Wer sich auf Assassin's Creed Valhalla freut, sollte unbedingt The Last Kingdom schauen

Die Story von Assassin's Creed Valhalla überschneidet sich mit der Netflix-Serie The Last Kingdom. Und gleichzeitig sollte sich Ubisoft eine Scheibe von ihr abschneiden.

von Dimitry Halley,
04.05.2020 18:20 Uhr

Assassin's Creed Valhalla erscheint erst im Winter 2020, doch ihr könnt euch die Wartezeit versüßen. Assassin's Creed Valhalla erscheint erst im Winter 2020, doch ihr könnt euch die Wartezeit versüßen.

Assassin's-Creed-Szenarien sind im Mainstream eher selten. Antikes Griechenland, Ägypten, die Französische Revolution, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg - hierzu findet ihr zwar durchaus halbwegs bekannte Serien und Filme, doch keine davon feierte in den letzten Jahren einen derartigen Hype wie die Wikinger. Und das liegt nicht an Wickie dem Wikinger, sondern an Vikings. Doch um diese unheimlich berühmte Serie soll's heute gar nicht gehen.

Denn Vikings spielt (zumindest in seinen ersten Staffeln) ein ganzes Weilchen vor den Geschehnissen eines Assassin's Creed Valhalla. Eine weitaus größere Schnittmenge findet ihr in der Netflix-Serie The Last Kingdom, die 2020 bereits in der vierten Staffel läuft. Und genau den Wikinger-Konflikt ins Zentrum rückt, den ihr in Valhalla zu spielen bekommt. Falls ihr übrigens alles über das Gameplay von Valhalla wissen wollt - wir haben mit Creative Director Ashraf Ismail ausführlich über das Spiel gesprochen:

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Was ist The Last Kingdom?

Woher kommt The Last Kingdom? Die Netflix-Serie The Last Kingdom basiert auf der Roman-Reihe The Saxon Stories von Bernard Cornwell - und falls ihr ein Herz für Bücher habt, dann pfeift bitte an dieser Stelle auf unsere Ratschläge und zieht euch statt der Serie die Bücher rein. Cornwells Uthred-Saga gehört zu den spannenden Historien-Epen überhaupt, liest sich fesselnd, gnadenlos, gelegentlich aber auch humorvoll. Und sie zieht euch hinein in diese spannende Epoche wie kaum ein anderes Medienangebot zur Wikingerzeit!

Falls ihr jedoch gerade weder Nerv noch Geduld habt, euch mal eben 12 (ab Oktober 13) Romane hintereinander zu geben, dann ist die Netflix-Serie mit ihren vier fluffigen Staffeln auf jeden Fall eine unterhaltsame Alternative. Hier zur Einstimmung der Trailer:

The Last Kingdom: Trailer zur Wikinger-Serie 2:06 The Last Kingdom: Trailer zur Wikinger-Serie

Worum geht's in der Serie? In The Last Kingdom dreht sich alles um den Krieg zwischen dem frühmittelalterlichen England und den dänischen Wikinger-Räubern, die das Land überfallen. Hauptfigur Uthred ist ein Kind zweier Welten: Als Knirps wird seine Heimat von Wikingern überfallen, er landet in Gefangenschaft, arbeitet sich hoch und muss als Erwachsener sein eigenes Schicksal zwischen den brutalen Fronten finden.

Warum lohnt sich The Last Kingdom?

The Last Kingdom gelingt, was alles andere als leicht ist: Die brutale Wikingerzeit auf eine Art und Weise darzustellen, die stumpfe Schwarz-Weiß-Zeichnungen vermeidet. Uthred ist eine famose Hauptfigur, die weder dem einen, noch dem anderen Lager bedingungslos viel abgewinnen kann.

Aber mal ganz unabhängig von solchen Meta-Themen: Die Serie setzt die Wikingerzeit auch einfach grandios in Szene, auch abseits großer Scharmützel. Keine andere Serie (außer vielleicht Vikings und natürlich Norsemen) wird euch die Faszination dieser blutigen Epoche so eindrucksvoll vermitteln.

Valhalla soll laut Ubisoft die Wikingerzeit zum Leben erwecken wie noch kein Spiel zuvor. Valhalla soll laut Ubisoft die Wikingerzeit zum Leben erwecken wie noch kein Spiel zuvor.

Bei Fans und Kritikern kommt die Serie hervorragend an: Auf Imdb staubt sie 8,4 von 10 Punkten ab, bei Rotten Tomatoes steht ein Approval Rating von 91 Prozent (Fachpresse) beziehungsweise 96 Prozent (User-Wertung).

Wieso ist das für Assassin's-Creed-Fans interessant?

The Last Kingdom ist mehr als bloß eine Einstimmung auf das Szenario von Valhalla. Es hilft auch dabei, euch in die politischen Verhältnisse dieser Zeit hineinzuversetzen. Das England des frühen Mittelalters funktionierte sehr anders als in späteren Jahrhunderten - und wurde von mehreren Königen regiert, die ihr im Spiel auch trefft.

Im Zentrum von Valhalla und The Last Kingdom steht König Alfred, der Jahrhunderte später als der Große in die Geschichte eingehen sollte. In The Last Kingdom ist er als kränklicher Denker das genaue Gegenteil von Hauptfigur Uthred - und weit mehr als bloß Held oder Schurke.

Natürlich nimmt sich die Serie wie jedes Medienangebot Freiheiten in der Darstellung historischer Fakten und sollte bloß als Annäherung verstanden werden. Mehr zu den Problemen hinter solchen Historien-Umsetzungen in unserem GameStar-Podcast zu Geschichtsspielen.

Was kostet der Spaß auf Netflix?

Netflix Basis kostet euch im Monat 8 Euro, allerdings könnt ihr Serien und Filme nicht in HD streamen. Für 12 Euro gibt's hingegen Full HD - und ab 16 Euro monatlich sogar 4K-Unterstützung. Welches dieser drei Angebote ihr bevorzugt, müsst ihr natürlich selbst entscheiden.

Solltet ihr wirklich nur für The Last Kingdom ein Abo abschließen und die Serie dann in einem Rutsch gucken, dann empfehlen wir euch zum einmonatigen Basis- oder Standard-Abo, das ihr danach umgehend wieder kündigen könnt. Für 12 Euro lohnt sich The Last Kingdom unserer Meinung nach allemal.

Und falls ihr mehr Assassin's Creed Valhalla wollt: Wir sammeln für euch alles, was ihr über AC Valhalla wissen müsst. Außerdem gibt's über Hauptfigur Eivor schon jede Menge Infos.

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