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Test-Update Wolcen: Warum wir an unserer Abwertung festhalten

Wenn die wilde Monsterhatz läuft, ist sie fantastisch. Doch durch gravierende technische Mängel verkommt das auch in der Release-Version zum Glücksspiel.

von Sascha Penzhorn,
17.02.2020 17:32 Uhr

Wir ändern unsere Test-Wertung für Wolcen nicht. Wir ändern unsere Test-Wertung für Wolcen nicht.

Achtung!

Ihr befindet euch hier im Nachtest zu Wolcen, der nur auf unsere Gründe für die Abwertung eingeht. Wollt ihr euch über das Spiel direkt informieren und mehr über Gameplay, Story oder Grafik erfahren, seid ihr bei unserem ursprünglichen Test richtig.

In unserem Test zu Wolcen freuen wir uns über das spaßige, rasante Gameplay, die flotten Kämpfe, die grandios präsentierte Story und die hervorragende Grafik. Jedoch wirkten sich zahlreiche Abstürze, gelöschte Lagertruhen, Aussetzer bei Bosskämpfen und in der KI und viele weitere Bugs und Probleme so drastisch auf den Spielspaß aus, dass wir von der sehr guten Wertung von 84 Zählern 15 Punkte wieder abgezogen haben. Dabei wird es vorerst auch bleiben.

Und das sagen wir, nachdem wir das Spiel nach Release erneut komplett durchgespielt haben.

Mehr zur komplizierten Test-Situation bei Wolcen erfahrt ihr im Kommentar von Chefredakteur Heiko Klinge:

Chefredaktions-Statement: Was lief schief beim Wolcen-Test?   293     49

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Chefredaktions-Statement: Was lief schief beim Wolcen-Test?

Kleinere Fixes

Beim Entwickler versprach man Besserung. Es habe ein Missverständnis gegeben, die von uns getestete Version war noch nicht fertig und eigentlich niemals zu Testzwecken geeignet. Tatsächlich beseitigt die Release-Fassung kleinere Probleme: Viele unsichtbare Barrieren, die in der Vorabversion noch ein Vorankommen verhinderten, sind nicht mehr vorhanden. Die Mob-KI funktionierte zum Spielstart besser, tanzte nicht mehr sinnlos auf der Stelle und wurde auch nicht mehr unverwundbar.

Ein Boss, der beim Test noch keine Animation hatte und in T-Pose durch die Gegend teleportierte, funktioniert jetzt so, wie er soll. Überhaupt gibt es ein paar neue Animationen - der Kampf mit zwei Dolchen sieht jetzt cooler aus als je zuvor und macht entsprechend mehr Spaß. Gar keine Frage: Wenn es so läuft, wie es soll, ist Wolcen ungeheuer spaßig.

Hier hat ein sehr kleines Team mit einem vergleichsweise mickrigen Kickstarter-Budget ein beeindruckendes Spiel auf die Beine gestellt, das am Wochenende eine Spitze von fast 130.000 Spielern gleichzeitig auf Steam lockte. Das ist Wahnsinn! In Wolcen steckt echtes Hitpotenzial. Leider stecken aber auch immer noch echt fiese Bugs im Spiel.

Über 127.500 Spieler stürzten sich vergangenen Sonntag auf Wolcen und versuchten, dort auf die Server zu gelangen Über 127.500 Spieler stürzten sich vergangenen Sonntag auf Wolcen und versuchten, dort auf die Server zu gelangen

Wertungen im Sturzflug

Auf Steam straft die Community das Spiel gnadenlos ab. Das liegt unter anderem an den Ausfällen der Server für den Online-Modus. Am Freitag gingen diese für einen Hotfix offline. Der kam mit Komplikationen, die Server gingen in den Wartungsmodus und waren erst volle zwei Tage später wieder erreichbar.

Damit ist Wolcen natürlich keine Ausnahme - selbst Diablo 3 hatte zum Launch massive Probleme und war, anders als Wolcen, auch nicht online spielbar. Nur kommt bei Wolcen das Problem hinzu, dass viele Spieler ihre Offline-Fortschritte überhaupt nicht speichern können. Habt ihr beispielsweise bestimmte Sonderzeichen oder einen Umlaut im Windows-Benutzernamen, legt das Spiel ganz einfach keine Speicherstände an.

Hinzu kommt, dass uns auch in der Release-Fassung mehrmals die Lagertruhe gelöscht wurde. Auch nach dem Hotfix, der das angeblich beheben sollte. Legendäre und einzigartige Gegenstände, Edelsteine - alles weg. Abstürze mit Fähigkeiten wie Parasite sind nicht mehr so regelmäßig wie beim ersten Test, existieren aber weiterhin. Bei uns, bei Steam-Usern und in unserer Foren-Community. Zudem existiert im Spiel ein Bug, über den man in ohne großen Aufwand beliebig viel Gold generieren kann - auch online. Viele Spieler fordern darum einen Server-Wipe, der aber gar nichts bringen würde, bis der entsprechende Exploit entfernt wird.

Das System für optische Anpassungen mit Skins und Farben rockt hart. Blöd nur, dass nach der Serverwartung viele gespeicherte Anpassungen verloren gingen. Das System für optische Anpassungen mit Skins und Farben rockt hart. Blöd nur, dass nach der Serverwartung viele gespeicherte Anpassungen verloren gingen.

Auf vielen System kommt es auch noch zu massiven Performance-Einbrüchen, beispielsweise direkt nach dem ersten Miniboss in Sandors Lager. Der finale Bosskampf lässt sich durch einen Bug oft nicht beenden und erfordert einen Neustart. Mit einem Bogen oder einer Pistole bewaffnet kann man keine Fledermäuse anvisieren. Die Liste lässt sich noch sehr lange fortsetzen. Grundsätzlich sind hier einfach noch einige Patches nötig, um zumindest die allerwichtigsten Probleme wie verschwundene Gegenstände, nicht gespeicherte Helden und unendliche Goldmengen, sowie Abstürze und Boss-Hänger zu beheben.

Wir behalten das Spiel im Auge, doch so lange solch schwerwiegende Probleme weiter existieren, bleibt es auch bei unserer Abwertung. Einen dritten Testversuch werden wir erst dann unternehmen, wenn abzusehen ist, dass die gröbsten Bugs beseitigt wurden und wir nicht mehr befürchten müssen, plötzlich den Inhalt unserer Lagertruhe zu verlieren. Wir tun ja wirklich alles für unsere Community, aber beim Loot hört der Spaß auf!

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