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Fazit: Troy: A Total War Saga im Test: Wie wertvoll ist das Epic-Geschenk?

Fazit der Redaktion

Fabiano Uslenghi
@StillAdrony

Troy vollkommen fair einzuordnen fällt gar nicht so leicht. Das Spiel leistet sich ein paar Schnitzer, doch ich weiß zu schätzen, was die Entwickler hier versucht haben. Mythologie mit echter Geschichte zu vereinen ist einen Tanz auf einem Millimeter dicken Drahtseil und es war vorhersehbar, dass sie damit keinen Spieler so richtig zufriedenstellen würden. Meinen Respekt haben sich die Entwickler für den Versuch aber verdient. Außerdem gibt Troy zumindest auf der Kampagnen-Karte ein paar richtig gute Impulse.

Das Göttersystem funktioniert wunderbar, und die fünf Ressourcen bieten viel Potenzial. Allerdings fühlt es sich ein wenig so an, als habe man den Release letztendlich doch überstürzt. Die Balance des Wirtschaftssystem gerät mit jeder Runde immer weiter aus den Bahnen, und dass der Multiplayer erst Monate später folgt, klingt nach einem unternehmerischen Kompromiss. Letztlich ergeht es Troy ein wenig wie dem letzten Saga-Ableger Thrones of Britannia, glücklicherweise aber ohne dessen exorbitanten KI-Fehler. Wer Troy direkt am Release-Tag kostenlos abstauben will, der macht damit aber nichts falsch, sondern kann sicherlich ein paar Wochenenden im stimmungsvoll inszenierten Griechenland verbringen und den eigenen Helden-Mythos vorantreiben.

Maurice Weber
@Froody42

Eins meiner Lieblings-Kinderbücher war "Schwarze Schiffe vor Troja". Epische griechische Mythen, illustriert vom Herr-der-Ringe-Künstler Alan Lee - was will man mehr? Entsprechend liebe ich das Szenario von Troy - eigentlich. Ich sage eigentlich, weil Total War es für mich einfach völlig falsch umgesetzt hat. Was interessiert mich denn die "Wahrheit hinter dem Mythos?" Es ist doch gerade der Mythos, der mich begeistert! Und ein dicker Keulenschwinger mit Stiermaske als Minotaurus ist jetzt auch nicht unbedingt eine große Offenbarung oder tiefe historische Detektivarbeit. Er ist auch nur Interpretation des Stoffs, aber halt viel uncooler als der echte Mythos.

Und viel uncooler als die echte Fantasy eines Warhammer. Umgekehrt erreicht Troy aber auch nicht den Tiefgang eines Three Kingdoms, was etwa Diplomatie oder die "normalen" Truppentypen angeht. So setzt es sich auf eine Weise zwischen die Stühle, die niemanden wirklich begeistern dürfte: Nicht episch genug für Mythen- und Fantasy-Fans, aber für knallharte Historiker immer noch nicht realistisch und tief genug. Und spielmechanisch hätte mehr Mythos einige der größten Schwächen des Spiels beheben können. Wie viel mehr spielerische Vielfalt wäre auf dem Schlachtfeld möglich gewesen, wenn die Entwickler sich echte griechische Monster und göttliche Eingriffe getraut hätten!

Klar, vollends Ilias-getreu wär das auch nicht unbedingt gewesen, im trojanischen Krieg waren ja eigentlich gar nicht haufenweise Minotauren auf dem Schlachtfeld unterwegs wie in Age of Mythology. Aber zumindest "echte" Götterakte, die bestimmten die Handlung maßgebend mit! Unterm Strich ist Troy trotzdem kein schlechtes Strategiespiel. Ich mag sogar einige seiner experimentellen Ansätze. Das Ressourcensystem ist vielleicht schlecht ausbalanciert, aber der Gedanke von mehr als einer Währung ist klasse. Den können künftige Serienteile gerne mal weiterspinnen, so wie auch Three Kingdoms einige Ansätze aus dem letzten Saga-Teil Thrones of Britannia besser weitersponn. Und ganz grundlegend macht Total War einfach immer Spaß: Imperien aufbauen, Massenschlachten schlagen, das wird nie wirklich alt! Aber ich habe es in den letzten Jahren halt einfach mehrfach deutlich besser gespielt.

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