2002 – Das Ende (und der Anfang) vom Krieg
Die 2002er-Ausgabe ist eine recht typische E3: Drei Tage im Mai, gut 60.000 Besucher, rund 400 Aussteller. Viele Spiele, wenig Spezielles, viel Spektakel, wenig Spektakuläres. Xbox, PS2 und Gamecube sind im Markt eingeführt, nun müssen Sony, Nintendo und Microsoft bei der Software nachlegen – das tun sie auch, allerdings frei von den atemberaubenden Höhepunkten, die in den vorhergehenden Jahren die Fanboys zum Quietschen brachten (bis auf die Nintendo-Fans natürlich, die feiern traditionell jede Konzernentscheidung frenetisch).
Sony entscheidet den Konsolenkrieg in der Pressekonferenz ohnehin ganz selbstbewusst schon für sich, Microsoft überspielt das Schwächeln bei der Software mit der Ankündigung des Online-Dienstes Xbox Live. Nintendo kann zwar mit Zelda, Metroid und Mario ein beeindruckendes First-Party-Lineup anbieten, die Dritthersteller aber demonstrierten erkennbar ihre Unlust an der würfelförmigen Konsole.
Und dann war da noch 9/11: Die Terroranschläge auf das World Trade Center im Jahr zuvor hinterlassen auch auf der E3 ihre Spuren. Zum ersten Mal werden am Eingang der Messe Taschen kontrolliert, außerdem marschierten US-Soldaten vor dem Haupteingang auf. Die allerdings sollen mit ihren zwei Panzerfahrzeugen nicht die Messe schützen, sondern machen Werbung für den steuerfinanzierten Ego-Shooter America’s Army, der in der Haupthalle groß präsentiert wird.
Das Spiel der Messe aber ist – egal ob für PC- oder Konsolenspieler – Doom 3: Vor dem kleinen Messetheater, in dem das neue id-Werk präsentiert wird, bilden sich die längsten Schlangen der E3-Geschichte. An Blizzards neuestes Produkt kommt der geneigte Besucher besser ran: World of Warcraft stößt auf gute Resonanz, ist aber doch nur ein weiterer Vertreter der sich auftürmenden MMO-Welle.
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