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Fazit: Assassin's Creed Valhalla im Test: Eine großartige Open World - und viele Enttäuschungen

Fazit der Redaktion


Dimitry Halley
@dimi_halley

Während des Tests von Assassin's Creed Valhalla habe ich ziemlich schlecht geschlafen. Denn wenn bei einem Spiel so viel im Argen liegt, suche ich den Fehler auch bei mir: Entgeht mir irgendein Reiz? Habe ich die Faszination der Story nicht gecheckt? Finde nur ich die Open World so langweilig? Übersehe ich das größere Ganze? Doch nachdem ich mit den Co-Testern Elena, Peter, Heiko und auch GamePro-Kollegin Rae die Köpfe zusammengesteckt habe, wurde schnell klar: Valhalla hat überhaupt kein größeres Ganzes. Und das ist das Problem.

Wo Origins und vor allem Odyssey noch eine klare Mission in Richtung Rollenspiel verfolgten (und damit auch aneckten), wirkt Valhalla wie ein halbherziger Rückschritt. Ja, es gibt jetzt wieder echte Action, tödliches Schleichen, keine RPG-Zahlenobsession. Ja, in seinen besten Momenten, beim Infiltrieren mittelalterlicher Burgen, im Schlachtgetümmel mit meiner Crew, hat Valhalla genau das, was ich in Assassin's Creed erleben will. Ebenso beim Aufdecken von Templer-Verschwörungen in London, beim Bestaunen dieser fantastischen Welt. In Valhalla steckt ein wirklich, wirklich gutes Spiel.

Doch statt voll auf diese Highlights zu setzen, vergräbt Ubisoft seine Stärken unter langweiligem Open-World-Allerlei. Fast kein Aspekt von Valhalla ragt heraus, stattdessen blubbern viel zu viele halbgare Zutaten in der Suppe: schwammiges Parkour, belanglose Bootsfahrten, banale World Events, hier und da mal eine nette Geschichte, nervtötendes Schlüsselsuchen. Und die Gegenwartsgeschichte ist schneller vorbei als ein Bäuerchen. Siedlungsbau, Wikinger-Editor, Pferdetraining, Romanzen - auf dem Papier hat Valhalla viel. Aber nichts davon spielt wirklich eine Rolle. Und so wird Valhalla zum ersten Assassin's Creed überhaupt, das selbst der Fan in mir nicht lieben kann.


Heiko Klinge
@HeikosKlinge

Ich bin wirklich ziemlich schmerzfrei, was Open Worlds angeht und hake selbst das tausendste Sammel-Icon noch hochmotiviert ab - vielleicht ist das die verborgene Buchhalterseele eines Ex-Bankkaufmanns. Aber in Valhalla habe selbst ich das Nebengedöns nach ein paar Spielstunden links liegen gelassen. Weniger weil ich's öde fand, das Viecherjagen oder Kräutersammeln in Red Dead Redemption 2 spielt sich auch nicht viel spannender. Sondern weil's mich jedes Mal so dermaßen aus der Atmosphäre haut, wenn über einem Dach ein Tattoo-Zettel schwebt, der plötzlich wie von Zauberhand losfliegt und von mir gejagt werden möchte. Was soll der Quatsch?

Es ist zum Haareraufen: Mit der Hälfte der Spielzeit, einer kompakteren Welt und einer stringenter erzählten Kampagne hätte Assassin's Creed Valhalla ein wirklich famoses Best-of aller bisherigen Serienteile werden können. Die Kämpfe machen Spaß, das Schleichen ergibt endlich wieder Sinn, das historische Szenario fasziniert wie selten zuvor. Aber all das kann ich viel zu selten wirklich genießen, weil ich viel zu oft mit Latschen, Zuhören oder dem aktiven Wegignorieren von Nebenquest-Blödsinn beschäftigt bin. All das ändert nichts daran, dass man mit Valhalla viel Spaß haben kann. Aber eben nur, wenn ihr bereit seid, ihm viel zu verzeihen.


Elena Schulz
@Ellie_Libelle

Ich habe bislang jedes Assassin's Creed der Hauptreihe mit Begeisterung gespielt - selbst ein Assassin's Creed 3 oder ein Unity. Bei jedem Ableger habe ich etwas gefunden, das mich persönlich über Schwächen hinwegtröstet. Bei Assassin's Creed Valhalla ist das schwierig. Dabei bringt das Open-World-Spiel einige Highlights mit: Schleichen, Infiltrieren und Kämpfen - alles top! Neue Fähigkeiten fühlen sich mächtig und lohnend an. Und die Open World ist so abwechslungsreich und atmosphärisch, dass ich mich stundenlang in ihr verlieren kann, ohne einer Aktivität nachzugehen.

Aber das Problem ist, dass ich darüber hinaus fast nichts tun will. Die Story fühlt sich belanglos an, Eivor ist als Held austauschbar im Vergleich zu Kassandra, Ezio oder Bayek, die allesamt eigene Motivationen und Ziele mitbrachten. Und die World Events mit ihren peinlichen Geschichten setzen dem die Krone auf. Furzende Schlangenfrau? Uff! Und optionale Kisten und Schlüssel ignoriere ich mittlerweile, nachdem ich Stunden laut fluchend um Ruinen herumgewatschelt bin.

Aber Valhalla ist trotzdem keine Katastrophe. Man muss, wie Heiko und Dimi schon sagen, nur viele Augen zudrücken. In seinen besten Momenten ist das Open-World-Spiel trotz alledem fantastisch, weshalb ich auch jetzt noch fleißig Ruinen erklettere, mit meinem Pferd durch die Wälder reite, während das Licht der Abendsonne durch die Blätter bricht, Festungen erobere, mit meiner Crew Klosteranlagen plündere und erstaunlich gerne durch meine Siedlung spaziere. Denn hier finden tatsächlich die Geschichten statt, die ich mir für die World Events gewünscht hätte, wenn Figuren sterben, heiraten oder Läden eröffnen, Feste gefeiert werden, gestritten wird, gelacht oder ein zahmer Wolf als Haustier adoptiert wird. Dann lebt die Welt wirklich, statt zu einer Kulisse für alberne Begegnungen zu verkommen.

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