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Total War Saga: Thrones of Britannia im Test - Episch und primitiv wie das Mittelalter

Total War kehrt mit seiner ersten Saga Thrones of Britannia endlich in eins seiner beliebtesten Zeitalter zurück – aber das nostalgische Mittelalter-Comeback wird von einer genauso nostalgischen Schwäche überschattet.

von Maurice Weber,
30.04.2018 16:00 Uhr

Total War Saga: Thrones of Britannia - Test-Video: Glorreiche Rückkehr ins Mittelalter? 11:31 Total War Saga: Thrones of Britannia - Test-Video: Glorreiche Rückkehr ins Mittelalter?

Das Mittelalter war kein bescheidenes Zeitalter: Die damaligen Gelehrten wären im Leben nicht einmal auf die Idee gekommen, ihrer eigenen Epoche überhaupt so einen ordinären Namen zu geben - sie sahen sich im »christlichen Zeitalter«, dem besten und längsten von allen. Erst die Leute der Renaissance drückten der Ära im Nachhinein den Mittelalter-Stempel auf. Natürlich mit genau dem gleichen Hintergedanken, sich selbst besser dastehen zu lassen! Das Mittelalter, so ihre These, war der barbarische Mittelteil zwischen der glorreichen Antike und der zumindest fast so glorreichen Renaissance, die den Geist der alten Griechen und Römer wieder aufleben ließ.

Total-War-Spieler sind da ein deutlich offenherzigeres Völkchen. Sie können in jeder Epoche ihren Spaß mit epischen Massenschlachten haben. Aber als sie sich in unserer Community-Umfrage zum besten Total War entscheiden mussten, unterschrieben sie mehrheitlich die Selbstdarstellung des Mittelalters: Es war das tollste aller Zeitalter, das am besten nie geendet hätte!

Medieval 2 zählt schließlich bis heute zu den Höhepunkten der Serie. Und seitdem wurde jeder andere Teil fortgesetzt, aber ins Mittelalter kehrten wir höchstens mal mit einem DLC wie Das Zeitalter Karls des Großen zurück. Bis jetzt! Thrones of Britannia ist vielleicht kein vollwertiges Medieval 3, aber trotzdem das größte Mittelalter-RTS seit Jahren. Aber auch das beste?

Die Tragödie des Mittelalters: Warum wir es lieben, aber die Spiele-Industrie nicht mehr (Plus-Podcast)

Beginn einer neuen Saga

Thrones of Britannia läuft zwar eigenständig, aber in der Engine des über drei Jahre alten Total War: Attila. Es ist also kein komplett neues Spiel. Vielmehr soll es als erste Total War Saga eine neue Serie einläuten. Das große Vorbild: die Standalone-Erweiterung Total War: Shogun 2 - Fall of the Samurai, die bei uns im Test vor ziemlich genau sechs Jahren satte 88 Wertungspunkte kassierte. Also sehr wohl dicke neue Inhalte und Mechaniken, aber eben keine frische Engine und ein enger abgesteckter historischer Rahmen.

Die neue England-Karte ist gleichermaßen schick wie umfangreich. Die neue England-Karte ist gleichermaßen schick wie umfangreich.

Deswegen unterwerfen wir diesmal nicht das gesamte mittelalterliche Europa, sondern prügeln uns mit Angelsachsen und Wikingern um das England des neunten Jahrhunderts. Aber die offensichtliche Befürchtung können wir gleich aus dem Weg räumen: Das heißt längst nicht, dass Thrones of Britannia ein kleines Spiel ist! Wir erobern eine riesige England-Karte inklusive Irland mit einer von zehn Fraktionen, von Angelsachsen über Waliser und Schotten bis hin zu verschiedenen Wikinger-Armeen. Und auch bei der Spielmechanik hat sich seit Attila einiges getan.

Mein Königreich für eine Armee!

Thrones of Britannia wirft die klassische Rekrutierungsmechanik von Total War fast komplett über den Haufen. Wir müssen nicht einmal mehr Kasernen bauen! Stattdessen lässt sich jede Einheit jetzt in jeder Siedlung einberufen - vorausgesetzt, wir haben die nötigen Rekruten in Reserve. Denn für jeden Truppentyp schöpfen wir nun aus einem begrenzten Pool, und Elite-Huskarls füllen sich deutlich langsamer wieder auf als Milizen. Obendrauf werden die Soldaten nicht bei voller Stärke eingezogen: Es dauert ein paar Runden, bis wir sie vollständig gemustert haben.

Total War Saga: Thrones of Britannia - Screenshots ansehen

Das macht die Rekrutierung strategisch um einiges anspruchsvoller. Wir tun uns deutlich schwerer, im Notfall eine Instant-Armee aus dem Boden zu stampfen und müssen deswegen weitsichtiger planen. Allein schon, an welcher Front wir unsere begrenzte Elite einsetzen, wird zur wichtigen Entscheidung - mal ganz davon abgesehen, dass es historisch viel akkurater ist als Armeen aus reinen Supersoldaten!

Ohne Kasernen schalten wir neue Soldatentypen per Forschung frei. Und auch da müssen wir schlau planen. Bessere Kavallerie dürfen wir etwa erst erforschen, wenn wir zehn Reiterbataillone aufgestellt haben. Oder wollen wir uns doch lieber zuerst auf Bögen spezialisieren? Alle Forschungsbäume bis zum Ende zu beschreiten kann eine ganze Weile dauern, also will das vorsichtig überlegt werden. Die neuen Einheitenmechaniken zählen zu den Highlights von Thrones of Britannia - davon könnten sich künftige Total Wars gern inspirieren lassen!

Wo will Total War hin? - Die neue Strategie der Erfolgsserie - GameStar TV PLUS 21:52 Wo will Total War hin? - Die neue Strategie der Erfolgsserie - GameStar TV

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