Mörk Borg kommt heraus, wenn man die ganz alten Regelwerke von Dungeons&Dragons aufschlägt und dazu schwedischen Doom Metal anwirft. Das Pen&Paper-Rollenspiel ist gnadenlos, dunkel, hat richtig viel Stil und versammelt eine eingeschworene Fan-Community um sich.
Jetzt ist die Steam-Umsetzung Mörk Borg Heresy Supreme in den Early Access gestartet. Lohnt sich das nur für Fans oder ist es auch ein guter Einstieg?
Was ist Mörk Borg: Heresy Supreme?
Grimdark ist das Motto von Mörk Borg. Strahlende Helden oder glorreiche Taten gibt es in der Fantasy-Postapokalypse nicht, stattdessen streckt im Dungeon Crawler an jeder Ecke der Tod seine Hand nach euch aus – in vielerlei Gestalten. Eure Spielcharaktere haben Eigenarten und Schwächen, und ihr solltet euer Herz nicht zu sehr an sie hängen, denn sie beißen schneller ins Gras, als man »Vorsicht, Falltür« rufen kann.
Magie ist tückisch, jeder Zauber kann euch auch selbst schaden. Übermächtige Kreaturen lauern auf euch, und wer einmal zu Boden geht, kann nicht mal auf Rettungswürfe hoffen. Nur auf ein besseres nächstes Leben.
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Mörk Borg: Erst beim vierten Versuch gelingt es uns, in diesem knüppelharten Roguelike länger als 10 Minuten zu überleben
Genau das macht aber auch den Reiz von Mörk Borg aus: Sich einer gnadenlosen Welt zu stellen und ihr kleine Erfolge mit Schweiß, Blut, Glück und gerissenen Einfällen abzuringen, fühlt sich unheimlich belohnend an.
Am Grundprinzip hält auch die Steam-Version fest, mit ein paar wichtigen Unterschieden. Das simple Regelwerk bleibt quasi gleich, etwa auch der Charakterbogen:
Allerdings spielt ihr alleine, und natürlich sind in einem Videospiel weniger Aktionen und Freiheiten möglich als in einem klassischen Pen&Paper, in dem die Spielleitung auf all eure Ideen eingeht. Dafür bekommt ihr andererseits direkt einen passenden Metal-Soundtrack mitgeliefert. Am wichtigsten ist, dass ihr euch auf viel Versagen einstellt - das gehört hier zum Spielkonzept.
Was sagen die Reviews?
Mörk Borg ist Nische, von daher läuft es bei Steam wenig überraschend zum Release auch unter Geheimtipp. Knapp 50 Nutzer-Reviews stehen bisher dabei, davon fallen aber ansehnliche 77 Prozent positiv aus. Ein Fortschritt seit der Demo-Version, die unseren Redakteur Fabiano noch geärgert hatte.
Ganz besonders wird die handgezeichnete Grafik und die dunkel-böse Stimmung gelobt. Allerdings gibt es wohl technische Probleme auf dem Steam Deck (laut Entwickler soll es helfen, die Qualität auf 25 Prozent herunterzuregeln), und die Umsetzung der Regeln scheint nicht perfekt ausbalanciert zu sein, da im Videospiel mehr gekämpft wird als in der Vorlage.
Hoffnung auf Besserung besteht aber, denn für die nächsten sechs bis zwölf Monate wollen die Entwickler am Spiel schrauben, wie es die Community wünscht. Bisher stecken rund 40 Prozent der geplanten Inhalte im Spiel. Mit dem nächsten Update soll eine vierte Klasse erscheinen, welche genau, wird via Fan-Abstimmung entschieden.
Habt ihr Mörk Borg schon mal ausprobiert? In der GameStar-Redaktion haben sich schon ein paar Runden zusammengefunden, nachdem uns Mörk-Borg-Experte und Video-Redakteur Paul Aeils dafür begeistert hat. Steffi hat sich direkt mal einen Charakter mit einem einzigen Lebenspunkt erwürfelt – und mit ihm bis zum Ende des Abenteuers überlebt!
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