Troy: Wieso es in einem historischen Total War plötzlich Monster geben muss

Ein halbes Jahr nach der Ankündigung gibt es endlich neue Infos zu Troy: A Total War Saga. Game Director Maya Georgieva erklärt, was es mit den "Monstern" genau auf sich hat.

von Fabiano Uslenghi,
28.05.2020 12:43 Uhr

Der Minotaurus in Troy: A Total War Saga ist kein echtes Monster - aber warum nicht? Der Minotaurus in Troy: A Total War Saga ist kein echtes Monster - aber warum nicht?

Aufgrund der langen Funkstille hätte man es fast vergessen können: Aber noch 2020 soll ein neues Total War erscheinen. Genauer gesagt ein neuer Saga-Ableger namens Troy. Dahinter steckt ein etwas zentrierteres Total War, das sich vollkommen auf das Bronze-Zeitalter im Antiken Griechenland konzentriert und damit den historischen Konflikt rund um die sagenumwobene Stadt Troja behandelt.

In einem umfassenden Blogeintrag hat hat die Game Direktorin Maya Georgieva nun neue Infos zu dem mythologischen Hintergrund von Troja bekannt gegeben und ist dabei sowohl auf Helden als auch auf die Monster eingegangen. Die Monster stechen deshalb heraus, da Troy eigentlich keine Fantasy-Version von Total War wie bei Warhammer wird.

Erstes Gameplay aus Troy: A Total War Saga zeigt die Strategie-Karte 1:55 Erstes Gameplay aus Troy: A Total War Saga zeigt die Strategie-Karte

Was suchen Monster in einem historischen Total War?

Creative Assembly wählt für Troy einen Ansatz, den sie "Die Wahrheit hinter dem Mythos" nennen. Sie wollen also eine realistische, oder besser gesagt nachvollziehbare Version einer Epoche zeigen, über die wir eigentlich hauptsächlich Legenden kennen. Das ist auch der Grund, wieso Troy: A Total War Saga nicht auf Monster verzichten will, wie Georgieva erklärt:

"Wir können nicht ernsthaft die griechische Mythologie behandeln, ohne ein paar Fan-Lieblinge zu beachten. Und was noch wichtiger ist, dadurch vergrößern wir die Varianz an möglichen Einheiten-Typen und Gameplay-Möglichkeiten in einer Schlacht, die es ansonsten in einem reinem Bronzezeit-Setting nicht geben würde. Die Aufnahme von 'mythischen' Einheiten in Troy wird also durch Authentizität und noch mehr durch Gameplay-Notwendigkeit gerechtfertigt. "

Allerdings wollen die Entwickler die Monster-Einheiten den Spielern nicht aufzwingen. Die Kreaturen werden nicht einfach rekrutiert, sondern können an bestimmten Stellen auf der Karte gefunden werden. Wer keine Monster in seiner Armee will, kann sie also laut Entwickler auch einfach ignorieren.

Welche Monster stehen zur Verfügung?

Da Troy trotz des mythologischen Fundaments historisch nachvollziehbar wirken soll, ist keines der Monster wirklich ein Monster. Es handelt sich um außergewöhnliche Menschen, die über besondere Fähigkeiten verfügen und nur aufgrund ihrer Tracht an eine Kreatur aus der Mythologie erinnern. Bislang sind vier dieser Spezialeinheiten bekannt:

Der Minotauros Eigentlich ein Mischwesen aus Mensch und Stier, doch in Troy ist der Minotaurus ein Banditenanführer. In seiner Gestalt immer noch ein Hüne, der aber einen Stierkopf als Kapuze trägt. Diese Einheit kann an verschiedenen Orten gefunden werden, besonders aber auf Kreta.

Der Zyklop Giganten, die nur ein einziges Auge besitzen und als große Baumeister galten. Der Zyklop ist eine interessante Figur, dessen Existenz auch auf die Funde der Schädel von Zwergelefenanten zurückzuführen ist. In Troy trägt der Hüne diesen Schädel daher als Helm und kann auf Inseln gefunden werden.

Der Zentaur Unten Pferd, oben Mensch. Bei diesen Monstern handelt es sich in Troy um wilde Reiter, die eins mit ihrem Schlachtross werden. Sie fungieren als Kavallerie, die es historisch betrachtet in der Bronzeit an sich kaum gab. Finden kann man sie in Gebirgen und nahe Rhodos.

Der Riese Riesen galten selbst in Homers Odyssey schon nicht wirklich als Monster, sondern waren eben hochgewachsene Menschen. In Troy sind sie das ebenfalls und haben ihren größten Nutzen bei Belagerungen. Die Riesen können überall auf der Karte gefunden werden.

Neben den Monstern sollen in Troy auch noch weitere mythologische Besonderheiten auftauchen. Allen voran die berühmten Heroen, die auch als Fraktionsanführer fungieren. Bekannt sind bislang Achill und Hektor, doch sehr wahrscheinlich wird auch Odysseus einen Auftritt haben. Das Wirken der Götter soll ebenfalls abgebildet werden, allerdings nicht in Form von gewaltigen Schlachtfeld-Zaubern wie bei Warhammer.

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