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Seite 18: Top 150: Wir küren Platz 1 und damit den besten Shooter aller Zeiten

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Inhaltsverzeichnis

4. Counter-Strike

Entwickler: Jess Cliffe, Minh Le, Valve
Publisher: Valve
Erschienen: November 2000

Petra Schmitz: Ich frage mich manchmal, wie viele Texte über Counter-Strike noch in mir drin sind. Ich glaube, allzu viele sind es nicht mehr nach all den Jahren. Das mag daran liegen, dass ich CS nicht mehr spiele (auch nicht in der GO-Variante). Das wird sich mit Counter-Strike 2 dann wohl mal für eine Weile ändern, aber langfristig ist Valves Dauerbrenner wohl für mich raus. Allein aus Alters- und Lebenszeitsgründen. Aber genug Gejammere, es soll hier doch um den Shooter gehen, in dem ich die meisten Stunden versenkt habe.

Ab November 2000 (und davor übrigens auch schon für eine ganze Weile) gab es für mich für lange Jahre kaum etwas anderes. Im Büro, abends danach zu Hause. Ganze Nächte lang. Ganze Wochenenden durch. Ich habe von Dust geträumt, dann von Dust 2. Ich habe im Schlaf Waffen gekauft. Ich bin mit den Buy-Sounds in den Ohren aufgewacht.

Und es ging wohl nicht nur mir so: Counter-Strike war damals eine riesige »Jugend«-Bewegung (Jugend in Anführungsstrichen, weil ich im November 2000 ja auch schon 26 Jahre alt war). Der E-Sport erlebte erste Blüten dank des taktischen Team-Shooters. Wer nicht mit der AWP umgehen konnte, übte, übte, übte. 

2002 sollte es dann indiziert werden. Nach dem Amoklauf von Erfurt und nachdem schon UT und Return to Castle Wolfenstein dem Index zum Opfer gefallen waren. Spieler und Spielerinnen gingen auf die Barrikaden, GameStar sammelte 25.000 Unterschriften, die wir der (damals noch) BPjS vorlegten. Und siehe da: keine Indizierung. Zum Leidwesen von Kanzler Schröder übrigens, der das als ein »absolut verkehrtes Signal« bezeichnete. Ach Gerhard, ich hätte so viele Fragen zum Thema falsche Signale an dich.

Der Amoklauf von Emsdetten 2006 brachte Counter-Strike abermals ins Fadenkreuz übereifriger Jugendschützer. Und selbst nach dem Anschlag in München 2016 kochte das Thema »Killerspiele« wieder hoch, der Name Counter-Strike wurde erneut reflexartig gebellt. 

Themenfremde Menschen werden wohl noch eine ganze Weile Counter-Strike und »Killerspiel« synonym verwenden, aber die Zeiten haben sich dann doch maßgeblich verändert. CS fällt in der aktuellen GO-Variante bestenfalls dadurch auf, dass Valorant eine erstaunlich starke Konkurrenz geworden ist und dass Valve für die Iteration 2 fetzige Raucheffekte vorgesehen hat. Das liest sich frotzeliger, als es gemeint ist. Mein Herz wird immer an diesem simpel-genialen Shooter hängen, der alles andere als simpel ist, will man ihn erfolgreich spielen. Weil ich mit ihm so viel verbinde, im Guten wie im Schlechten. Und weil er so viele Leben von so vielen Menschen maßgeblich bewegt hat. In diesem Sinne: Auf weitere 23 Jahre »Go, go, go!«. 

Trivia:

  • In der anfänglichen deutschen Version von CS setzten sich abgeschossene Gegner auf den Boden. 
  • Counter-Strike ist 2003 auch für die Xbox erschienen. Angeblich wurden bis 2008 1,5 Millionen Einheiten verkauft. 


3. Battlefield 3

Entwickler: DICE
Publisher: EA
Erschienen: Oktober 2011

Phil Elsner: »Wieder zurück zur Zeit von Battlefield 3«, wäre ziemlich sicher eine verflucht häufige Antwort, wenn man Shooter-Fans heute fragt, in welche Richtung die Serie nach dem verhängnisvollen Battlefield 2042 gehen muss. Die Jahre nach Battlefield 3 gelten als eine Art goldenes Zeitalter für die Battlefield-Fans – eine Phase, in der die Serie alte Stärken neu definierte.

Und es steckte so viel drin. Die Kombination aus Klassensystem, Spotting und die Commo Rose machten Teamwork kinderleicht. Die Level-Zerstörung brachte Dynamik und dramatische Stimmung aufs Schlachtfeld. Vielfältige Maps von bewaldeten Hügeln bis zu verschneiten Straßen sorgten für Abwechslung. Und endlich dürften wir auch wieder ans Steuer von Jets. Kurzum: Battlefield 3 war all das, was Fans der Serie von einem vollwertigen Nachfolger erwartet hatten.

Die neue Generation von EAs Frostbite-Technik wuchtete Battlefield 2011 in ein neues Zeitalter: So gut hatten Schlachten zwischen Infanterie, Panzern und Luftfahrzeugen noch nie ausgesehen! Der heimliche Star war aber der Sound: »Alles in Battlefield 3 macht ein absolut realistisches Geräusch, sei es ein im Wind ächzender Baum, eine splitternde Wandfliese oder natürlich ein wuchtig explodierender Panzer«, schreibt Fabian Siegismund im Test.

Gern übergangen wird übrigens auch der überraschend gute Singleplayer-Modus von Battlefield 3. Die toll inszenierte Story, glaubhafte Charaktere und echte Gänsehaut-Momente konnten sogar dem Kampagnen-König Call of Duty Konkurrenz machen. Wer hätte gedacht, dass Petra Schmitz nach einer Battlefield-Kampagne melancholisch-gedankenverloren auf den Abspann starrt?

In vielerlei Hinsicht war Battlefield 3 die Kulmination von allem, was die Serie zuvor beliebt gemacht hatte: Das Setting war ernst und geerdet, die Auswahl an Waffen und Fahrzeugen riesig, Zusammenarbeit im Squad stand im Vordergrund und durch Admin-Werkzeuge entwickelten sich schnell eingeschworene Communitys. Sogar der fantastische Rush-Modus, den Bad Company 2 zuvor etabliert hatte, fand seinen Weg in die Hauptserie. Da verzieh man gern den (damals neuen) Zwang zum Origin-Client und das technisch wackelige Battlelog, das uns das Hauptmenü des Spiels im Browser präsentierte.

Ja, Battlefield 3 hatte seine Macken. Doch dass es heute noch als Maßstab hochgehalten wird, ist nicht nur nostalgischer Verklärung zu verdanken. Battlefield 3 war vielleicht rückblickend keine Genre-Revolution, nach der nichts mehr so war wie zuvor. Aber Battlefield 3 entwickelte eine erfolgreiche Formel ganz im Sinne der Fans konsequent weiter und hob die Marke Battlefield damit auf ein neues Niveau. Ein Niveau, das selbst heute noch seinesgleichen sucht.

Trivia:

  • In Battlefield 3 verstecken sich zahlreiche Easter Eggs mit Bezug zu Dinosauriern. So finden sich zum Beispiel Pterodactylus-Flugsaurier und T-Rex-Schädel auf manchen Maps. BF4 setzte diese Tradition mit weiteren Urzeitwesen fort.
  • Battlefield 3 wurde von der Tierschutzorganisation PETA stark wegen einer Stelle in der Kampagne kritisiert, in der die Spielfigur eine Ratte tötet. Die Szene sei sadistisch und verrohend, so der Vorwurf damals.

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