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Seite 15: Die 150 besten Story-Spiele aller Zeiten: Von Alan Wake bis Zero Dawn

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Inhaltsverzeichnis

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10. Cyberpunk 2077 + Phantom Liberty

Entwickler: CD Projekt Red
Genre: Action-Rollenspiel
Release: Dezember 2020 (Hauptspiel) / September 2023 (Addon)

Video starten 16:38 Cyberpunk 2077: Phantom Liberty ist eine fantastische Story-Erweiterung

Heiko Klinge: Hätten wir ein Ranking der »größten Spiele-Comeback aller Zeiten«, würde Cyberpunk 2077 dort mit Sicherheit auf Platz 1. So muss es sich mit einer ordentlichen Aufwertung in unserer Story-Rangliste begnügen. Immerhin.

Nach wie vor vertrete ich die These, dass Cyberpunk 2077 zumindest auf dem PC bereits zum Release viel besser war als sein Ruf. Nur fielen seine Missstände wie die Bugs oder die kulissenhafte Open World sehr schnell ins Auge, während seine größten Qualitäten wahnsinnig gut versteckt lagen und von mir teilweise erst beim zweiten Run so richtig bemerkt und wertgeschätzt wurden.

Denn Cyberpunk 2077 mag weder die längste noch die interessanteste Story erzählen, aber zumindest für mich die konsequenteste. Nur habe ich das beim ersten Run als schleichender Corpo-Hacker kaum mitbekommen, weil Cyberpunk – vielleicht zum eigenen Schaden – auf sämtliche Hinweise verzichtet, wie stark meine Handlungen und (!) Spielweise das Erlebte beeinflussen.

Hier gibt’s keine Einblendung »Diese Entscheidung wird Konsequenzen haben«, geschweige denn eine Gut/Böse-Anzeige. Was auch logisch ist, weil die Welt von Cyberpunk kein Schwarz und Weiß kennt, sondern nur Grautöne.

Und deshalb realisiere ich auch erst bei meinem zweiten Durchgang als maximal augmentiertes, rotzfreches Street Kid, wie viel Entscheidungsspielraum ich wirklich habe. Quests entwickeln sich vollkommen anders, genauso wie meine Beziehungen zu den großartig geschriebenen Charakteren oder das dramatisch anders verlaufende Finale.

Das Hauptspiel hatte trotzdem noch ein wenig das Problem, dass sich all diese herausragenden Stärken ein wenig in der zwar wunderschönen, aber spielerisch doch recht irrelevanten Open World von Night City verloren. Die konsequente Lösung von CD Projekt im Addon Phantom Liberty: Alles auf einen kleinen Stadtteil verdichten. Und wie sie verdichtet haben!

Wer Phantom Liberty am Stück spielt, erlebt meiner Meinung nach den am besten erzählten und inszenierten Agententhriller der Spielegeschichte. Ohne, dass dies auf Kosten der Entscheidungsfreiheit geht. Im Gegenteil: Die letzten fünf Stunden spielen sich abhängig von euren Handlungen komplett anders und können sich sogar aufs Finale der Hauptstory auswirken.

Da CD Projekt anno 2023 mit dem Update 2.0 auch beim Hauptspiel umfassend nachgebessert hat, sind seine herausragenden Story-Qualitäten jetzt nun auch für wirklich alle offensichtlich, weshalb es sich seine hohe Platzierung in unserem Ranking vielleicht härter erkämpfen musste als andere Spiele, aber umso mehr verdient hat.

Trivia:

  • Das Spiel basiert auf dem Pen & Paper-System Cyberpunk 2020. Darin tauchen Figuren wie Johnny Silverhand, Saburo Arasaka und Adam Smasher bereits auf. Seit kurzem gibt es eine offizielle neue Edition, deren Lore besser mit Cyberpunk 2077 übereinstimmt.
  • Das Skript für Cyberpunk 2077 wurde ursprünglich komplett auf Polnisch verfasst (CDPR ist ein polnisches Entwicklerstudio) und erst später ins Englische übersetzt.
  • Dank einer KI-gesteuerten, dynamischen Synchronisations-Technologie bewegen die Charaktere ihren Mund beim Sprechen immer realistisch, egal, in welcher Sprache sie reden. Dazu gehören auch Mikrobewegungen wie das Heben der Augenbrauen oder das Verziehen der Mundwinkel.


9. Dragon Age: Origins

Entwickler: Bioware
Genre: Rollenspiel
Release: November 2009

Géraldine Hohmann: Nie werde ich diese ganz besonderen Worte in Dragon Age: Origins vergessen: »Ein Mensch, ein Elf und ein Zwerg gehen auf einem Weg an einem Fluss entlang und halten an, weil sie pinkeln müssen…« Ach, Moment. Das waren die falschen. Ich meine natürlich: »Siegreich im Krieg. Wachsam in Friedenszeiten. Opferbereitschaft im Tode.«

Seit meinem ersten Aufnahmeritual als Grauer Wächter bin ich das wohl stolzeste Mitglied und trage die Kunde mit wehenden Flaggen in die ganze Welt hinaus. Und mit jedem weiteren Überleben des Aufnahmerituals habe ich dieses verdammte Rollenspiel nur noch mehr in mein Herz geschlossen. 

Als adeliger Zwerg, als zwangsverheiratete Elfe, als reicher Mensch oder als angehender Magier habe ich mich wieder und wieder in die Geschichte gestürzt - nur um jedes Mal eine völlig neue Version zu erleben. Keine Ahnung, warum viele Entwickler sich nach Dragon Age: Origins offenbar dachten: »Oh, das mit den individuellen Herkunftsgeschichten ist eine richtig gute Idee gewesen, das machen wir nicht nochmal.« Aber die Origins in Origins sorgen dafür, dass ich noch heute leuchtende Augen bekomme, wenn ich über eines meiner liebsten Spiele sprechen darf.

Je nachdem, wo ich meine Geschichte starte und je nach gefällten Entscheidungen, kann auch die Hauptstory drastisch andere Wendungen nehmen. Momente, die mit einem anderen Charakter nur wenig Bedeutung hatten, sind plötzlich ein emotionaler Schlag in die Magengrube. Entscheidungen, die zuvor einfach schienen, bekommen eine ganz andere Tragweite. Und Figuren, die wir liebgewonnen hatten, zeigen ein völlig neues Gesicht. Sowas schaffen sonst oft nur Pen & Paper-Spiele!

Selbst nach unzähligen Spieldurchläufen und unzähligen erlebten Geschichten in Dragon Age: Origins habe ich nicht das Gefühl, alle Seiten der Story erlebt zu haben - und das ist absolut großartig. Denn alle fühlen sich gleichermaßen wahr an und keine von ihnen ist weniger mitreißend als die andere. So mancher Verrat eines geliebten Charakters war so schmerzhaft, das ich vor dem Bildschirm ein paar Tränen verdrückt habe. So manche Romanze hat mir echtes Herzklopfen geschenkt und so mancher Kampf eine Gänsehaut. 

Aber ja. Der Witz mit dem pinkelnden Zwerg ist auch ziemlich lustig.

Trivia:

  • Thedas, das Land in dem Dragon Age spielt, ist ein Akronym für »The Dragon Age Setting«.
  • Der Golem-Begleiter Shale, den man mit einem DLC dazu kaufen kann, war ursprünglich sehr viel größer - nämlich so groß wie die Golem-Gegner in Dragon Age. Da er aber durch keine Türen gepasst hat, wurde er von den Entwicklern geschrumpft. Eine Tatsache, auf die er in einem Dialog selbst hinweist. 


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