Bad Cheese ist eine Mischung aus psychologischem Horror und dem klassischen Animationsstil der 20er Jahre. Zwar hat das Spiel noch kein offizielles Release-Datum, jedoch konnte ich bereits die etwa zehn Minuten lange Demo testen und die hat ohne Zweifel einen bleibenden Eindruck hinterlassen - im besten Sinne!
Steam Next Fest: Die Demo von Bad Cheese ist Teil des ersten Steam Next Fests 2025, bei dem ihr bis zum 3. März kostenlose Demos zu über 2.000 kommenden Spielen austesten dürft. Weitere Infos dazu gibt es in unserer Übersicht.
Wichtiger Hinweis: In diesem Artikel werden sensible Themen wie Drogenmissbrauch und häusliche Gewalt thematisiert. Wenn ihr davon betroffen seid und Hilfe benötigt oder an weiteren Informationen interessiert seid, wendet euch bitte an Expertinnen und Experten wie dem Bundesministerium für Gesundheit oder dem Hilfetelefon für häusliche Gewalt.
Pillen sammeln für Goofy
Ihr steuert eine kleine Maus, die stark von Walt Disneys Steamboat Willy aka Micky Maus inspiriert wurde, und verbringt ein Wochenende mit eurem alten Herren. Das könnte eigentlich ganz schön sein, wenn eure Mutter nicht außer Haus wäre und euer Vater keinen ausgeprägten Hang zum Medikamentenmissbrauch aufweisen würde.
Letzterer erinnert an eine monströse Version von Goofy und ist durch den Drogenkonsum völlig verunstaltet. Da er allein nicht mehr in der Lage ist, seine Sucht zu stillen, bittet er euch, seine Pillen zu suchen. Schafft ihr das nicht zu seiner Zufriedenheit, mutiert er zum wahren Monster und fügt euch Gewalt zu.
Ein Stimmungswechsel, der peinlich berührt
In den ersten Momenten präsentiert sich Bad Cheese in einer derben Überzogenheit, die beinahe aus South Park stammen könnte. So findet sich im Wohnzimmer eine Blumenwiese des Pipi-Kacka-Humors, ihr macht regelmäßig Kartoffel-Chip-Pausen und im Nachtschrank befindet sich eine angebissene Wurst, die mich persönlich an Liane Cartmans Schwarzen Donner aus dem Stab der Wahrheit erinnert hat.
11:12
Wir spielen 10 Minuten lang »Bad Cheese« und sammeln Pillen für Horror-Goofy
Doch mit der Zeit nehmen die ernsten Themen immer mehr Raum ein - schneller, als ich es gemerkt habe. Und dann kam plötzlich der Moment, in dem das Böse ins Gesicht sprang, und ich mich geschämt habe, anfangs gelacht zu haben. Hier möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Falls ihr es selbst sehen wollt, könnt ihr es in dem kommentierten Gameplay-Video oben tun.
Ich habe mich im Vorfeld nicht groß mit dem Spiel auseinandergesetzt und war tatsächlich etwas überrascht, wie ernst es sich entwickelt hat - trotz der übertriebenen Darstellung. Ich dachte, Bad Cheese sei eines dieser Werke, die ausgelaufene Lizenzen alter Kindheitshelden nutzen, um auf Teufel komm raus zu schockieren - und so habe ich das Spiel dann auch gespielt.
Damit habe ich mich selbst (oder vielleicht war es auch das Spiel) aufs Korn genommen. Die Folge war, dass mir das Lachen im Halse stecken blieb.
Mach das aus!!!
Einiges an Bad Cheese ist nicht perfekt, doch nur über eines konnte ich nicht hinwegsehen. Während des Spiels werdet ihr von einem stilistischen Rauschen begleitet, das mich bereits unmittelbar nach dem Start zur Weißglut trieb.
Ich konnte die Intensität zwar herunterschrauben, jedoch nur gleichzeitig mit der ohnehin schon leiser geratenen Musik. Die verschwand damit fast vollständig und so auch ein essenzieller Teil der Atmosphäre eines Horrorspiels. Wirklich schade!
Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Ihr habt bis zum 3. März um 19 Uhr Zeit, um die Demo via Steam herunterzuladen und zu spielen.
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