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Realistisch, brutal, riesig: Beyond the Wire ist ein WW1-Shooter für 100 Spieler

Beyond The Wire will die Schrecken des Ersten Weltkriegs spürbar machen und setzt dafür auf riesige Schlachtfelder mit heftigen Nahkämpfen in schlammigen Gräben.

von Fabiano Uslenghi,
18.03.2020 16:00 Uhr

Im Westen was Neues. Beyond the Wire ist eine Multiplayer-Shooter, der große Pläne hat. Im Westen was Neues. Beyond the Wire ist eine Multiplayer-Shooter, der große Pläne hat.

Der Erste Weltkrieg wird in der Videospiel-Landschaft gerne Mal ein wenig stiefmütterlich behandelt. Gerade im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg - wovon es zwischenzeitlich so viele Spiele gab, dass niemand mehr Lust darauf hatte.

Der Erste Weltkrieg ist aber eben auch eine andere Angelegenheit und macht es Entwicklern nicht immer ganz einfach. Trotzdem haben sich gerade in den letzten Jahren vermehrt Studios im Shooter-Genre an diese düstere Epoche herangewagt.

Neben dem wohl bekanntesten Genrevertreter Battlefield 1, ploppten auch kleinere Ego-Shooter wie beispielsweise Tannenberg auf. Ein neuer WW1-Shooter heißt nun Beyond The Wire und könnte eines der spannendsten Spiele im Ersten Weltkrieg werden. Er verspricht nämlich sowohl Action als auch Realismus miteinander verheiraten zu können.

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Update

Dieser Artikel erschien ursprünglich im März 2020. Zur Ankündigung des Early-Access-Release haben wir ihn nochmal überarbeitet und um aktuelle Informationen ergänzt.

Was macht Beyond The Wire besonders?

Gerade Multiplayer-Gefechte haben in den letzten Jahren gehörig aufgerüstet. Insbesondere in ihrer Größenordnung. Auch Beyond The Wire verspricht Schlachtfelder, auf denen bis zu 100 Spieler gleichzeitig um den Sieg kämpfen.

Gemessen an den Screenshots, macht das Ganze optisch schon einiges her: Von gewaltigen Kratern übersätes Niemandsland. Kleinstädte an der europäischen Westfront, die vollständig in Trümmern liegen. Klaustrophobische Gräben, die sich wie ein Spinnennetz durch das ganze Schlachtfeld ziehen.

Beyond The Wire weiß, welche Bilder sich in unserem Kopf befinden, wenn wir an den Ersten Weltkrieg denken. Im neuen Trailer ist die Atmosphäre zum Schneiden dick:

Beyond the Wire - Gänsehaut-Trailer kündigt EA-Release für den realistischen WW1-Shooter an 2:19 Beyond the Wire - Gänsehaut-Trailer kündigt EA-Release für den realistischen WW1-Shooter an

Wenn sich auf diesen Schlachtfeldern dann auch noch 50 Spieler auf jeder Seite bereit für den Ansturm machen, verspricht Beyond the Wire eine fantastische Schlachtfeldstimmung.

Besonders die verwinkelten Gräben, Rauch und tiefen Krater machen das Ganze dann zudem spielerisch interessant. Sie zwingen uns nämlich immer wieder zu Nahkämpfen und schränken die Übersicht vollständig ein. Ähnlich wie Squad, legt Beyond the Wire großen Wert auf Teamplay und Kommunikation: »Spieler werden nur gemeinsam mit ihren Kameraden Erfolg haben können«, heißt es.

Alle Features von Beyond the Wire im Überblick

  • Riesige Schlachten mit bis zu 100 Spielern.
  • Dichte Weltkriegsatmosphäre mit hohem Gewaltgrad, Schlamm und langen Gräben.
  • Die Schlachten sollen sehr strategisch ablaufen und besonders Teamarbeit entsprechend belohnen.
  • Das Spiel legt Wert auf historischen Authentizität, aber nicht zulasten des Gameplays.
  • Für einen Shooter ein sehr ausgeklügeltes Nahkampfsystem.

Für wen könnte Beyond the Wire interessant sein?

Publisher von Beyond The Wire ist Offworld Industries. Das Studio ist hauptsächlich als Entwickler von Squad und Publisher von Post Scriptum bekannt. Das setzt natürlich ein Zeichen. Denn beide Titel richten sich eher an Spieler, die Wert auf Kriegs-Simulationen mit authentischem Anspruch legen. Beyond The Wire hingegen nimmt es mit der Akkuratesse nicht immer ganz so genau.

In erster Linie bei den Waffen wollen sich die Entwickler ein paar Freiheiten nehmen. Die Schießprügel sehen zwar authentisch aus, verhalten sich aber nicht immer so. Realismus ordnet sich dem Spielspaß unter. Trotzdem sollen im Gegensatz zu Battlefield 1 »methodische Gefechte mit Repetiergewehren« im Fokus stehen, so die Macher.

In den Gräben von Beyond the Wire gehen Spieler mit Bayonetten, Knüppeln oder Messern aufeinander los. In den Gräben von Beyond the Wire gehen Spieler mit Bayonetten, Knüppeln oder Messern aufeinander los.

Da sich die Gefechte zudem oft auf engem Raum abspielen, solltet ihr nicht nur ballern wollen. Beyond The Wire bietet ein sehr viel komplexeres Nahkampfsystem (inklusive Stamina-Management), als wir es von anderen Shootern gewöhnt sind. Äxte, Eisenstangen oder Bayonett sollen sich alle sehr unterschiedlich (und brutal) anfühlen.

Authentizität soll dadurch erzeugt werden, wie verstörend einige Szenen in Beyond The Wire wirken können. Der Gewaltgrad kann sehr rabiat ausfallen - aber nicht weil die Entwickler so scharf auf Blut sind. Brutalität, Blut und Chlorgas, das in den Augen brennt, sollen viel mehr den Horror des Ersten Weltkriegs spürbar machen. Nichts für Zartbesaitete also.

Wann kommt das raus?

Für das kanadische Entwicklerstudio Redstone Interactive wird Beyond The Wire die erste Spieleentwicklung überhaupt. Das Team besteht aus gelernten Entwicklern und einigen Moddern und möchte viel mit ihrer Community zusammenarbeiten. Dazu gehört auch im Laufe eines Early Access Feedback von den Spielern zu sammeln und Beyond The Wire zu verbessern.

Der Early Access startet bereits am 21. Oktober 2020. Von da an kann jeder Beyond The Wire kaufen und loslegen. Das Spiel kostet zum EA-Release 30 Euro und hält einiges an Inhalten parat. Verschiedene historische Schlachtfelder wie Zonnebeke, Frise und Ansoncourt sind gesetzt. Während des Early Access sollen kostenlose Updates folgen, so etwa auch Einheiten der britischen Armee. Davor sind nur deutsche, französische und amerikanische Soldaten vertreten. Ein finaler Release ist noch nicht bekannt, eventuell erscheint das Spiel aber erst 2022.

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