Call of Duty: Warzone auch auf Steam? Wir fragen die Entwickler

Wer CoD: Warzone spielen will, braucht dafür das Battle.net. Könnte der Battle Royale aber eventuell auch auf Steam erscheinen?

von Fabiano Uslenghi,
12.03.2020 12:07 Uhr

CoD: Warzone gibt es wie das Hauptspiel nicht auf Steam. Aber könnte sich das ändern? CoD: Warzone gibt es wie das Hauptspiel nicht auf Steam. Aber könnte sich das ändern?

Call of Duty: Warzone ist nicht nur der neue Battle-Royale-Modus für Modern Warfare, sondern im Grunde ein eigenständiges Spiel. Der Titel funktioniert nämlich auch als weitestgehend unabhängiger Free2Play-Shooter. Wie Modern Warfare findet ihr Warzone derzeit aber nur im Battle.net.

Aber kostenlos und Crossplay schreit doch danach, dass Activision möglichst viele Spieler erreichen will. Warum also dann nicht auch andere PC-Launcher wie das immer noch sehr beliebte Steam nutzen?

Wie groß die Wahrscheinlichkeit dafür ist und weshalb CoD seit einigen Jahren auf Valves-Plattform nicht mehr stattfindet, wollen wir für euch in dieser Meldung klären und haben dafür bei Activision selbst einmal nachgefragt.

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Wie steht die Chance auf einen Steam-Release?

Allgemein sollten sich Spieler trotz allem nicht allzu große Hoffnungen darauf machen, dass Warzone in naher Zukunft bei Steam erscheint. Activision könnte über Steam zwar noch mehr Spieler erreichen, als die ohnehin schon extrem beeindruckenden 6 Millionern in den letzten 24 Stunden, hat aber natürlich auch großes Interesse daran, dass Spieler das hauseigene Battle.net installieren und nutzen. Epic veröffentlicht Fortnite trotz des möglichen Spielerzuwaches schließlich auch nicht auf Steam.

Wir haben trotzdem beim Publisher nachgefragt, der uns diese Einschätzung bestätigte:

"»Derzeit gibt es keine Pläne um Call of Duty: Warzone auf Steam zu veröffentlichen.« "

Call of Duty auf Steam

Wer aktuell auf Steam nach Call of Duty sucht, der wird durchaus fündig. Dabei handelt es sich aber ausnahmslos um ältere Teile der Serie. Seit dem Release von Black Ops 4 vor zwei Jahren werden Call-of-Duty-Spiele aber eigentlich nur noch über Blizzards Battle.net vertrieben.

Warum macht Activision Blizzard das?

Nicht nur Activision Blizzard, sondern auch Bethesda oder Electronic Arts versuchen sich immer mehr von Steam zu emanzipieren. Der Grund dafür ist einerseits, Spieler stärker an sich und den eigenen Store zu binden. Eine große Rolle spielt dabei aber natürlich auch der Verdienst. Immerhin müssen Publisher nach wie vor etwa 30 Prozent an Valve abgeben, wenn ein Spiel über deren Store verkauft wird. Dieses Geld sparen sie sich im eigenen Store.

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Was ist bei Warzone anders?

Warzone ist zwar ein Modus für Modern Warfare, kann aber auch kostenlos gespielt werden. Activision-Blizzard würde in diesem Fall also keine 30 Prozent durch einen erstmaligen Kauf an Valve abgeben, da jeder das Spiel einfach runterladen kann. Allerdings gibt es in Warzone wie bei anderen Free2Play-Spielen einen Ingame-Store, an dem Valve sicherlich auch mitverdienen würde.

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