WoW: Battle for Azeroth - Allianz hat nun erstmals Zugriff auf die Kriegsfront

Auch Allianz-Spieler dürfen endlich die Kriegsfronten von World of Warcraft: Battle for Azeroth spielen. Eine Woche lang dauert die Phase, bis die Horde wieder zum Angriff bläst.

von Stefan Köhler,
21.09.2018 14:59 Uhr

Die Allianz geht nun in die Offensive, endlich darf auch sie die erste Kriegsfront spielen.Die Allianz geht nun in die Offensive, endlich darf auch sie die erste Kriegsfront spielen.

Fast sechs Wochen nach Release dürfen nun auch Allianz-Spieler das letzte, große Feature von World of Warcraft: Battle for Azeroth endlich spielen: Die Kriegsfront rund um die Schlacht von Burg Stromgarde. Kriegsfronten sind die vor Release groß angekündigten Strategieschlachten für 20 Spieler, die Warcraft 3 nachempfunden sind.

Wegen der Mechanik der Kriegsfront durften Horde-Spieler sich zuerst in die Schlacht stürzen. Die Kämpfer der Allianz haben nach der Freischaltung der Kriegsfront nun 7 Tage Zugriff, bis die nächste Phase beginnt. Ein Limit gibt es nicht, ihr könnt euch in den 7 Tagen so oft ihr wollt für die in etwa 30 Minuten abgeschlossene Schlacht anmelden und Items als Belohnung erhalten.

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Warum erfolgt die Freischaltung spät nach Release?

Kein Release-Feature: Kriegsfronten kamen erst nach einigen Wochen und benötigen selbst dann noch Zeit zur Freischaltung.Kein Release-Feature: Kriegsfronten kamen erst nach einigen Wochen und benötigen selbst dann noch Zeit zur Freischaltung.

Kriegsfronten wurden zusammen mit dem ersten Raid Uldir und Mythic-Plus-Dungeons erst vier Wochen nach Release überhaupt eingeführt. Und selbst mit der Einführung ging es nicht sofort los: Dem Rollenspielaspekt geschuldet hielt die Allianz zur Einführung Burg Stromgarde und das umgebende Arathihochland, die Horde musste Kriegsressourcen für die Offensive sammeln. Nachdem die Hordespieler genug Materialien wie Gold und Handwerksmaterialien gesammelt hatten (der Fortschritt wurde über alle EU-Server hinweg gezählt), konnten sie endlich zum Angriff blasen und 7 Tage lang die Kriegsfront spielen.

Allianzspieler waren aber nicht zum Herumsitzen verdammt: Die Fraktion, die das Arathihochland hält, darf dort spezielle Quests abschließen und einen mächtigen Weltboss bezwingen. Nach Abschluss der Offensive wechselten Allianz und Horde die Rollen, die letzten Tage waren also Menschen, Nachtelfen und Co. damit beschäftigt, Ressourcen abzugeben, während die Horde questen durfte.

Wie funktioniert der Strategie-Aspekt?

Wir investieren Ressourcen in NPC-Truppen, Gebäude und Forschung wie in Warcraft 3.Wir investieren Ressourcen in NPC-Truppen, Gebäude und Forschung wie in Warcraft 3.

Kriegsfronten sind zwar geschlossene Instanzen für 20 Spieler, das Arathihochland sieht aber genau wie in der offenen Spielwelt aus. Einziger Unterschied sind die speziellen Spielmechaniken der Kriegsfront: Zu Beginn der Offensive nehmen Allianz-Spieler nach dem Absprung von einem Luftschiff die geschliffene Burg Stromgarde ein und erobern die Mine und das Holzfällerlager zurück. Dann beginnt der Wiederaufbau der Burg.

Weitere Eroberungspunkte wie der Kreis der Elemente und der Hof geben Zugriff auf Einheiten wie Priester und Ritter. Während einige Helden die Frontlinie verschieben, können sich andere Spieler am Sammeln der Ressourcen beteiligen und diese in NPC-Truppen, Forschungen und den Bau von Gebäuden investieren. Die Technologien sind dabei fast 1 zu 1 von der Menschen-Fraktion aus Warcraft 3 übernommen.

Haben die eigenen Belagerungswaffen das Tor der Horde-Basis zerstört, gibt es schließlich einen Bosskampf gegen den feindlichen Kommandanten. Die 20 Spieler stehen übrigens allesamt auf der eigenen Seite, die Feinde sind einzig NPC-Truppen. Eine PvP-Variante der Kriegsfronten gibt es nicht.

Die besten Belohnungen für Casual-Spieler und Twinks

Wer nicht gerade bei der weltweit besten Gilde Method mitraidet, wird noch keinen Itemlevel-Durchschnitt über 370 haben. Die Kriegsfronten lohnen sich zum Ausrüsten.Wer nicht gerade bei der weltweit besten Gilde Method mitraidet, wird noch keinen Itemlevel-Durchschnitt über 370 haben. Die Kriegsfronten lohnen sich zum Ausrüsten.

Für den Abschluss der Kriegsfront gibt es zwei Belohnungen: Eine einmalige Quest garantiert ein zufälliges Rüstungsteil auf Itemlevel 370, gleichwertig mit den besten Items aus Mythisch-Plus-Dungeons und Gegenständen aus dem Raid Uldir auf dem dritten von vier Schwierigkeitsgraden, heroisch. Darauf will sicherlich niemand verzichten.

Außerdem kann der Endboss der Kriegsfront genau wie andere Bosse in Dungeons ein Item fallenlassen, das ist aber zufällig und eben, wie bei anderen Dungeonbossen, nicht garantiert. Diese Gegenstände haben den Itemlevel 340, gleichwertig mit Items aus dem Casual-Raid-Schwierigkeitsgrad »Look for Raid« und den schwächsten Items der Mythischen-Dungeons. Zieht man Zeit- und Leistungsaufwand in Betracht, ist die Kriegsfront für die 7 Tage, die sie aktiv ist, der einfachste Weg zum Sammeln von Ausrüstung. Zumindest so lange, wie ihr noch 340er-Items für euren Charakter benötigt.

Der Spaß hat jedoch seinen Preis: Zur Teilnahme an der Kriegsfront benötigt euer Charakter wie bei »Looking for Raid« zwingend eine durchschnittliche Gegenstandsstufe von 320, mit weniger ist die Anmeldung nicht möglich. Frisch auf die Maximalstufe gebrachte Twinks lassen sich also nicht sofort mit niedrigstufiger Raidausrüstung ausstatten. Die Minimalanforderung wurde erst am Ende der Horde-Kriegsfront eingeführt und betrifft damit vor allem die jetzt spielenden Allianz-Spieler. Und ja, das sorgte natürlich auf Reddit und Co. für einen Shitstorm bei der WoW-Community.

Die nächste Kriegsfront kommt mit Patch 8.1

Die Nachtelfen haben genug von den Untoten, mit Patch 8.1 blasen sie zum Gegenangriff.Die Nachtelfen haben genug von den Untoten, mit Patch 8.1 blasen sie zum Gegenangriff.

Aktuell wechselt nur die Kriegsfront Stromgarde im Arathihochland alle paar Wochen hin und her, Warcraft-Spieler erleben also aktuell viel Leerlauf bei diesem Feature. Das wird sich Stück für Stück ändern, wenn mit weiteren Updates neue Kriegsfronten freigeschaltet werden.

Und die zweite Kriegsfront wurde bereits angekündigt: An der Dunkelküste sinnen die Nachtelfen auf Rache wegen der Verbrennung des Weltenbaums Teldrassil und der Zerstörung ihrer Heimat durch Horde-Kriegshäuptling Sylvanas. Hier dürfen Allianzspieler zuerst in die Offensive, während die Horde zunächst das Gebiet hält.

Dieser Kriegsschauplatz wird Nachtelfen gegen Untote antreten lassen und Spieler dürfen passende Gebäude, Einheiten und Forschungen erwarten. Damit sind dann alle Warcraft-3-Rassen in den Strategiespiel-Szenarien abgebildet. Was danach folgt, wurde offiziell noch nicht angekündigt.

Angekündigt: Alle Inhalte von Patch 8.1 "Tides of Vengeance" in der Übersicht

World of Warcraft: Battle for Azeroth - Render-Trailer »Alter Krieger«: 6 Minuten Grafikpracht mit Saurfang 6:21 World of Warcraft: Battle for Azeroth - Render-Trailer »Alter Krieger«: 6 Minuten Grafikpracht mit Saurfang


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