Fazit der Redaktion
Valentin Aschenbrenner
@valivarlow.bsky.social
Bei Das Kanu des Manitu habe ich Schlimmes erwartet, aber auf Gutes gehofft. Rausgekommen sind wir irgendwo in der Mitte. Selten haben auf eine neue Komödie so gut Bezeichnungen wie Nett oder Ach, kann man schon mal machen gepasst.
Und dabei hat Bully-Fortsetzung durchaus ein paar Highlights zu bieten - so ist natürlich Sky du Monts Performance als [SPOILER] über jeden Zweifel erhaben, der wirklich jede Szene an sich reißt, in der sich seine Präsenz bloß erahnen lässt.
Aber letztendlich funktioniert Das Kanu des Manitu nur, wenn ihr das 24 Jahre alte Original kennt und dafür viel Liebe mitbringt. Und selbst dann dürftet ihr mit Der Schuh des Manitu mehr Spaß haben, sofern ihr den entsprechend gut oder schlecht gealterten Humor einzuordnen wisst.
Fazit der Redaktion
Franziska Hammerschmidt
@mostly-francy.bsky.social
Für mich jagt in Der Schuh des Manitu nicht ein Witz den nächsten und ich halte mir auch nicht vor Lachen den Bauch. Der Film ist eher ein Gefühl. Die kleine Franzi sitzt sonntags wieder mit ihren Eltern vor der Flimmerkiste und schaut sich sorgenlos eine deutsche Komödie an. Ja, Der Schuh des Manitu ist für mich vorrangig Nostalgie.
Auch wenn mich schon die Intromusik der Fortsetzung Das Kanu des Manitu in Erinnerungen schwelgen lässt, täuscht das nicht darüber hinweg, dass ich auch hier nicht wirklich lachen muss. Der Film entlockt mir kleine Schmunzler und hier und da ein erfreutes Schnauben - mehr aber auch nicht.
An dem Humor und den Figuren hat sich kaum etwas verändert. Das ist für den Nostalgie-Faktor natürlich einerseits gut, aber andererseits wünsche ich mir trotzdem ein paar frische Ideen. Zum Beispiel, dass einzelne Charaktere wie Ranger oder Dimitri auch noch auf eine andere Art und Weise lustig sein können, als der übliche Klamauk. Immerhin sind 24 Jahre vergangen und sie sind älter geworden - genau wie das Publikum.
Einen Punkt muss ich aber unbedingt positiv hervorheben: Die Frauenrollen. Hier läuft niemand mehr im engen Korsett mit Nylon-Strümpfen herum und wirkt absolut naiv. Vor allem Mary (Jasmin Schwiers) weiß sich selbst zu helfen und rettet andauernd den Tag.
Ich muss hier jedoch anmerken, dass die Grundidee von Teil 1 auf einer Parodie der alten Winnetou-Filme beruht. Dort lagen Klischees an der Tagesordnung und dazu gehört nun einmal auch eine Frau in Nöten. Aber auch schön, dass man sich von dieser Darstellung in Kanu des Manitu entfernt hat.