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Seite 2: Warhammer: Chaosbane im Test - Gnadenlose Content-Streckung

Brachiale Bosse

Am Ende jedes Kapitels wartet ein riesiger Boss. Im ersten Akt, beispielsweise, empfängt uns ein riesiger, schleimiger Koloss mit entblößten Eingeweiden, die fröhlich pulsiert und zuckt. Dieser Oberfiesling traktiert uns mit einem riesigen Schwert und kotzt regelmäßig die komplette Arena voll. Da reicht es auch nicht aus, einfach nur draufzuhauen. Es kommt auf die richtige Positionierung an, um besonders tödliche Attacken zu überleben, manchmal müssen Elemente im Bossraum zerstört oder lästige Helfer beseitigt werden.

Die Bosskämpfe sind ein echtes Highlight im Spiel - schade, dass es nur vier Stück davon gibt. Da macht auch der optionale Bossrush-Modus, in dem man gezielt die Endgegner bekämpft, nicht sehr lange Spaß. Außerdem gibt's am Ende jedes Kapitels den Expeditions-Modus, wo wir uns zurück in Gegenden wie die Kanalisation, den Wald oder die Straßen von Praag begeben können, um noch mehr Zeit mit den immergleichen Versatzstücken zu verbringen.

Bei der Sammlergilde gibt’s nach der Kampagne extra schwierige Reliquienkarten mit der Chance auf Setgegenstände. Bei der Sammlergilde gibt’s nach der Kampagne extra schwierige Reliquienkarten mit der Chance auf Setgegenstände.

Nach Beenden der Story steht noch die sogenannte Reliquienjagd zur Verfügung, wo wir ebenfalls dieselben ausgelutschten Umgebungen in Angriff nehmen. Dort können wir aber den Schwierigkeitsgrad über zufällige Modifikatoren anheben, wodurch wir beispielsweise Lebenspunkte verlieren, wenn wir stehenbleiben oder bei jedem Treffer Schaden an unserem Rüstungswert einstecken.

Zur Belohnung gibt es hier besonders mächtige Ausrüstung und die Chance auf Set-Gegenstände. Für unsere Waldelfe fallen beispielsweise Rüstungssets mit Boni für stärkere Fallen oder mächtigere Beschwörungen. Hätten wir jetzt noch Inhalte, die wir nicht schon zigmal gespielt haben, um die wirklich coolen Sets dort zu benutzen, wären wir happy. Ein Invasions-Modus wird uns ebenfalls angezeigt, der teilt uns beim Anklicken jedoch mit, dass er noch gar nicht existiert.

Viele Ausrüstungsgegenstände sehen einander sehr ähnlich. Wir looten für Werte, nicht fürs Aussehen. Viele Ausrüstungsgegenstände sehen einander sehr ähnlich. Wir looten für Werte, nicht fürs Aussehen.

Low Budget

Da sich die Inhalte pausenlos und viel zu schnell wiederholen, fällt der Wiederspielwert bei aller Liebe für die vier Figuren recht gering aus. Hinzu kommen Macken bei der Übersetzung des Spiels. Die grundsätzlich englische Sprachausgabe ist passabel, die Untertitel sind überwiegend fehlerfrei. Doch viele Beschreibungstexte sind nur halb oder überhaupt nicht übersetzt, die Beschreibung des Slayer-Talentbaums erschien in unserer Testfassung plötzlich in französischer Sprache.

In den Grafikoptionen gibt es Einstellungen für Auflösung, Fenstermodus, HUD-Grüße, V-Sync und Helligkeit, sowie zwei Schriftarten für die (deaktivierbaren) Schadenszahlen - mehr nicht. Überhaupt wirkt der Look des Spiels recht altbacken.

Einen bitteren Beigeschmack hinterlassen auch bestimmte Passivboni, die nur in den teureren Varianten des Spiels stecken, über die man beispielsweise mehr Gold, mehr Erfahrungspunkte oder bessere Beute erhält. Die Passivboni fallen nicht stark ins Gewicht. Trotzdem heißt das streng genommen: Wer mehr bezahlt, kommt schneller voran.

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