PC-Version: Wie steht es um Steuerung und Technik?
Die PC-Umsetzung von Monster Hunter World erntete zum Release Kritik. Schuld waren Matchmaking-Probleme, verwaschene Texturen, fehlende Ultrawide-Unterstützung und mehr. Die Verbindungsprobleme wurden mittlerweile behoben. Außerdem bietet Monster Hunter auf dem PC seit Januar 2019 die gewünschte 21:9-Unterstützung und ein kostenloses Paket mit HD-Texturen, das allerdings 45 GB an zusätzlichem Speicherplatz benötigt und an der Performance zehrt.
Seit der Veröffentlichung im August 2018 gab es zudem regelmäßige Patches mit Bug-Fixes, Verbesserungen und mehr, sowie Inhalts-Updates mit kostenlosen Monstern wie dem Raid-Boss Kulve Taroth oder Events wie der Witcher-Quest.
So überzeugt die PC-Version aktuell inhaltlich und technisch deutlich mehr, als es noch zum Release des Hauptspiels der Fall war. Auch die Maus- und Tastatur-Steuerung stieß auf wenig Gegenliebe, weil sie in ihrer Standardausführung im Vergleich zum Controller äußerst fummelig ausfiel und individuelle Anpassungen erforderte. Iceborne überarbeitet die PC-Steuerung aber noch einmal grundlegend und passt sie neuen Aktionen wie der Klammerklaue an. Die Maus- und Tastatur-Steuerung fühlt sich immer noch nicht so intuitiv wie die Controller-Variante an, lässt sich aber weiterhin vollumfänglich anpassen, indem ihr Tasten nach Belieben zuweist.
Insgesamt wurden wir von der neuen Standardsteuerung positiv überrascht: Die Klammerklaue können wir zum Beispiel nutzen, indem wir per mittlerer Maus die Schleuder auswählen und dann mit rechts zielen. Mit der linken Maus wird regulär angegriffen, während wir sonst per rechter Maus unseren stärkeren Angriff aktivieren und ihn mit beiden Maustasten ausführen oder wahlweise die seitliche Maustaste dazu nutzen.
Damit mussten wir für keinen unserer Angriffe auf die Tastatur zurückgreifen. Das gilt für die Doppelklingen, aber auch die Aktionen mit den anderen Waffen lassen sich im Trainingsbereich unter Anleitung ausprobieren und gegebenenfalls für den Feldeinsatz optimieren.
Einen Überblick zur PC-Technik und den exklusiven Features liefert auch dieser Trailer:
2:59
Monster Hunter World: Iceborne - Release-Datum & Features der PC-Version im Trailer
Was bietet das Endgame von Iceborne?
Nach der Kampagne ist noch längst nicht Schluss mit Iceborne. Ähnlich wie beim Hauptspiel geht es dann erst richtig los. Während ihr es in Monster Hunter World mit gehärteten Bestien und Mikro-Optimierung über Augmentierungen und Dekorationen zu tun bekamt, liefert das Addon sogar ein komplett neues separates Endgame-Gebiet.
Die Leitlande erreicht ihr erst nach Abschluss der Story. Sie verschmelzen die einzelnen Areale vom Uralten Wald bis hin zur Raureif-Weite zu einer Jagdzone, in der Kreaturen aus allen Gebieten auftreten können. Ihr begebt euch dort auf Expeditionen, um mehrere Monster zu jagen und einzigartige Materialen einzuheimsen, die es nur dort gibt. Das allein dürfte schon als Motivation reichen, wenn ihr der Loot-Sucht-Spirale des Monster-Grinds verfallen seid.
Die Leitlande sorgen darüber hinaus aber für frischen Wind, weil sie das bisherige Jagdprinzip ändern, bei dem ihr es in einer Quest meist nur ein paar Monster gegen die ablaufende Zeit zu tun bekommt. In den Leitlanden habt ihr hingegen kein Zeitlimit mehr und könnt deshalb beliebig oft in Ohnmacht fallen. Allerdings fliehen Gegner manchmal und schleudern euch auch noch stärkere Angriffe entgegen.
Behauptet ihr euch trotzdem, schaltet ihr mit der Zeit immer stärkere Monster für das Gebiet frei und dürft über Pheromone gezielt bestimmte Monster hervorlocken. Schreitet ihr weiter voran, spielt ihr sogar besondere neue Bestien wie den fiesen Gift-Feuer-Vogel Yian Garuga frei.
Für Abwechslung im Endgame ist also gesorgt. Zusätzlich existieren außerdem weiterhin hochrangige Quests, die ihr mit einem bestimmten Meisterrang freischaltet. Veteranen erhalten mit Iceborne also endlich den Anspruch und die Inhaltsvielfalt, die viele in der Release-Version von Monster Hunter World noch vermisst haben.
Neulinge sollten sich aber nicht von Schwierigkeit und Umfang des Gesamtpakets mit dem Hauptspiel schrecken lassen: Legt ihr erst jetzt mit Monster Hunter World los, helfen euch die neuen Verteidiger- und Wächterrüstungen, sowie die Verteidigerwaffen ohne Grind durch die Hauptkampagne zu kommen. Über das Helfer-System erhalten alte Hasen außerdem besondere Belohnungen, wenn sie euch bei frühen Quests unterstützen.
Anschließend dürft ihr ebenfalls in Iceborne und den Meisterrang starten - auch ohne hunderte Spielstunden auf dem Buckel. Damit bietet Monster Hunter World mit Iceborne endlich das runde Gesamtpaket, dass sich Anfänger und Profi-Jäger gewünscht haben.
Beschäftigungen für Zwischendurch
Man will nicht immer nur große Monster jagen und auf die Mütze kriegen. In Iceborne existieren auch haufenweise spaßige Beschäftigungen für zwischendurch. Ihr dürft zum Beispiel euer eigenes Zimmer einrichten und sogar Freunde darin einladen, mit der Kamera durch die Gebiete ziehen und euch mit Schnappschüssen eine goldene Nase verdienen oder euch mit dem Dampfwerk-Minispiel Items und Materialien spielerisch sichern.
Wollt ihr noch mehr Infos zu Monster Hunter World: Iceborne erfahren, empfehlen wir den Test der Konsolenversion, der die technischen PC-Details außer Acht lässt, sowie unsere Infos und Tipps zum Spielstart:
- Iceborne im Konsolen-Test: Ein (fast) perfektes Gesamtpaket
- Iceborne: Alle Änderungen der PC-Version im Überblick
- Fünf Einsteiger-Tipps für Iceborne, die ihr vor dem Start wissen solltet
- Tipps für Monster Hunter World, die euch perfekt auf Iceborne vorbereiten
- Warum Iceborne ideal ist, um in Monster Hunter World einzusteigen

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