GameStars 2019

Wie sich Steam 2019 weiterentwickelt hat

Eine neue Bibliothek, Remote Play, Linux-Gaming und mehr. Wir zeigen rückblickend die größten Änderungen von Steam aus dem Jahr 2019.

von Mathias Dietrich,
20.12.2019 17:56 Uhr

Steam will seine Nutzer mit Innovationen bei sich halten. Steam will seine Nutzer mit Innovationen bei sich halten.

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende und da wagen wir doch mal einen Blick zurück. Ganz konkret schauen wir uns die letzten zwölf Monate auf Steam an. Denn in der Vergangenheit wurde Valves Vertriebsplattform häufig vorgeworfen, zu stagnieren.

Doch ist da etwas dran? Zum Jahresabschluss überprüfen wir, welche Änderungen Valve im Verlauf des Jahres vorgenommen hat und welche neuen Features eingeführt wurden.

Steam im Jahresrückblick

Die Patchnotes von Steam sind umfangreich. Zu großen Teilen finden sich darin Bugfixes, ab und an liefert Valve allerdings auch komplett neue Features und Innovationen. Hier haben wir die großen Neuerungen von 2019 aufgelistet:

  • Steam Link Anywhere: Schon seit 2018 könnt ihr das Bild eures PCs dank Steam auf ein anderes Gerät streamen. 2019 wurde das Feature um die Möglichkeit erweitert, auch online außerhalb eures Heimnetzwerkes zu streamen. So könnt ihr zum Beispiel unterwegs mit dem Smartphone euren PC zu Hause steuern und sogar Spiele spielen.
  • Proton: Valve arbeitet seit 2018 an einer Methode, mit der ihr alle Windows-Spiele problemlos auch unter Linux nutzen könnt. Diese Methode basiert auf Wine und nennt sich Proton. 2019 erhielt das Projekt 14 Updates. Laut der Fandatenbank ProtonDB laufen darüber bereits 6.502 Windows-Spiele unter Linux. Ideal, falls ihr auf das freie und offene Betriebssystem wechseln wollt.
  • Anti-Review-Bombing: Nicht nur Entwickler und Publisher stören sich an Review-Bombing, sondern auch manche Spieler. Valve führte deshalb ein System ein, bei dem sich entsprechende Reviews nicht mehr auf die Gesamtwertung eines Spiels auswirken.
  • Steam Labs: Steam hat ein so großes Angebot, dass interessante Titel gerne mal in der Masse untergehen. Mit Steam Labs hat Valve eine KI entwickelt, die euch bei der Empfehlung von Spielen behilflich sein soll.
  • Neue Bibliothek: Eure Spiele-Liste sieht seit 2019 komplett anders aus und bietet neue Sortierfunktionen. Zudem gibt es ein ebenso neues Event-System, das euch über Neuigkeiten zu euren Lieblingsspielen informiert.
  • Steam Remote Play: Steam Link erhielt mit Remote Play ein weiteres Feature. Dank dem könnt ihr Couch-Koop-Spiele mit euren Freunden per Streaming über das Internet spielen. Allerdings unterstützen das nicht alle Titel.
  • Rückkehr von EA und Origin: EA verkauft seine Spiele wieder auf Steam. Dafür wurde eine minimalistische Version von Origin integriert, die sich zusammen mit einem EA-Spiel über Steam startet. Bestimmte Titel sollen in Zukunft dank Steam gar komplett ohne Origin auskommen.

Entfernte Features

Valve erweiterte seine Plattform nicht nur um neue Features, sondern entfernte zudem einige alte. Im Verlauf des Jahres waren das die folgenden zwei:

  • Support für Windows XP und Vista eingestellt: Seit dem 1. Januar 2019 unterstützt Steam Windows XP und Windows Vista nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt verwendeten aber auch nur noch 1 Prozent der Steam-Nutzer diese alten Betriebssysteme.
  • Filme fliegen raus: Eine Zeit lang konntet ihr Filme und Serien über Steam kaufen. Das Feature wurde entfernt, weil es zu wenig Leute verwendeten. Wer bereits einen Film oder eine Serie über Valves Plattform erworben hat, kann die weiterhin bei Steam ansehen.

Bereits in den vorherigen Jahren werkelte Valve stets an Neuerungen für Steam. So zum Beispiel Family Sharing oder ein überarbeiteter Chat. Auch für die Zukunft lassen sich bereits Hinweise auf weitere Features wie zum Beispiel Cloud Streaming finden. Offiziell angekündigt hat der Betreiber bisher jedoch noch nichts.

Die Konkurrenz lauert: Seit einem Jahr versucht Epic mit dem EGS Valve und Steam Land abzugraben. Wir haben uns deshalb angesehen, welche neuen Wege Valve im Kampf mit dem Fortnite-Entwickler geht. In einer Reihe von Plus-Reports sehen wir uns die Vergangenheit der Plattform zudem noch genauer an und blicken zudem in die Zukunft.


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