan auf Toderitter Arthas, der ihm von einem magischen Artefakt erzählte, welches den Teufelswald verdarb - der Schädel von Gul'dan. Im Glauben, dass die Kräfte des Schädels ein wichtiges Werkzeug sein könnten, absorbierte er diese und wurde so zu einem Halbdämon. Zwar konnte er anschließend den Schreckenslord Tichondrius töten, aber sein Bruder Malfurion verbannte ihn für seine Taten aus den Landen der Nachtelfen.

Die finale Schlacht von Warcraft 3 fand am Gipfel von Hyjal statt: Archimonde führte seine Streitmacht und die Geißel dorthin, um sich die Macht des Weltenbaums Nordrassil anzueignen. Allianz und Horde schloßen sich zusammen und durch eine Falle von Malfurion war es letztlich möglich, Archimonde zu töten und die Brennende Legion zu bezwingen.

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Der Sieg stellte das Ende des Dritten Krieges dar. Jaina und ihre Leute ließen sich in Theramoor nieder, während Thrall nach Süden ging und das Gebiet Durotar mit seiner Hauptstadt Orgrimmar gründete.

Jahr 22: Warcraft 3: The Frozen Throne

Die Geißel und der Lichkönig sagten sich nach der Niederlage am Berg Hyjal von der brennenden Legion los. Der Dämonengeneral Kil'jaeden versprach Illidan daraufhin unbeschreibliche Macht, wenn er den Lichkönig für ihn töten könne. Die Wächterin Maiev Schattensang verfolgte Illidan gemeinsam mit Tyrande und Malfurion, da dieser sich zwischenzeitlich das Auge des Sargeras angeeignet hatte - hiermit begann er in Dalaran ein Ritual zu vollziehen, dass die Eiskronenzitadelle zerstören sollte. Der Plan konnte noch rechtzeitig vereitelt werden. Nach einem klärenden Gespräch verzieh Malfurion Illidan, welcher anschließend durch das Dunkle Portal in die Scherbenwelt ging.

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Die Blutelfen unter Führung von Kael'thas verbündeten sich zwischenzeitlich mit Lady Vashj und ihren Naga, um der Bedrohung durch die Geißel Herr zu werden. Die Allianz sah dies als Verrat an und ließ die Bluetelfen einkerkern. Vashj erschien kurz vor der Hinrichtung von Kael'thas und rettete diesen. Dies markierte die finale Trennung der Bluetelfen von der Allianz, die ab nun Illidan gegenüber loyal waren. Dieser ernannte sich später selbst zum Herrscher über die Scherbenwelt.

In Lordaeron brach inzwischen ein Bürgerkrieg aus, als die Geißel in drei Fraktionen zerfiel: Arthas und Kel'thuzad (weiterhin loyal gegenüber Lichkönig Kel'thuzad), Banshee-Königin Sylvans Windläufer und ihr Gefolge sowie die dritte Gruppe, die noch immer der Brennenden Legion treu war, angeführt von den Schreckensfürsten (Nathzerim).

Weil der Lichkönig durch Illidans Ritual geschwächt war, verlor er die Kontrolle über den Verstand von Sylvanas. Diese erinnerte sich daraufhin, was Arthas ihr angetan hatte und schoss ihm aus Rache einen Pfeil in den Rücken. Kel'thuzad rettete Arthas und brachte ihn nach Nordend zum Lichkönig. Sylvanas tötete die Schreckensfürsten Varimathras, Detherocc und Balnazzar und war daraufhin die alleinige Herrscherin über Lordaeron. Ihre Anhänger nannten sich die Verlassenen.

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In Nordend kam es zum finalen Duell zwischen Arthas und Illidan. Der Todesritter schaffte es, Illidan zu bezwingen und stieg anschließend auf den Thron der Eiskronenzitadelle, wo er mit Ner'zhul verschmolz und zum neuen Lichkönig wurde. Illidan floh zurück in die Scherbenwelt, wo er sich im Schwarzen Tempel niederließ.

Nächste Woche erzählen wir euch in einem weiteren Teil unseres Story-Recaps, wie die Geschichte in WoW: Classic und The Burning Crusade fortgesetzt wurde. Also bleibt dran!

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