Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 2: Watch Dogs 2 im Test - Auf dem PC hackt sich's am besten

Big Brother is Watching

Narrenfreiheit brauchen wir aber auch nicht - feindlich gesinnt sind unsere Gegner nur in Sperrgebieten, in der Stadt selbst lassen uns die privaten Sicherheitsleute von ctOS oder Gangsterbanden in Ruhe. Ähnlich ergeht es uns mit der Polizei, solange niemand dort anruft und ein Verbrechen meldet oder sie uns direkt beobachtet, können wir so viel Verwüstung anrichten, wie wir wollen. Immerhin bleibt sie aber hartnäckig an uns dran, wenn sie uns mal auf dem Schirm hat, Verfolgungsjagden sorgen also durchaus für Nervenkitzel und das Entkommen ist nicht einfach.

Aber wir können es uns einfacher machen, indem wir hacken: Wie im Vorgänger haben wir die Möglichkeit, das Verkehrsnetz zu manipulieren und unsere Verfolger über Ampeln, gesprengte Gullideckel oder sogar über gekaperte Fahrzeuge in Unfälle zu verwickeln. Das macht auch im zweiten Teil großen Spaß, ist aber gar nicht so einfach, da wir sämtliche Hacks über die mittlere Maustaste ausführen - mehr als einmal kommt es also vor, dass wir statt der Ampel ein Auto oder einen Passanten erwischen und wir statt des rettenden Verkehrsstaus plötzlich nur 36 Dollar mehr auf dem Konto haben, weil wir aus Versehen über ein Handy das Online-Banking der Person angezapft haben.

Das Hacken kann in den Missionen ebenfalls schnell fummelig werden, ist aber eben auch unser großes Ass im Ärmel. Wer es geschickt anstellt, kann wieder ganze Gebäudekomplexe infiltrieren und den Auftrag ausführen, ohne einen Fuß hinein zu setzen. Das funktioniert wie im Vorgänger über das Sicherheitssystem. Wir hacken uns in die Kameras und gelangen so immer wieder an neue Blickwinkel über die wir die Telefone von Wachmännern, Stromverteiler oder Gasleitungen manipulieren können und wahlweise für Ablenkung, einen nicht tödlichen Schock oder gleich eine Explosion sorgen.

So arbeitet ein Hacker: Wachmann per Handyklingeln ablenken, dann schnell mit der Drohne in Richtung Lüftungsschacht vorbeihuschen. So arbeitet ein Hacker: Wachmann per Handyklingeln ablenken, dann schnell mit der Drohne in Richtung Lüftungsschacht vorbeihuschen.

Des Hackers bester Freund

Einfach blind drauf loszuhacken funktioniert allerdings nicht: Wir haben über unser Botnet nur einen begrenzten Vorrat an Energie und müssen Fallen genau timen, wenn wir nicht wollen, dass das gesamte Sicherheitspersonal durch einen bewusstlosen Agenten oder eine Sprengung alarmiert wird. Übertreiben dürfen wir es außerdem auch nicht - sonst hackt das ctOS frech zurück und sperrt uns für einige Zeit den Zugang zu allen Systemen.

Oft ist es also cleverer, lautlos wie ein Geist zum Ziel zu schleichen. Hier reichen die Kameras allerdings nicht immer, denn komplexe Hackvorgänge können nur per Hand ausgeführt werden - oder per Drohne. Um Marcus nicht zu gefährden, schicken wir deshalb unsere kleinen Helfer in die Gefahrenzone. Mit Jumper oder Quadrocopter können wir das Ziel am Boden oder in der Luft per Fernsteuerung erreichen und wichtige Daten stehlen oder auch Feinde ablenken und neue Zugangspunkte freischalten. Eher selten muss Marcus tatsächlich selber ran, um etwa Akten oder Festplatten zu stehlen - dann helfen weder Drohnen noch Kameras.

Während das Hacking anfangs nur einen Klick erfordert, kommen später regelrechte Rätselpassagen hinzu, in denen wir verschiedene Knotenpunkte miteinander verknüpfen müssen. Vor allem unter Zeitdruck oder wenn ein anderer Hacker gegen uns arbeitet, kann das durchaus knifflig werden. Generell ist die Hacking-Mechanik das Herz von Watch Dogs 2. Das Zusammenspiel der Möglichkeiten macht durchweg Spaß und bietet genug Freiheit, um herumzuprobieren. In einer Mission müssen wir beispielsweise einen Truck aus einem streng bewachten Gebiet stehlen und schaffen es allein über die einzelnen Hacking-Möglichkeiten, den Wagen bequem aus dem Sperrgebiet heraus zu uns auf die Straße zu bugsieren. In solchen Momenten fühlen wir uns tatsächlich wie ein genialer Hacker, den Realismus mal beiseite gelassen.

Watch Dogs 2 - Gameplay-Video: Ubis neues Open-World-Abenteuer angespielt 14:16 Watch Dogs 2 - Gameplay-Video: Ubis neues Open-World-Abenteuer angespielt

GTA 5 trifft Splinter Cell

Und dabei ist Hacken nur eine Möglichkeit von vielen: Es ist zwar keine gute Idee mit gezogener Waffe ein Sperrgebiet zu stürmen, aber auch nicht unmöglich, wenn wir schnell verhindern wollen, dass Verstärkung gerufen wird. Oder wir schleichen mit Marcus einfach von Gegner zu Gegner, lenken sie ab und schalten sie dann lautlos nacheinander aus. Oder spielen geschickt die einzelnen Fraktionen gegeneinander aus - hetzen also Gangster auf Gangster oder alarmieren heimlich die Polizei und sehen gemütlich zu, wie die Beamten unsere Arbeit erledigen.

Diese Freiheit hebt Watch Dogs 2 angenehm von anderen Open-World-Titeln ab, wir können es wie GTA 5 oder wie Splinter Cell spielen, trotz eigenem Fähigkeitenbaum für Schusswaffen wird das Schleichen aber klar bevorzugt, Hackernaturen haben es einfach leichter.

Wer also mit der Hacking-Mechanik überhaupt nichts anfangen kann und keinen Spaß an Stealth und den rätselartigen Hacking-Passagen hat, für den ist auch Ubisofts Open-World-Fortsetzung nichts. Denn trotz der GTA-ähnlichen Open-World-Anmutung bleibt der Titel grundsätzlich ein eher ruhiges Spiel, in dem man besonnen vorgehen sollte.

Während wir auf der PS4 oder Xbox One eine Mission allerdings meist neugestartet haben, sobald wir entdeckt wurden, lassen wir uns auf dem PC von ein paar Gegnern nicht von unserer Mission abbringen. Denn dank vorbildlich angepasster Maus- und Tastatursteuerung spielen sich die Schusswechsel samt Deckungsmechanik auf dem PC deutlich präziser und spaßiger als auf den Konsolen. In den Optionen dürfen wir zudem wirklich jedes Detail an unsere persönlichen Bedürfnisse anpassen – von der Stärke der Zielhilfe über die Maussensivität bis hin zu einem zuschaltbaren Tempomaten beim Autofahren. Selbstverständlich dürfen wir sämtliche Tasten auch frei belegen und das sogar separat für Laufen, Fahren und Drohnensteuerung.

Watch Dogs 2 - Launch-Trailer zum Hacker-Abenteuer in San Francisco 2:25 Watch Dogs 2 - Launch-Trailer zum Hacker-Abenteuer in San Francisco

2 von 6

nächste Seite


zu den Kommentaren (78)

Kommentare(78)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.