The Witcher 3 verkauft sich auf dem PC besser als auf allen Konsolen zusammen

Wer glaubt, dass sich Witcher 3 fünf Jahre nach Release schlecht verkauft, wird überrascht sein. Das Rollenspiel ist beliebt wie eh und je.

von Mathias Dietrich,
09.04.2020 09:20 Uhr

Toss a coin to your Witcher. Toss a coin to your Witcher.

The Witcher 3 erschien ursprünglich 2015 und konnte im Jahr seiner Veröffentlichung beinahe zehn Millionen Einheiten absetzen. Ein Erfolg, der bis heute nicht abgerissen ist. Obwohl seit dem Addon Blood and Wine von 2016 keine neuen Inhaltsupdates mehr erschienen, verkaufte sich das Rollenspiel um den Hexer Geralt von Riva 2019 so gut wie seit dem dem Release nicht mehr.

Laut den Statistiken des Entwicklers CD Projekt Red ging das Spiel letztes Jahr auf allen Plattformen zusammen ungefähr sieben Millionen Mal über die Ladentheke. 82 Prozent dieser Verkäufe erfolgten digital.

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Wieso kaufen noch so viele Leute Witcher 3?

Die Switch-Version ist nicht der Grund. Zwar erschien das Rollenspiel im Jahr 2019 erstmals für Nintendos Konsole, die Version macht mit geschätzten 800.000 Absätzen jedoch gerademal 11 Prozent aller Verkäufe aus.

Der PC zieht die Marke: Das stärkste Zugpferd für den Hexer ist der PC. 2016 setzte der sich erstmals gegen die Playstation 4 durch, auf der das Spiel bis dahin am beliebtesten war. 2017 knackte er dann die Marke von 50 Prozent und kann diesen Status seitdem verteidigen.

Dafür dürften vor allem Sales sorgen. Selbst wenn der Hexer sich seine Dienste im Spiel selbst üppig bezahlen lässt, gibt es auf das Spiel häufig hohe Rabatte. Entsprechend werden immer noch Millionen von Exemplaren abgesetzt. Der eingespielte Umsatz für CD Projekt Red dürfte jedoch geringer ausfallen als kurz nach der Veröffentlichung.

Diese Übersicht zeigt die verkauften Exemplare von Witcher 3 im Laufe der Jahre an. Diese Übersicht zeigt die verkauften Exemplare von Witcher 3 im Laufe der Jahre an.

Witcher ist eine starke Marke

Netflix sorgt für neuen Hype: 2019 an sich war wieder ein starkes Jahr für die Witcher-Marke. Gerade die Netflix-Serie mit Henry Cavill konnte viel zu deren Erfolg beitragen und sorgte zusammen mit der Switch-Version um einen Verkaufsanstieg von ganzen 554 Prozent. Die Macher ziehen daraus ihre Bilanz und kündigen nicht nur eine zweite Staffel an, sondern direkt dazu noch einen Anime.

Neuer Meilenstein bei Steam: Auf Steam hat Witcher 3 zudem die wichtige Marke von 50 Millionen US-Dollar Umsatz überschritten. Das bedeutet für den Entwickler CD Projekt Red, dass er für jeden weiteren Verkauf des Spiels auf Valves Distributionsplattform weniger Gebühren zahlen muss und somit ganze 80 Prozent des Umsatzes erhält.

2020 legte einen guten Start hin: Der Erfolg endete mit dem Ende von 2019 nicht schlagartig. Im Januar dieses Jahres legte der Hexer direkt einen neuen Erfolg hin und verzeichnete erstmals mehr als 100.000 Spieler zur gleichen Zeit.

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Wie geht es mit dem Hexer weiter?

Ein weiteres Spiel im Hexer-Universum wurde bereits bestätigt. Viele Details gibt es derzeit allerdings nicht. Bisher ist nur bekannt, dass es weder »The Witcher 4« heißen, noch sich um Geralt drehen wird. Ganz zur Freude von Dimi, der den Weißen Wolf am liebsten im Ruhestand sieht.

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Bis das nächste Witcher-Spiel erscheint wird es jedoch noch ein Weilchen dauern. Derzeit arbeitet nur ein sehr kleines Team daran und die sind eher noch mit den Vorbereitungen beschäftigt, als der eigentlichen Arbeit. Erst nach der Veröffentlichung von Cyberpunk 2077 will CDPR dem neuen Projekt mehr Zeit und Ressourcen widmen.

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