Die Story von New World kurz erklärt: Das erwartet euch auf Aeternum

Wie passen Bären aus Stein, übernatürliche Technologien und das 17. Jahrhundert in ein Dark Fantasy Setting? Wir erklären die Lore hinter dem Amazon-MMO New World.

von Géraldine Hohmann, Elena Schulz,
07.09.2021 11:59 Uhr

Die Lore von New World ist eine bunte Mischung aus vielen unterschiedlichen Einflüssen und Ideen. Die Lore von New World ist eine bunte Mischung aus vielen unterschiedlichen Einflüssen und Ideen.

New World wirft viele Themen in den Ring: Fantasy, Horror, Kolonialsetting. Marmor-Bären und Hirsche aus Baumwurzeln, eine gewaltige Macht und der Kampf zwischen Leben und Tod. Doch wie passt das alles zusammen? Wir schlüsseln die Story des Amazon-MMOs für euch auf.

Letztes Update: 7. September 2021
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Aeternum - Die Heimat von Gott und Teufel

Die Story von New World findet auf Aeternum statt, einer fiktiven Insel inmitten des Atlantiks. Hier existiert eine mächtige Ressource, die Azoth genannt wird. Sie gilt als Verkörperung Gottes und des Teufels zugleich und ist eine reine und gewaltige Macht, die alles verstärkt, mit dem sie in Kontakt kommt - egal ob gut oder böse. Azoth kann Dinge schöner und stärker machen, aber auch verdorbener und tödlicher.

Ihr seid einer von vielen Abenteurern, die von den Geschichten um das Mineral auf Aeternum gelockt werden und euch damit auch in große Gefahr begebt. Denn wie auch schon Spidey wusste: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Allerdings geht schon zu Beginn eurer Reise ziemlich viel schief: Euer Schiff kentert und ihr werdet mit nichts in der Hand an den Strand gespült. So startet die Beta, die wir schon vorab spielen konnten:

New World hat uns beim neusten Anspielen überrascht 13:19 New World hat uns beim neusten Anspielen überrascht

Das ewige Leben hat einen hohen Preis

Azoth gilt als Quell des ewigen Lebens. Einige Abenteurer konnten es bereits erlangen, mussten jedoch mit ihrer Seele zahlen und streifen nun als Untote durch die Lande von Aeternum - Gegner, die ihr bekämpfen müsst. Und sie sind nicht die einzigen, die euch an den Kragen wollen.

In seinem reinen Zustand ist Azoth ein blau leuchtendes Gestein. Wird es jedoch aus Gier oder anderen falschen Motiven benutzt, färbt es sich rot und verdirbt alles und jeden um sich herum. Im Norden des Landes haben sich Armeen aus Menschen geformt, die von der Verderbnis befallen wurden - sogenannte Corrupted. Sie rücken unaufhaltsam in den Süden vor - dorthin, wo ihr euch mit den anderen Entdeckern niedergelassen habt. Gerade im PvE spielt das eine wichtige Rolle, da ihre Invasionen das Koop-Pendant zu den Massenschlachten im PvP stellen.

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Im einen Moment eine romantische Märchenlandschaft, im anderen Tod und Verderben - New World scheint sehr verschiedene Stimmungen zu bieten.

Eine lebendige Insel... die uns hasst

Außerdem trachtet uns nicht weniger als die Insel Aeternum selbst nach dem Leben. Durch die Macht des Azoth kann die Natur Tiere und Monster aus Pflanzen, Stein und Erde formen. Diese sogenannten Angry Earth sind die Wächter der Insel und hinter jedem her, der ihr Gleichgewicht stört.

Lange bevor ihr auf die Insel kamt, lebte dort eine Zivilisation im Einklang mit der Natur. Das Ancient genannte Volk nutze Azoth für seine Technologien, die man noch immer in ihren zurückgelassenen Ruinen finden kann. Nur von den Ancient selbst fehlt jede Spur. Niemand weiß, wohin sie verschwunden sind und welche Rolle die Macht der Insel dabei gespielt hat. Davon, wie glaubhaft das alles ineinander greift, könnt ihr euch in der kommenden Open Beta selbst ein Bild machen:

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Wie passt das Kolonialsetting ins Bild?

New World ist in einer fiktiven Variante des 17. Jahrhunderts angesiedelt und erzählt die Geschichte vom Entdecken einer neuen Welt - daher auch der Titel. Ursprünglich war sogar ein historisches Kolonialsetting angedacht, doch davon wollen die Entwickler sich mittlerweile distanzieren. Der Game Director Scot Lane sagte in einem Interview mit Eurogamer, dass dieser Abschnitt der Geschichte zu problembehaftet sei:

"Der Kolonialismus: Es gibt keinen Weg, diese Geschichte positiv zu erzählen. Das sind wir nicht, das ist nicht Amerika. Wir haben keinerlei amerikanische Geschichte auf dieser Insel."

Lediglich von der Epoche und vom allgemeinen Entdeckergefühl ist New World stark inspiriert. Kommt das beim Erkunden der Open World auch wirklich auf? Im Podcast diskutieren wir unser Beta-Fazit und wägen ab, wo New World bis zum Release noch ein paar Schrauben festzurren muss:

Link zum Podcast-Inhalt

Wie erlebt ihr die Story von New World?

New World präsentiert euch seine Geschichten so, wie man es von anderen MMOs wie World of Warcraft gewohnt ist. Ihr bekommt neue Quests von NPCs, die euch dann auf Deutsch oder Englisch vertont das Drumherum erklären. So lernt ihr die Welt besser kennen. Manchmal findet ihr auch kleine Geschichten am Wegesrand, die mit weiteren Missionen verbunden sind. Viele der Quests nehmt ihr aber auch über ein Aufgabenbrett in Siedlungen an. Hier ummantelt das Ganze nur wenig Erzählung.

Euch erwarten auch keine umfangreichen Cinematics. Stattdessen setzt das MMO zum einen auf das Erforschen der Ruinen, das Lesen von Büchern oder Dokumenten und das Entdecken von Geheimnissen in der Welt. Ihr sollt euch so selbst einen Reim auf Lore und Figuren machen und immer mehr über die Vergangenheit und Gegenwart von Aeternum erfahren. Uns überzeugte das in der Beta noch nicht. Dafür bot New World viel Potenzial beim lockeren Questen.

Zum anderen ist das sogenannte Social Storytelling wichtig für New World. Das funktioniert so wie bei Eve: Online mit seinen großen Weltraumschlachten und setzt voraus, dass die Spieler miteinander interagieren und so ihre eigenen Geschichten schreiben. Die drei Fraktionen führen ganze Kriege um die Vorherrschaft auf der Insel und die Spieler kämpfen unter ihrem Mantel um den Sieg.

Ihr sollt im PvP nicht nur andere Spieler verkloppen, sondern sie auch beschatten, Intrigen spinnen und mehr, um eurer Fraktion neue Gebiete einzubringen - inklusive handfester Vorteile wie Steuereinnahmen oder günstigerer Schnellreise.

Schon in der Beta treten die Spieler gegeneinander an. Wollt ihr möglichst gut vorbereitet in den Konflikt starten oder einfach allein möglichst viel aus dem wenigen Spieltagen rausholen, helfen unsere Guides:


Unsere Guide-Autoren haben die Beta-Phase genutzt und euch hilfreiche Tipps für New World zusammengetragen. Bei GameStar Plus findet ihr einen umfangreichen Einsteiger-Guide und nützliche Tipps zum Crafting. Außerdem könnt ihr euch jetzt schon Inspiration für eure Builds holen.

Starter-Guide: Diese 9 Tipps erleichtern euch den Einstieg in Amazons MMO
Crafting: Alles, was ihr zu Berufen und der Herstellung von Waffen und Rüstung wissen müsst
Fernkampf-DD Build Guide: Der Feuer-Beil-Magier teilt im Fernkampf ordentlich aus
Heiler Build Guide: So bastelt ihr einen kampfstarken Medikus für die Levelphase

Noch mehr Guides und Tipps zu New World findet ihr in unserem Überblick.

Nimmt die Handlung später mehr Fahrt auf?

Wie uns Senior Narrative Design Lead Robert Chestney verraten hat, ist in der Beta erst die erste Hälfte der Hauptgeschichte spielbar. Die soll später noch komplexere Missionen bieten und die Verderbnis, den aufkommenden Sturm oder die Aufnahme der Spieler bei den Seelenwächtern noch stärker thematisieren - ihr erfahrt also noch mehr Details dazu, was ihr auf Aeternum abseits des Azoth überhaupt wollt, wer eure Freunde sind und wer eure Gegner.

Außerdem sollen manche Missionen sogar direkten Einfluss auf die Spielwelt nehmen. Charaktere ereilt ein tragisches Schicksal, andere verraten uns oder wechseln den Standort, weil die Open World sich verändert hat. Das verspricht zumindest mehr Spannung als in den ersten Spielstunden, wo die reichhaltige Lore noch nicht richtig zum Tragen kommt.

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