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Fazit: Serienkritik: Staffel 4 von The Witcher ist ein neuer Tiefpunkt für die Netflix-Show

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Fazit der Redaktion

Sören Diedrich

Ey jo, ich bin's nochma, euer Netflix-Diddi. Also ich bin so überhaupt nicht mehr gehooked wegen The Witcher, ne?! Ich brauch Staffel fünf halt echt nicht mehr jetzt, fuck ey!

Sorry, die Staffel wirkt noch bei mir nach. Mein Fazit könnt ihr angesichts der Review erahnen: Ich finde es traurig, was nach der verheißungsvollen (wenn auch strukturell chaotischen) ersten Staffel mit Netflix' einstigem Vorzeigeprojekt passiert ist. Statt ein neues Game of Thrones zu kreieren, müssen Witcher-Fans fassungslos dabei zusehen, wie die tolle Vorlage zur Seifenoper verkommt.

Natürlich werde ich mir Staffel 5 auch noch anschauen, schließlich habe ich die Serie seit Staffel 1 redaktionell begleitet und ich möchte euch noch eine abschließende Kritik bieten. Aber danach bin ich froh, wenn es vorüber ist. Die Zukunft von The Witcher sieht dank eines neuen Buches sowie The Witcher 4 von CD Projekt Red rosig aus, auch ohne die Netflix-Serie.

Gleich kommt noch meine Kollegin Franzi zu Wort. Auf ihre Meinung zu Staffel 4 war ich deshalb so gespannt, weil sie die vorherigen Staffeln nur am Rande mitverfolgt hat und deshalb mit einem etwas unvoreingenommeneren Blick an die Sache herangegangen ist. Aber auch ihr Fazit … ach, lest einfach selbst!

Fazit der Redaktion

Franziska Hammerschmidt

Eigentlich gehöre ich zu den Fans, die nach dem Ausstieg von Henry Cavill aus voller Überzeugung gesagt haben: »Ohne Henry, ohne mich!« Tja, und jetzt bin ich hier. Dabei muss ich zugeben, dass der neue Geralt seine Sache wirklich gut macht.

Man merkt, dass sich Liam Hemsworth bei seinem Vorgänger viele kleine, aber bedeutende Kniffe abgeguckt hat. Seine Stimme ist zum Beispiel etwas tiefer als normalerweise, und er grunzt immer mal wieder ein legendäres »Hmm« am Ende einer Konversation. Der Schauspielerwechsel fällt dadurch nicht so stark auf, wie ich es zuvor gedacht hätte. Eins muss man Liam außerdem lassen: Seine Kampfszenen sehen deutlich agiler und schneller aus als die von Henry.

Eine Figur muss ich aber unbedingt noch positiv hervorheben: Cahir (Eamon Farren). Irgendwie ist es komplett an mir vorbeigegangen, dass er weiterhin eine Rolle spielt - aber zum Glück tut er das! Seine Charakterentwicklung ist für mich ein großes Highlight in Staffel 4 - und seine liebevolle, schon fast beschützerische Beziehung zu Milva.

Aber wie mein lieber Kollege Sören schon detailliert erklärt hat: Staffel 4 hat große Schwächen. Bis jetzt bin ich immer noch nicht darüber hinweggekommen, dass mich die Dialoge durch ihre Wortwahl teilweise komplett aus der Immersion rauskicken. Als Jaskier auf eine Frage mit »Yes, Bitch« antwortet, leite ich mit einem »Facepalm« eine fünfminütige Pause ein. Puh, das war hart!

Einzelne Szenen wirken stellenweise so in die Handlung gestopft, dass sich die zeitlichen Zusammenhänge nicht erschließen lassen. Das sorgt bei jemandem wie mir, die die Bücher nicht gelesen hat, natürlich für Verwirrung. Unterm Strich ist Staffel 4 von The Witcher vieles, aber keine zufriedenstellende Serie.

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