CoD Warzone: Gleiche Engine trotz Cold War - was bedeutet das für's Gameplay?

Ein Entwickler hat bestätigt, dass das Battle Royale seine Engine nicht wechselt, auch wenn es ins neue Call of Duty integriert wird. Das wirft wichtige Fragen auf.

von Stephanie Schlottag,
02.11.2020 13:20 Uhr

CoD Warzone und Cold War werden im Dezember zusammengeführt. Vieles ist aber noch unklar. CoD Warzone und Cold War werden im Dezember zusammengeführt. Vieles ist aber noch unklar.

Call of Duty: Warzone behält seine Engine - auch wenn es im Dezember in Black Ops: Cold War integriert wird. Das bestätigte ein Entwickler in einem ResetEra-Forum. Das bedeutet, dass sich am Gameplay des Battle Royale nicht viel ändern wird. Obwohl es eigentlich keine überraschende Nachricht ist, wirft sie einige spannende Fragen auf.

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Was bedeutet das für Spieler?

Um welche Engines geht es? Warzone läuft auf der IW Engine 8.0, genauso wie Modern Warfare. Cold War setzt dagegen auf eine stark überarbeitete Version der Black-Ops-3-Engine. Beide unterscheiden sich nicht grundlegend und stammen aus dem gleichen Haus, nämlich von Infinity Ward und Treyarch. Trotzdem gibt es einige Unterschiede, die zum Beispiel bei Beleuchtung, Sounds und Physik ersichtlich werden.

Warum kein Engine-Wechsel? Der technische Aufwand, den ein Umzug auf eine neue Spiel-Engine mit sich bringt, würde sich aus Entwicklersicht kaum lohnen. Außerdem wäre eine holprige Übergangszeit mit neuen Bugs und Glitches zu erwarten. Und davon gibt es in Warzone leider jetzt schon mehr als genug.

Die Unterschiede von Warzone und Cold War

Warzone und Cold War unterscheiden sich deutlich, was das Spielgefühl angeht. Zum Beispiel in den folgenden Punkten:

  • Bewegung: Während ihr in Warzone deutlich das Gewicht eures Operators spürt und taktische Sprints einsetzt, wenn es mal schnell gehen muss, fühlt sich Cold War viel leichtfüßiger an. Und das gefällt nicht allen: Das Sliding, also das Rutschen über den Boden, sorgte in der Beta für viel Kritik, weil es laut manchen Spielern »unfair schnell« sei.
  • Waffenhandling: Auch hier waren in der Beta Unterschiede spürbar. Zum Beispiel könnt ihr in Cold War eure Waffen nicht mehr zum besseren Zielen auf Oberflächen aufmontieren. Im neuen CoD gibt es außerdem keinen nennenswerten Damage Flinch - also kein Verziehen der Waffe, wenn ihr Schaden nehmt.
  • Optik: Viele Spielern bevorzugen die Beleuchtung von MW und Warzone. Was in der Cold-War-Beta unter anderem für Frust sorgte, war der geringe Kontrast. Dadurch sind Gegner auf manchen Maps extrem schlecht zu sehen, weil sie quasi mit dem Hintergrund verschmelzen.

Cold War setzt absichtlich auf schnelleres, arcadiges Gameplay, während Warzone näher an der Realität bleiben will. An sich ist dieser Kontrast ja super - Spieler können selbst wählen, was ihnen besser gefällt. Doch wenn sich die beiden Spiele so stark unterscheiden, bleibt spannend, wie dann die Integration von Warzone genau in der Praxis erfolgen soll.

Was heißt das für die Zukunft von Warzone?

Die zentrale Frage lautet: Wie sollen die neuen Waffen, Attachments und Perks aus Cold War in Warzone integriert werden? Bisher gibt es darauf noch keine offizielle Antwort. Es ist lediglich bekannt, dass das Battle Royale im Dezember mit Cold War verknüpft wird und dass sich beide Spiele Waffen, Operators und Battle-Pass-Fortschritt teilen werden.

Warzone wird wichtige MW-Features wie das Aufmontieren und taktische Sprints beibehalten. Das könnte allerdings bedeuten, dass sich Cold-War-Spieler jedes Mal umstellen müssen, wenn sie vom normalen Multiplayer ins Battle Royale wechseln. Auch das bekannte Portal CharlieIntel stellt diese Vermutung auf:

Link zum Twitter-Inhalt

Eine weitere Frage, die ebenfalls immer wieder in Foren und sozialen Medien aufkommt: Wie soll das Cold-War-Setting ins moderne Warzone passen?

Steffi Schlottag
@ThePumpkini

Ich frage mich seit der Beta von Cold War, wie das eigentlich klappen soll mit der Vereinigung von Cold War und Warzone. Damit mich niemand falsch versteht: Ich finde klasse, dass das Battle Royale mit dem kommenden Call of Duty weiterläuft. Warzone fallen zu lassen, wäre ein riesiger Fehler.

Allerdings mache ich mir große Sorgen um das Balancing. Wie passen Waffen aus den 80er Jahren in das Verdansk von heute? Was, wenn es verschiedene Versionen der gleichen Knarre gibt, zum Beispiel bei der MP5? Können wir dann dazwischen wählen? Lassen sich neue Attachments auf MW-Waffen montieren? Was ist mit den Perks?

Eine mögliche Lösung: Laut hartnäckigen Gerüchten soll Warzone endlich eine neue Map bekommen. Es liegt nahe, dass die dann ein Cold-War-Setting beinhaltet. Wenn Spieler auf der neuen Karte mit Cold-War-Loadouts und auf der alten weiterhin mit Warzone-Ausrüstung unterwegs wären, könnten die Entwickler viele Balancing-Probleme umgehen. Allerdings wären die Modi dann strikt voneinander getrennt - das wäre auch wieder schade.

So viele Fragen sind noch offen, die Activision allmählich beantworten muss! Ich bin überrascht, wie lange sie sich damit Zeit lassen.

Inzwischen wissen wir schon sehr viel über Multiplayer, Kampagne und Zombies in Cold War. Nur was genau in Zukunft mit Warzone passiert, steht noch in den Sternen. Der Launch von Cold War steht am 13. November 2020 an.

Was denkt ihr darüber? Habt ihr Vermutungen, wie es mit dem Battle Royale weitergeht? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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