Patch 1.2.0 ist ein wichtiger Schritt für AC Valhalla, geht aber noch nicht weit genug

Transmog, das Ostara-Event und viele Bug-Fixes: Update 1.2.0 erweitert und verbessert Assassin's Creed Valhalla vorbildlich. Für die finale Aufwertung reicht das aber noch nicht.

von Elena Schulz,
17.03.2021 17:18 Uhr

Wir analysieren Update 1.2.0 für Assassin's Creed Valhalla. Wir analysieren Update 1.2.0 für Assassin's Creed Valhalla.

Was Ubisoft gerade bei Assassin's Creed Valhalla macht, verdient grundsätzlich Anerkennung. Mit jedem Update werden zig kaputte Quests und andere Bugs gefixt - so weit, so selbstverständlich. Aber es kommen zusätzlich auch kostenlos neue Features hinzu, wie die Flussraubzüge als spaßige Endgame-Beschäftigung oder das viel gewünschte Transmog-System, über das ihr den Look eurer Lieblingsrüstung einfach auf ein Teil mit besseren Stats schrauben dürft.

Trotzdem ist der Frust mancher Spieler nachvollziehbar: Da kauft man Valhalla zum Release und wartet Monate später immer noch auf den einen Bug-Fix ohne den man den Abspann nicht gucken kann. Patch 1.2.0 behebt nochmal fast 50 Bugs rund um Missionen und World Events, aber eben längst nicht jeden Spielfehler.

Die betreffen natürlich nur noch einen überschaubaren Teil der Spielerschaft - keine Quest ist bei jedem kaputt und zig nervige Probleme wurden längst behoben. Aber Ubisofts Liste mit bekannten Fehlern und kritische Kommentare auf Reddit und Co. zeichnen ein Bild von vielen kleinen Macken und Baustellen, die Ubisoft immer noch vor sich hat. Selbst gut gemeinte Änderungen wie Transmog oder die neue Kamera ernten nicht nur Lob.

Für die meisten ist das Open-World-Abenteuer inzwischen gut spielbar, aber für ein Test-Update mit Aufwertung sind für uns nach wie vor zu viele Probleme reproduzierbar ungelöst. Wo es aktuell noch knirscht, klären wir hier im Detail.

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Was ausschlaggebend für die letzte Aufwertung auf 75 Punkte war, lest ihr hier in unserem letzten Test-Update zu Assassin's Creed Valhalla.

Transmog ist endlich da, aber anders als viele wollten

Erst vor kurzem habe wir einen Artikel zu den Features verfasst, die wir uns zukünftig für AC Valhalla wünschen. Transmog war eins davon und schwupps, schon baut Ubisoft es ein. Okay, das ist wahrscheinlich eher den vielen Fans zu verdanken, die das Feature vehement seit Tag 1 forderten und weniger unserer Überzeugungskraft.

Falls ihr über das komische Wort gestolpert seid: Transmog heißt, dass ihr den Look eurer Rüstung unabhängig von den Stats wählen dürft - also zum Beispiel die schnittige Assassinenkluft über die klobige Panzerung mit besseren Werten, aber weniger Stil. Die Neuerung an sich kommt gut an, die Umsetzung allerdings weniger:

  • Das System gestaltet sich komplizierter als in Odyssey: Was im Vorgänger bequem übers Inventar funktionierte, wurde in Valhalla über den Schmied eurer Siedlung gelöst. Nur dort könnt ihr den Look von Waffen und Rüstungen austauschen.
  • Jede Änderung kostet 50 Silber, was nicht nach viel klingt. Allerdings häuft sich der Preis, wenn man ein ganzes Set für 250 Silber anpassen und das Outfit öfter wechseln will.
  • Es gibt keine Vorschaufunktion, sodass man erst im Nachhinein überprüfen kann, ob unterschiedliche Teile zusammen gut aussehen.
  • Legacy-Rüstungen wie Bayeks Kutte oder Altairs Gewand, das die Spieler aktuell geschenkt bekommen, können nicht als Transmog-Stil genutzt werden.

Transmog: Teil ersetzen Ich kann zum Beispiel diesen klobigen Helm gegen die schicke Assassinen-Maske austauschen.

Transmog: Ganzer Look Schon sieht meine Eivor völlig anders aus. Die Sterne markieren alle optisch veränderten Teile. Ihr könnt den Look später wieder ändern.

Trotzdem liefert das Transmog-Feature natürlich endlich die Möglichkeit, Rüstungen optisch anzupassen, was vorher gar nicht ging und definitiv das Highlight des Updates ist.

Auch dass die Kamera auf Wunsch näher an Eivor heranzoomt, wollten viele Fans. Und Update 1.2.0 liefert genau das! Wenn auch mit einem kleinen Wermutstropfen für einige: Die Option steht ausschließlich für die Open-World-Erkundung zur Verfügung, nicht um besonders filmische Kämpfe aus der Nähe zu inszenieren. Seid ihr damit unzufrieden, könnt ihr aber auch selbst Hand anlegen und Valhalla eine filmreife Perspektive wie in God of War verleihen.

Ihr könnt jetzt einstellen, dass die Kamera beim Erkunden näher an Eivor herangeht. Nur in Kämpfen bleibt der Abstand etwas größer. Ihr könnt jetzt einstellen, dass die Kamera beim Erkunden näher an Eivor herangeht. Nur in Kämpfen bleibt der Abstand etwas größer.

Neue Skills und Oster-Event

Die drei neuen Skills klingen unspektakulär, bringen aber komfortable Verbesserungen: Wenn ihr Punkte investiert, lassen sie euren Raben für euch nach Fernkampf-Kills Leichen looten oder Eivor mehr Nahrung von getöteten Gegnern aufsammeln. Der »furchtlose Sprung« wiederum steigert Radius und mögliche Höhe für eure Todesstöße von oben. Gerade große Lager oder Festungen zu infiltrieren, gestaltet sich so flüssiger, weil ihr nicht ständig Beute hinterherlauft, Büsche aberntet oder Attentatspositionen sucht.

Rabenbeute Die neuen Skills aus Update 1.2.0

Furchtloser Sprung Die neuen Skills aus Update 1.2.0

Nahrungssuche Die neuen Skills aus Update 1.2.0

Nach Weihnachten steht Ostern vor der Tür und wird entsprechend mit dem Ostara-Event gefeiert: Eure Siedlung wird mit bunten Blumen dekoriert und ihr könnt euch diesmal bei passenden Aktivitäten wie Eiersuche neue Ausrüstung, Siedlung-Deko, Tattoos oder optische Schiffsverbesserungen verdienen. Zum Julfest kamen auch eigene Quest-Reihen rund um die Feierlichkeiten hinzu. Falls ihr das Julfest im Dezember verpasst habt, müsst ihr übriges nicht verzagen - alle Belohnungen schenkt Ubisoft euch gerade nachträglich.

An solchen Events, Inhalts-Updates und Verbesserungen wie dem Transmog-System merkt man, dass es nicht nur um Fehlerbehebungen geht, sondern Valhalla stetig erweitert wird. Alles zu DLC-Plänen und Seasons lest ihr hier:

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Aber Fehler müssen eben trotzdem behoben werden und auch die geht Update 1.2.0 in großer Zahl an:

Haufenweise Missionen werden repariert

Auch bei Patch 1.2.0 stehen die Missionen bei den Verbesserungen im Fokus. Insgesamt werden fast 50 Bugs im Zusammenhang mit Quests oder Weltereignissen behoben. Darunter sind besonders lästige wie die Fehler in der Mission »In Abwesenheit eines Aldermanns«. Hier existierten gleich drei Probleme, die den Fortschritt behindern konnten. Im separaten Übersichts-Artikel zum Update 1.2.0 samt Patch Notes könnt ihr im Detail nachschauen, was Ubisoft alles gefixt hat.

Andere seit längerem bekannte Fehler bleiben für Betroffene noch im Spiel - zum Beispiel bei Missionen wie »Gestank des Verrats«, wo ein falscher Schuldiger ausgewählt wird oder »Abwehrmaßnahmen«, wo der Schild nicht richtig funktioniert. Auch »Wände und Schatten« und »Schwein der Prophezeihung« konnten noch nicht für alle repariert werden. Nicht jedes Problem lässt sich auf Anhieb aus der Welt schaffen. Ubisoft arbeitet wahrscheinlich gerade mit Hochdruck daran, häufig genannte Missionsbugs wie diese in zukünftige Updates einzugießen.

Lassen sich NPCs plötzlich nicht mehr ansprechen oder Questziele verschwinden einfach, nützt Spielern auch die schöne Open World nichts. Lassen sich NPCs plötzlich nicht mehr ansprechen oder Questziele verschwinden einfach, nützt Spielern auch die schöne Open World nichts.

Auch unabhängig von Quests werden lästige Bugs beseitigt - beispielsweise Eivors quälend langsame Gehgeschwindigkeit, wenn ihr euch mit Maus und Tastatur durch Misstrauensgebiete bewegt. Andere, wie die Häufigkeit bestimmter Fische beim Angeln oder vereinzelte Abstürze und Perfomance-Einbrüche, die wir auch nach dem Update wieder stärker erlebt haben, sind noch nicht behoben.

Assassin's Creed Valhalla ist damit definitiv auf dem richtigen Weg, aber noch nicht ganz am Ziel. Wenn Ubisoft weiter so umfangreiche Patches veröffentlicht, könnte sich das aber bald ändern. Kommt ihr unabhängig von Bugs nicht weiter, müsst ihr aber gar nicht mehr warten: Unsere Guides liefern alle Tipps, die ihr zu den mächtigsten Waffen, legendären Tieren, Flussraubzügen und mehr braucht.

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