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Fazit: X4: Foundations im Test - Auf Kurs gepatcht

Fazit der Redaktion

Christian Fritz Schneider
Trotz seiner vielen Schwächen war mir X: Rebirth nach etlichen Updates doch sehr ans Herz gewachsen, deshalb bin ich froh, dass Egosoft mit X4: Foundations einen Mix aus Rebirth und der alten X-Serie gebaut hat. Im Rahmen der X-Serie ist das aktuelle Spiel sogar erstaunlich zugänglich, auch wenn ich eine richtige Story-Kampagne schmerzlich vermisse. Auf Dauer merkt man X4 aber, wie der Beinahme Foundations schon sagt, sehr stark an, dass das hier nur ein Fundament ist. Die Tiefe beim Gameplay und bei den Erzählelementen, die die Serie zum Ende der X3-Trilogie hatte, muss X4 erst noch erreichen. Aber die Grundlage ist solide und Egosoft noch lange nicht fertig mit X4.

arragon0815
Die größte Stärke von X4: Foundations ist in meinen Augen das Ego-Prinzip (Achtung, Wortspiel). Man sitzt nicht nur in irgendeinen Sitz festgepresst wie bis vor X-Rebirth, sondern kann sich völlig frei bewegen. Die nahtlosen Übergänge, zum Beispiel vom Schiff zum Raumpier oder durch den Transporter sonst wohin, fühlen sich sehr normal an. Auch dieser fast uneingeschränkte Stationsbau gehört dazu, laufen und bauen, wohin man will. Völlige Freiheit.

X4: Foundations lohnt sich für all jene, die nicht ständig an die Hand genommen werden müssen, sondern sehr selbstständig und mit viel Entdecker-und Ausprobierlaune gesegnet sind. Man sollte auch Fantasie mitbringen, damit man die ganzen Möglichkeiten, die das Spiel bietet, nicht nur erkennt, sondern auch nutzen kann. Wer geradlinige Levels liebt oder auf eine anspruchsvolle Handlung steht, der sollte von X4 dagegen die Finger lassen.

X4 wird das beste Spiel der bisherigen Serie, wenn es auch noch etwas dauern wird. Mit jedem neuem Patch und jeder weiteren Fehlerbehebung könnte die Wertung für mich noch ansteigen. Die Entwickler müssen aber eigentlich noch an allem arbeiten, am wichtigsten scheint mir erstmal eine funktionierende Wirtschaft zu sein, darauf baut alles auf. Für mich gehören da auch alle Rassen dazu, die bereits für DLCs angekündigt wurden. Und mit der Handlung wird es hoffentlich in X5 wieder aufwärts gehen.

Snips
Eine ehemalige Mitarbeiterin von Egosoft hat in einem Twitch-Stream darüber gesprochen, am Lore im X-Universum für X4:Foundations gearbeitet zu haben. Wo denn bitte? Bis auf ein paar lieblos hingeknallte Texthäppchen ist davon leider nichts zu finden. Ich erwarte keine 60-stündige Storyline, aber ein paar Plots wie eben in X3 würden den Spieler mit dem Universum vertraut machen.

Es mag ja alles im ersten Moment schick aussehen, aber nach einer Weile muss man feststellen, dass die große Diversität aus den Vorgängertiteln nicht vorhanden ist. Es gibt nur eine Handvoll Schiffe und Waffen; die unterschiedlichen Völker sind beliebig austauschbar. Man wird in das Universum nicht reingezogen, sondern alles wirkt wie Platzhalter für den eigentlichen Content. Die Engine ist seit sieben Jahren in Entwicklung, alle Handelsgüter, Waffen oder Schiffe gibt es spätestens seit X3: Terran Conflict. Warum nur wurde das nicht als Basis genommen und darauf aufgebaut? Zurzeit ist X4 nur für leidensfähige Fans des X-Universums zu empfehlen, alle anderen sollten warten, bis alle DLCs und Inhalte zur Verfügung stehen.

Rocketeer
Rebirth war aus meiner Sicht ein neues Produkt, das mit X4 endlich das geworden ist, was damals versprochen wurde. Die damalige Beschränkung auf lediglich ein Spielerschiff war ein Experiment und wurde von der Fan-Community nicht angenommen. X4 macht soweit wieder alles richtig. Für Fans der X-Reihe ist X4: Foundations ein Pflichtkauf. Freunde der Elite-Reihe und anderer Weltraumspiele sollten einen ernsthaften Blick darauf werfen. Das Sandbox-Prinzip mit freiem Stationsbau und komplett offener Spielewelt ist genial und derzeit gibt es im Genre aus meiner Sicht nichts Vergleichbares.

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