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Cold War im Singleplayer-Fazit: Endlich traut sich die CoD-Story etwas Neues!

Für manche ein netter Bonus, für andere ein jährliches Highlight: Die Story von Call of Duty. Wie gut die Singleplayer-Kampagne von Cold War ausfällt, verraten wir euch im Fazit.

von Vali Aschenbrenner,
12.11.2020 15:00 Uhr

In unserem Singleplayer-Fazit verraten euch noch vor dem Test, wie gut die Story von Call of Duty Black Ops: Cold War eigentlich ist. In unserem Singleplayer-Fazit verraten euch noch vor dem Test, wie gut die Story von Call of Duty Black Ops: Cold War eigentlich ist.

Call of Duty Black Ops: Cold War bietet eine der besten Story-Kampagnen der letzten Jahre. Allerdings plagt den Singleplayer des Ego-Shooters ein uraltes Problem: Er ist viel zu kurz! Treyarch beweist mit seinem neuesten Streich, wie viel man aus einer CoD-Kampagne machen kann.

Und bevor vor wir euch einen umfangreichen Test mit allen Infos zum Multiplayer, dem Zombie-Modus und der Integration von Warzone liefern, gibt's jetzt erstmal unser Fazit zum Singleplayer. Einen ersten Ausblick auf den Multiplayer haben wir aber bereits für euch:

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Worum geht's in CoD: Cold War überhaupt?

Das kreative Feuerwerk lässt zumindest zu Beginn der Kampagne noch auf sich warten: Angesiedelt während der Ära des Kalten Krieges versucht eine kleine Spezialeinheit der CIA unter der Führung von unserem neuen Boss Russell Adler, den sowjetischen Geheimagenten »Perseus« zur Strecke zu bringen.

Perseus bereitet den Amerikanern schon seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen und hat nun ein besonders heißes Eisen im Feuer, mit dem er die komplette Weltordnung aus den Fugen heben will. Da will die CIA natürlich ein Wörtchen mitreden und Perseus zur Strecke bringen.

Mehr zur Story teasert schon der Launch-Trailer zu Call of Duty Black Ops: Cold War an:

Call of Duty: Black Ops Cold War - Der Launch Trailer stimmt euch auf die Story ein 1:00 Call of Duty: Black Ops Cold War - Der Launch Trailer stimmt euch auf die Story ein

Blasse Gesichter und alte Freunde

Wir selbst schlüpfen in der Story von Cold War unter anderem in die Uniform des Agenten »Bell«, dessen militärische Vorgeschichte, charakterlichen Eigenschaften und Geschlecht wir selbst festlegen dürfen.

Wirklich in die Tiefe geht das jedoch nicht: Auf einen richtigen Editor verzichtet Black Ops: Cold War. Schade, denn so wirkt das Erstellen unseres eigenen Charakters eher halbherzig und fast schon überflüssig. Hier wäre wesentlich mehr drin gewesen - zum Beispiel, dass man diesen Charakter auch in den Multiplayer von Cold War oder gar Warzone überträgt.

Charakter-Editor im Singleplayer von Cold War: Was steckt drin?
Die Individualisierungsmöglichkeiten eures Charakters in der Story von Cold War bleiben recht überschaubar: Ihr legt Vor- und Nachnamen, Geschlecht sowie Hautfarbe fest und könnt euch für zwei Perks entscheiden, die aber nur minimale spielerische Auswirkungen haben. Das Aussehen oder gar die Stimme (Dialogoptionen sind nicht vertont) dürft ihr nicht festlegen. Dafür könnt ihr euch für eine vorangegangene Karriere bei einem Geheimdienst wie zum Beispiel CIA oder MI6 entscheiden. Richtige Story-Auswirkungen hat das jedoch ebenfalls nicht, es ändern sich nur ein paar Dialogzeilen.

Umso spannender ist das lange versprochene Wiedersehen mit Alex Mason und Frank Woods: Zwei altbekannte Veteranen der Black-Ops-Reihe, die beim Geschehen von Cold War im Vergleich zu früher eine etwas reduziertere Rolle spielen. Definitiv ein Schmankerl für Fans! Mason und Woods begleiten uns nicht nur auf manchen Missionen - Mason ist sogar spielbar.

Der alte Miesepeter Woods ist so ein bisschen das Aushängeschild von Black Ops geworden. Dass er und Mason in Cold War wieder mit von der Partie sind, dürfte Fans allemal freuen. Der alte Miesepeter Woods ist so ein bisschen das Aushängeschild von Black Ops geworden. Dass er und Mason in Cold War wieder mit von der Partie sind, dürfte Fans allemal freuen.

Muss ich Black Ops 1 vor Cold War gespielt haben?

Apropos Woods und Mason: Nein, um Cold War zu verstehen und zu genießen müsst ihr das mittlerweile zehn Jahre alte Black Ops nicht zwingend gespielt haben. Und das, obwohl sich das neueste Call of Duty thematisch zwischen Teil eins und Teil zwei der Black-Ops-Reihe einordnet.

Vorkenntnisse schaden freilich nicht: Es gibt ein paar nette Querverweise, die auf das erste Black Ops anspielen und Fans definitiv in nostalgischen Erinnerungen schwelgen lassen. Außerdem fällt es euch leichter, die Beziehung zwischen den einzelnen Figuren nachzuvollziehen - zum Beispiel zwischen Woods, Mason und Jason Hudson.

Allerdings müsst ihr dafür definitiv kein Black-Ops-Experte sein, um zu verstehen, wieso Woods alles andere als ein Fan von CIA-Sonnenbrillenträger Hudson ist. Der Typ bleibt ein Arsch - unabhängig davon, ob ihr Black Ops 1 gespielt habt. Eine direkte Verbindung zu Modern Warfare gibt es übrigens auch, die müsst ihr aber schon selbst finden.

Falls ihr euer Wissen bezüglich Black Ops auffrischen wollt, schaut in unseren Story-Recap rein:

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Wie gut spielt sich Cold War?

Großes Action-Kino ...

Wenig Singleplayer-Kampagnen von Call of Duty waren spielerisch so abwechslungsreich gestaltet, wie die von Cold War. Natürlich ballern wir mit diversen Sturm-, Schrot- oder Scharfschützengewehren sowie Pistolen, Granatwerfern aus allen Rohren (einen Bogen für Rambo-Fans gibt es übrigens auch) und können auf die volle Action-Tube drücken.

Und das fühlt sich für Treyarch typisch durch und durch gelungen an: Das Treffer-Feedback ist satt, jede Waffe verfügt über ihr eigenes Handling und das Gunplay bleibt befriedigend. Außerdem dürfen wir auch mal hinter dem Steuerknüppel eines Kampfhelikopters sitzen oder mit einem ferngesteuerten Auto abhebende Flugzeuge jagen.

An spielerischer Abwechslung mangelt es der Singleplayer-Kampagne von Black Ops: Cold War definitiv nicht. An spielerischer Abwechslung mangelt es der Singleplayer-Kampagne von Black Ops: Cold War definitiv nicht.

… größeres Spionage-Kino

Doch gerade abseits der Action spielt Cold War seine unerwarteten Stärken aus: Fast wie in einem »richtigen« Agenten-Spiel, lässt uns das neue Black Ops zumindest bei einigen Missionen recht viel Handlungsfreiraum: Wir können lautlos Basen infiltrieren, Schlösser knacken, aus den Schatten meucheln und die Leichen unserer Opfer im Schrank verstecken.

Optionale oder gar alternative Lösungswege stehen uns ebenfalls zur Verfügung, eine ganz bestimmte Mission (ohne zu viel zu verraten) orientiert sich so sogar auffällig an den spielerischen Freiheiten eines Hitman: Vergiften wir eine Zielperson, um an ihre Schlüsselkarte zu kommen, schwärzen wir sie bei ihrem Vorgesetzten an oder hetzen wir ihr einen Mörder auf den Hals?

Wer hätte gedacht, dass Call of Duty diese Abwechslung zur Non-Stop-Action so gut steht? Und auch das Sammeln von Beweisen oder das optionale Lösen zusätzlicher Rätsel (mit ein, zwei echten Kopfnüssen), lockern den CoD-Trott angenehm auf. Die unterschiedlichen Lösungswege, der spielerische Mix, alternative Enden und auch die Multiple-Choice-Dialoge treiben trotz ihrer Banalität den Wiederspielwert von Cold War ordentlich in die Höhe.

So hat man nach (viel zu kurzen) fünf Stunden die Kampagne zwar bereits abgeschlossen, dafür wagt man sich trotzdem nochmal an einen zweiten oder dritten Run, um wirklich jedes Geheimnis der Story zu lüften. Die komplette Geschichte von Cold War werdet ihr nur in ihrer Gänze erfassen, sobald ihr jedes Ende gesehen habt.

Die Schauplätze von Cold War fallen für Call of Duty typisch recht abwechslungsreich. Hier stellen uns beispielsweise Stasi-Soldaten an der Berliner Mauer. Die Schauplätze von Cold War fallen für Call of Duty typisch recht abwechslungsreich. Hier stellen uns beispielsweise Stasi-Soldaten an der Berliner Mauer.

(Noch) einen Ticken zu wenig

Doch gerade aus den spielerischen Freiheiten hätte man mehr rausholen können, die Konsequenzen einer jeden Entscheidung für die Story gravierender ausfallen. Im Endeffekt ist es egal, welche Antwort wir wem im Zuge einer hitzigen Debatte liefern oder ob wir eine der beiden optionalen Nebenmissionen gut, schlecht oder gar nicht lösen - in der Endsequenz verändert das einen abschließenden Satz.

Wie gut sind die optionalen Nebenmissionen?
Die optionalen Nebenmissionen des Singleplayers von Cold War werden im Verlauf der Story freigeschaltet. Dabei schlüpft ihr in die Rolle von Alex Mason und bekommt Frank Woods als KI-Kameraden an die Seite gestellt. Spielerisch fühlen sich die Aufträge aber eher wie Füllmaterial an: In einem relativ offen gehaltenen Gebiet müssen Zielpersonen gefunden beziehungsweise ausgeschaltet werden. Insgesamt eine nette Dreingabe, die eher von den damit einhergehenden Rätseln profitiert.

Und auch an der gewohnt durchwachsenen Gegner- sowie Verbündeten-KI hat sich seit den gefühlt letzten fünf CoDs nichts getan: Gefährlich werden unsere Feind nur in der Masse, während sie eher halbherzig Deckung suchen oder nicht-tödliche Treffer gerne mal komplett ignorieren.

Außerdem wurden zwar die recht zähen Skript-Sequenzen deutlich reduziert, dennoch fällt es immer wieder negativ auf, wenn wir einem Teamkameraden hinterherlaufen und auf ihn warten müssen, bis er die nächste Tür aufschließt. Cold War beseitigt nicht alle langjährigen Krankheiten der CoD-Kampagnen, es behandelt aber einige Symptome äußerst wirkungsvoll.

Die Multiple-Choice-Dialoge von Cold War sind eine nette Erweiterung des altbekannten CoD-Gameplays, allerdings wäre da noch mehr drin gewesen. Die Multiple-Choice-Dialoge von Cold War sind eine nette Erweiterung des altbekannten CoD-Gameplays, allerdings wäre da noch mehr drin gewesen.

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