CoD Warzone: Entwickler erklärt, warum es erstmal keine neuen Maps gibt

Viele Fans von Warzone wünschen sich weitere Schauplätze, doch eine Map-Rotation wird von technischen Problemen verhindert, die schwer zu beheben sind.

von Sören Diedrich,
27.03.2022 12:21 Uhr

Call of Duty: Warzone darf getrost als großer Erfolg bezeichnet werden. Das ursprünglich als Free-to-Play-Dreingabe für das 2019 erschienene CoD: Modern Warfare konzipierte Battle Royale kann nach wie vor hunderttausende Spieler täglich vorweisen und auch ein Nachfolger wurde bereits bestätigt.

Doch es herrscht nicht nur eitel Sonnenschein: Fans wünschen sich schon seit längerem weitere Schauplätze, die im Rahmen einer Map-Rotation variieren und dadurch für mehr Abwechslung sorgen. Nun wurde jedoch ein wichtiger Grund genannt, weshalb ihr nicht auf neue Maps hoffen solltet.

Die Größe von Warzone sei verrückt

Mit Verdansk und Caldera verfügt Warzone - abgesehen von der kleineren Karte Rebirth Island - nur über zwei große Maps, zwischen denen man bekanntlich nicht einfach hin- und herwechseln kann. Seit Dezember 2021 findet das Geschehen nur in den pazifischen Gefilden von Caldera statt, Verdansk dagegen wurde deaktiviert.

Vergleicht man die Auslage von Warzone mit den Genre-Konkurrenten, kann man den vielfachen Wunsch nach mehr Abwechslung leicht nachvollziehen. In Apex Legends wechseln sich drei der vier Maps in einem stündlichen Rhythmus ab. In PUBG gibt es immerhin mit jeder Season einen von fünf Schauplätzen und Fortnite hat zwar nur eine Karte, die aber bekanntlich sehr häufig überarbeitet wird.

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Der Live Operations Lead von CoD Warzone, Josh Bridge, stand kürzlich in einem Interview dem Streamer TeePee Rede und Antwort. Unter anderem wurde er natürlich auch auf neue Maps angesprochen und seine Antwort fiel erstaunlich direkt aus:

Das Team würde sehr gerne neue Schauplätze bieten, doch ein technisches Problem verhindere das: Die Installations- und Reinstallationsgröße von Warzone seien bereits jetzt absolut verrückt. Josh Bridge verweist auf die alte Konsolengeneration Xbox One / PlayStation 4, die noch immer bei einem Großteil der Spielerschaft zum Einsatz käme.

Jedes Update kostet Spieler: Diese Geräte sind bekanntlich oftmals nur mit 500 GB Speicherplatz ausgestattet. Diese technische Hürde habe laut Bridge sogar direkte Auswirkungen auf die Spielerzahlen von Warzone: Bei jedem größeren Update, das einen entsprechend umfangreichen Download erfordere, würde man Spieler verlieren.

Die entsprechende Stelle in besagtem Interview könnt ihr euch hier anschauen:

Warzone nicht für Langlebigkeit konzipiert

Josh Bridge erklärt auch freimütig, weshalb Warzone ständig Gefahr läuft, aus allen Nähten zu platzen. Das liege schlicht an der technischen Konzeption des Spiels. Publisher Activision habe nicht erwartet, dass sich Warzone zu einem solchen Erfolg mausert, weshalb man mit einer nicht optimalen Entwicklungs-Pipeline arbeiten müsse.

Verdanks sei zum Beispiel nie mit der Idee entworfen worden, dass mehr als 180 Waffen nachträglich eingefügt werden. Letztendlich scheint das Entwicklerteam also mit technischen Limitationen leben zu müssen, deren Beseitigung im Nachhinein nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Dennoch habe man eine Map-Rotation weiterhin auf dem Schirm.

Und was ist mit Warzone 2? Immerhin dürfte der Nachfolger von Beginn an anders geplant werden. Ob dadurch auch mehr Maps möglich sein werden, bleibt abzuwarten. Josh Bridge deutet an, dass er die Idee möge, herauszufinden, was man abseits von klassischem Battle Royale noch mit einer großen Map und vielen Spielern anstellen kann. Wir haben bereits alle derzeit bekannten Infos zu Warzone 2 zusammengefasst.

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