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Valorant im Experten-Test: Viel mehr als ein Counter-Strike-Klon

Nach League of Legends will sich Riot mit einem kompetitiven Shooter ein weiteres Standbein schaffen. Und rein in Sachen Qualität ist das herausragend gelungen. Das finden zumindest Petra und Valorant-Experte Angelo Bülow, besser bekannt als aSmoogl.

von Petra Schmitz,
09.07.2020 16:45 Uhr

Testvideo: Valorant ist zu gut, um es zu ignorieren PLUS 8:22 Testvideo: Valorant ist zu gut, um es zu ignorieren

Es gibt diese Test-Tage, an denen geht in Valorant gar nichts. Die eigenen Teams bestehen aus blinden und tauben Klappspaten, ich selbst bin auch als Einäugige nicht Königin, sondern im Regelfall immer nur der letzte Spieler der Mannschaft auf dem Feld - und werde bald von mindestens zwei Gegnern gleichzeitig aufs Korn genommen. In solchen Momenten frage ich mich, warum ich mit 46 überhaupt noch Multiplayer-Shooter spiele und nicht stattdessen lieber Bierdeckel oder Zierschwerter aus dem Hindukusch sammle. So gut wie Angelo (siehe Expertenkasten) werde ich in diesem Leben jedenfalls nicht mehr.

Und dann läuft plötzlich alles wie am Schnürchen. Zwei Leute täuschen bei A an, einer an B und die beiden restlichen Spieler gehen möglichst leise durch die Mitte, knipsen das gegnerische Team von hinten aus und müssen am Ende nicht mal mehr den Spike (also die Bombe) platzieren, weil die Runde schon gewonnen ist. Na gut, das ist ein Ideal, das selten bis nie in Valorant eintritt. Weil a) Gevatter Zufall etwas dagegen hat, weil man b) auch nicht immer trifft, dafür aber c) die andere Mannschaft, die selten so doof ist, wie man erhofft hat.

Petra Schmitz
Petra kann sich noch gut an ihre ersten Gehversuche in einer sehr frühen Version von Counter-Strike erinnern. Nach ein paar Matches hat sie sich mit einem Schulterzucken wieder abgewandt und weiter Team Fortress Classic gespielt. Um dann nur wenig später in CS regelrecht zu versumpfen. Aber seit ein paar Jahren ist sie ein bisschen raus aus dem kompetitiven Shootern und mag lieber so Dinger wie Doom: Eternal spielen. Für sich, allein, ohne andere. Mit Valorant hat sich das allerdings jüngst wieder geändert.

Unser Experte über sich
Angelo »aSmoogl« Bülow ist YouTuber und Streamer mit über 25-jähriger Gaming-Erfahrung, der sich in der Welt der Shootern aktuell am wohlsten fühlt. Egal ob es um Guides auf YouTube oder um reine Unterhaltung in einem der Livestreams geht: Die Herausforderung, sich in einem Spiel zu verbessern und dabei gemeinsam mit anderen Spaß zu haben, steht für ihn an oberster Stelle. Angelo hat Petra beim Test unterstützt und ihr den einen oder anderen Kniff gezeigt.

Ursprünglich hatten wir keinen Valorant-Test geplant. Denn das User-Interesse an einer ausführlichen Kaufberatung hält sich bei Free2Play-Titeln grundsätzlich in Grenzen, weil sie jeder einfach downloaden und ausprobieren kann. Noch dazu ändern sich gerade Online-Spiele so schnell, dass Test-Erkenntnisse nach wenigen Monaten wieder veraltet sein könnten. Statt zig Arbeitsstunden in einen Test zu stecken, erschien es uns sinnvoller, Valorant allgemein zu begleiten, etwa mit News zur Weiterentwicklung und Geschichten aus der Community.

Doch nachdem aus der Plus-Community - übrigens unseren treuesten Testlesern - mehrere Nachfragen kamen, haben wir beschlossen, Valorant dennoch einem GameStar-Urteil zu unterziehen. Natürlich nicht halbherzig oder von irgendwem: Für ihren 4.800 Wörter langen Test hat unsere Counter-Strike-Expertin Petra Schmitz nicht nur tagelang gespielt, sondern auch mit dem Valorant-Streamer Angelo »aSmoogl« Bülow zusammengearbeitet, um das Spiel so expertig zu beurteilen wie möglich. Weil sich dieser Aufwand auch rechnen muss, können wir den Test nur für unsere Unterstützer anbieten.

Mehr über die generellen Herausforderungen bei Tests erfahrt ihr in der Aufzeichnung der Fragestunde mit Heiko Klinge und Michael Graf.

Böh, das ist ja nur ein Counter-Strike-Klon!

So sieht ein erfolgreicher Rush auf C auf der Karte Haven aus. Angelos Team lässt den Gegnern kaum Luft und kann erfolgreich den Spike platzieren. So sieht ein erfolgreicher Rush auf C auf der Karte Haven aus. Angelos Team lässt den Gegnern kaum Luft und kann erfolgreich den Spike platzieren.

A, B? Ja! Auf der Map Haven sogar C! Den bösen Stimmen, die sagen, Valorant sei nur eine Kopie von Counter-Strike: Global Offensive mit Overwatch-Beigemenge, kann ich nicht widersprechen. Das eine Team muss einen Spike (Bombe) platzieren und zur Explosion bringen, das andere muss es verhindern.

Aber ist Valorant deswegen gleich schlecht? Kurzer Exkurs: Als Riot das Ding ankündigte, dachte ich wie die bösen Stimmen. Nun habe ich es intensiv gespielt - und es macht mir einen irren Spaß. Weil es eben nicht nur eine Kopie von Counter-Strike: Global Offensive mit Overwatch-Beigemenge ist. Dafür hat Valorant einfach zu viele eigene Feinheiten im Gepäck.

Am Anfang aufpassen

Ich habe in meinen Tagen mit Valorant bisher so ziemlich jedes Spektrum erleben dürfen. Von fulminanten Siegen (inklusive vieler Dreier- und Vierer-Abschüsse, sogar ein Ace habe ich auch aus Versehen mal hingelegt) bis hin zu Nerven zermürbenden Verlustserien war alles dabei. Ich hätte gerne ein festes Team, aber ich habe keine Zeit für ein festes Team. Was insofern doof ist, weil man in Valorant tatsächlich mit vier Freunden und Freundinnen ein Ranked Match bestreiten kann.

Ich könnte mir also vier echte Cracks wie Angelo an die Seite holen und mit denen dann Sieg um Sieg einfahren? Das nun wieder nicht, es dürfen lediglich sechs Ränge zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern liegen. Sechs klingt nach unglaublich viel, ist aber in Valorant eine überschaubare Spanne. Zwar gibt es »nur« acht Hauptdivisionen, von denen sind aber alle bis auf »Radiant« (der höchste Rang) in drei Unterstufen aufgeteilt. Und an denen errechnet sich, wer mit wem zusammenspielen darf.

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