Das ist 2020 für Star Citizen geplant: Gefängnisse, Wolkenstadt & Squadron 42

Die Entwicklung von Star Citizen ist auf Kurs und konnte bereits 2019 eine Reihe von großen Änderungen vorzeigen. Wir erklären euch, wie es 2020 weitergeht.

von Mathias Dietrich,
08.01.2020 08:48 Uhr

2020 muss Star Citizen zeigen, was hinter seinen Ambitionen steckt. 2020 muss Star Citizen zeigen, was hinter seinen Ambitionen steckt.

Die Entwicklung von Star Citizen dauert mittlerweile acht Jahre an. Der CitizenCon 2949 nach zu urteilen, befindet sich der Titel jedoch auf einem guten Weg - inzwischen wurden für die Finanzierung von Star Citizen über 260 Millionen Dollar eingenommen. Den Anfang von 2020 nehmen wir als Anlass, um zu schauen, was die SciFi-Simulation dieses Jahr bieten will.

Entsprechend listen wir euch die vom Entwickler bestätigten Features auf und geben zudem einige Prognosen ab, wie es um die Zukunft des Spiels steht. Wer einen schnellen Überblick will, wird in unserem Video fündig:

Star Citizen - Mit diesen Features geht's 2020 und 2021 weiter 13:50 Star Citizen - Mit diesen Features geht's 2020 und 2021 weiter

Bereits bestätigt

Die Bestätigung eines Features seitens des Entwicklers Cloud Imperium Games (CIG) muss nicht heißen, dass die jeweiligen Elemente wirklich zum genannten Termin in das Spiel eingebaut werden. Bereits in der Vergangenheit gab es häufige Verschiebungen. Was das Studio plant, lässt sich dennoch aus der Roadmap entnehmen, die das Vorhaben von CIG bis zum 2. Quartal 2020 offenbart.

Wieso zahlen Backer Tausende Euros für Star Citizens Versprechen? Wir haben für unseren umfangreichen Report mit Wissenschaftlern und Spendern gesprochen: Für diese Träume geben Spieler aus aller Welt fast 100.000 Dollar pro Tag aus.

Report lesen: Star Citizen verkauft Träume, keine Raumschiffe

Bis März 2020 (Alpha 3.9)

  • Gefängnisse: Im ersten Quartal soll das erste Gefängnis von Star Citizen eingebaut werden. Im Klescher Automated Prison könnt ihr nicht nur eure Strafe in den Minen regulär abarbeiten, sondern auch eine Reihe von speziellen Gefängnis-Missionen annehmen, oder kurzerhand ausbrechen.
  • Kopfgeldjäger als Beruf: Die Besserungsanstalten gehen fast Hand in Hand mit dem ebenfalls neuen Beruf des Kopfgeldjägers. Ihr werdet andere Spieler jagen können und so Geld verdienen. Die von euch erledigten Gesetzesbrecher landen dann im Gefängnis.
  • Ausbau von microTech: Der mit Version 3.8 hinzugefügt Planet microTech wird ausgebaut. So sollen die Innenräume der Landezone New Babbage hinzugefügt werden, sowie die drei Monde Calliope, Clio und Euterpe.
  • Bessere KI: Der Plan für Alpha 3.9 ist, dass sich die computergesteuerten Kameraden in den Bodenkämpfen schlauer anstellen. So sollen sie dann Deckungen nutzen können und zudem mehr Waffen verwenden. Die KI-Verbesserungen hören nicht bei den Kämpfen auf. Auch Zivilisten in den Städten werden durch zusätzliche Aktionen lebendiger wirken.
  • Dynamische Missionen: Ebenfalls noch im ersten Quartal sind Missionen geplant, die anhand der aktuellen Lage innerhalb der Spielwelt generiert werden. Mangelt es einer Fabrik zum Beispiel an einem bestimmten Erz, so werden Missionen erstellt, bei denen ihr genau dieses liefern müsst. Was hinter dieser dynamischen Spielwelt von Star Citizen steckt, präsentierte der Entwickler Tony Z auf der CitizenCon im Jahr 2019.
  • Raumschiffe: Freunde der Drake Cutlass können sich auf ein Rework der Drake Cutlass Blue einstellen. Bei der handelt es sich um eine Kopfgeldjäger-Version mit Gefängniszellen im Laderaum. Ebenfalls soll das Rework der Origin m50 erscheinen.

Bis Juni 2020 (Alpha 4.0)

  • Die Wolkenstadt von Star Citizen: Spieler der Alpha von Star Citizen kennen Crusader bereits vom Sehen. Ab Version 4.0 dürft ihr den Gasplaneten bereisen und auf seiner Station Orison landen. Die lässt sich am besten mit Bespin aus Star Wars vergleichen: Eine Stadt in den Wolken.
  • Raumschiffkampf in der Atmosphäre: Die Verbesserungen von Version 3.9 werden weiter ausgebaut. Neben Verbesserungen an der Shooter-KI lernen die NPCs das Fliegen in der Atmosphäre. Raumschiffschlachten sind ab dann also nicht mehr an den Weltall gebunden, sondern können auch auf Planeten stattfinden.
  • Docken und Zero-G: Spätestens im Juni 2020 sollt ihr eure Hände einsetzen können, um euch in der Schwerelosigkeit des Weltalls an Gegenständen festgreifen und fortbewegen zu können. Zudem dockt ihr euer Raumschiff dann auch innerhalb von Raumstationen.
  • Ausbau der Multi-Crew-Funktion: Die Rolle des Piloten und des Schützen in den Raumschiffen soll ausgebaut werden. Beide werden ab dann Befehle erhalten und befolgen können. Ebenso sind Verbesserungen der NPCs geplant, sodass diese nicht nur euch, sondern auch andere KI-Kameraden heilen können.
  • Testphase von Squadron 42 kommt: Nach zahlreichen Verschiebungen soll im zweiten Quartal 2020 die Alpha der Singleplayer-Kampagne Squadron 42 starten. Die Beta wird hingegen nur drei Monate später im dritten Quartal starten.

Sehr wahrscheinlich

Nicht alle neuen Features stehen auf der Roadmap. Allerdings sprach das Entwicklerstudio bereits in der Vergangenheit über diese und kündigte sie bereits für 2020 an. Hier listen wir euch diese Spielelemente auf.

  • Star Citizen trifft Battlefield: Der kompetitive Multiplayer-Modus von Star Citizen soll um einen neuen Spielmodus namens Theatres of War erweitert werden. In dem treten zwei Teams gegeneinander an und kämpfen um Kontrollpunkte. Der Kampf findet dabei nicht nur auf den Planeten selbst statt, sondern auch im Weltall. Der Übergang zwischen beiden Abschnitten wird fließend sein.
  • Das zweite Sternensystem: In der aktuellen Alpha von Star Citizen könnt ihr nur das Crusader-System bereisen. 2020 erwarten wir das auf der CitizenCon vorgestellte Pyro-System zusammen mit seinem Sprungtor und Reisen durch Wurmlöcher.
  • Mehr Persistenz: Mit Update 3.8, dem letzten des Jahres 2019, versprach Cloud Imperium Games, euren Spielfortschritt seltener zu löschen. 2020 können sie zeigen, ob sie dieses Versprechen einhalten können. Zudem soll dann auch der Zustand der Spielwelt beibehalten werden. Wer also einen Kaffee-Becher irgendwo auf Deimar verliert, kann den dort Monate später noch wiederfinden.

Im neuen PvP-Modus von Star Citizen kämpft ihr am Boden und im Weltall um Kontrollpunkte 4:04 Im neuen PvP-Modus von Star Citizen kämpft ihr am Boden und im Weltall um Kontrollpunkte

Unsere gewagten Prognosen

Nun gehen wir etwas in den spekulativen Bereich, schauen uns an, was der Entwickler bereits in der Vergangenheit ansprach, und schätzen ein, was davon wir noch in diesem Jahr sehen könnten. Diese Dinge hat das Entwickler-Team allerdings nicht versprochen.

  • Launch erst 2021: Dass Star Citizen keinen normalen Release erhalten wird, ist bereits bekannt. Stattdessen wird es wie so viele andere Titel auch nach der Veröffentlichung regelmäßig weiterhin mit Inhalten versorgt werden. Wichtig ist dabei die Frage, wann der letzte Wipe eures Spielstandes stattfinden wird. Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich die SciFi-Simulation langsam auf diesen Punkt zubewegt. Wir bezweifeln jedoch, dass wir diesen Punkt noch 2020 sehen werden. Ein Soft-Launch im Jahr 2021 erscheint allerdings durchaus realistisch. Sämtliche zum Kickstarter versprochenen Features wird es dann aber wohl noch nicht geben.
  • Das Sternensystem Odin könnte kommen: Squadron 42 wird zu großen Teilen in dem System Odin stattfinden. Da die Alpha und Beta des Singleplayer-Modus für 2020 geplant ist, sehen wir Odin zu dieser Zeit möglicherweise auch im persistenten Universum.
  • Die Idris wird spielbar: Die Entwicklung an der Fregatte Idris ist bereits sehr weit fortgeschritten. CIG hält sie bekanntermaßen jedoch noch für Squadron 42 zurück. Denn das Schiff ist in der Kampagne eure Heimat und da sollt ihr es erkunden. Es ist allerdings möglich, dass euch der Entwickler zur Alpha und Beta von Squadron 42 das Schiff auch im Multiplayer steuern lässt.

Bei Chris Roberts' Projekt tut sich also einiges und das sehr ambitionierte Projekt kann durchaus eine beständige Entwicklung vorweisen. Es ist allerdings nicht sicher, ob das Team alle Pläne für dieses Jahr wird einhalten können.

Auch letztes Jahr gab es einiges Neues: Seit Dezember 2019 toben sich die Spieler der Alpha von Star Citizen auf dem Planeten microTech aus und bewundern die neue Technologie PlanetTech v4, die unter anderem Wetterbedingungen einfügte, die sich zudem auf das Flugverhalten innerhalb der Atmosphäre auswirken.

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