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120. Insurgency: Sandstorm
Entwickler: New World Interactive
Publisher: Focus Entertainment
Erschienen: Dezember 2018
Phil Elsner: Was 2007 als Fan-Mod für die Source Engine begann, wurde im Laufe des folgenden Jahrzehnts zu einem vollwertigen Hardcore-Taktik-Shooter, der trotz seiner Indie-Wurzeln nicht nur mit den ganz großen Playern am Markt mithält, sondern viele davon sogar übertrifft.
Denn die Gefechte von Sandstorm laufen auf einer Intensitätsstufe, die nur wenige andere Multiplayer-Shooter erreichen. Ein entscheidender Faktor sind die auf kompromisslosen Realismus getrimmten Schusswechel: Ein bis zwei Treffer sind sofort tödlich, Kugeln peitschen nur so an uns vorbei, Waffen verziehen bei Dauerfeuer glaubhaft und größere Kaliber durchschlagen oft selbst mehrere Mauern problemlos.
Das macht die Gefechte nicht nur methodisch, langsam und taktisch, sondern verlangt zusammen mit dem ausgeklügelten Klassensystem Spielern einiges an Teamwork und Kommunikation ab. Stumpfes Run&Gun bringt euch hier nur eins ein: den schnellen Bildschirmtod.
Trotzdem ist die Einstiegshürde längst nicht so heftig, wie bei einer hochkomplexen Militär-Sim: Im Gegensatz zu Arma & Co. eignet sich Sandstorm bestens für eine schnelle Runde zum Feierabend oder zwischendurch, weil sein übersichtliches Format eher an CoD oder Counter-Strike erinnert. Realismus und schnelle Action in perfekter Harmonie!
Trivia:
- Ursprünglich war eine Einzelspielerkampagne geplant, die die Geschichte einer kurdischen Frau erzählen sollte, die vor der Sklaverei flieht und in den Konflikten im Irak kämpft. Der Story-Modus wurde jedoch später verworfen.
- Insurgency: Sandstorm gehört zu den wenigen Multiplayer-Shooter ohne jegliche Freischalt-Mechanik für Gameplay-Elemente - alle Waffen, Aufsätze und Ausrüstungsgegenstände stehen Spielern sofort ab der allerersten Runde zur Verfügung.
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119. Soldier of Fortune 2
Entwickler: Raven Software
Publisher: Activision
Erschienen: Mai 2002
Dimitry Halley: Soldier of Fortune 2 lockt heute wahrscheinlich niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Die Technik ist logischerweise veraltet, die Story über einen hartgesottenen Terroristenjäger entfaltet bestenfalls B-Movie-Charme, die Schleichsequenzen sind ein Albtraum. Aber damals hat das Spiel viel beigetragen, die Entwicklung des Shooter-Genres voranzutreiben – im Guten wie im Schlechten.
Der Elefant im Raum ist natürlich die exzessive Gewaltdarstellung, die dem Spiel prompt eine Indizierung und einen verruchten Ruf auf sämtlichen Schulhöfen eingebracht hat. In Soldier of Fortune 2 könnt ihr alle möglichen Körperteile abschießen, die Ballistik simuliert den Einschlag für damalige Verhältnisse technisch ziemlich beeindruckend. Auf der einen Seite war es so ein Meilenstein im klassischen Wettbewerb, neue Spiele immer filmreifer und imposanter zu inszenieren, auf der anderen Seite illustrierte es jetzt nicht unbedingt, dass Shooter auch mehr sein können als stumpfe Gewaltglorifizierung.
Was es aber durchaus hinkriegt: Das Shooter-Genre weiter zu diversifizieren. Anders als der Vorgänger spielt sich Soldier of Fortune 2 langsamer, fast schon taktischer, ohne je so »hardcore« zu sein wie das erste Rainbow Six oder Ghost Recon. Es ist ein Bindeglied zwischen der alten Quake- und Unreal-Ära und den moderneren Zeiten eines Call of Duty: Modern Warfare oder Far Cry, sowohl im Single-, wie im Multiplayer. Und dafür hat es seinen Platz im Rampenlicht durchaus verdient.
Trivia:
- 2007 erschien ein dritter Teil, der so schlecht war, dass die Reihe seitdem unter der Erde ruht.
- In einer geleakten Beta-Version tauchen im Abspann von Soldiers of Fortune 2 die Bösewichte aus dem ersten Teil auf. Quasi als Post-Credit-Ciffhanger.
118. Hell Let Loose
Entwickler: Team 17
Publisher: Team 17
Erschienen: Juli 2021
10:17
Hell Let Loose - Test-Video zum großen Multiplayer-Shooter
Daniel Hartmann: Der Multiplayer-Shooter Hell Let Loose gehört zu den bekanntesten Militär-Simulationen, die ihr Setting im 2. Weltkrieg finden. Wie in vielen Spielen dieses Genres ist das Gameplay langsam und taktisch, was nicht bedeutet, dass ihr euch nicht wie in einem Actionfilm fühlen könnt, wenn auf eure Stellung gerade ein Artillerieschlag niedergeht.
Die großen Karten, die für Gefechte für insgesamt 100 Spieler ausgelegt sind, schicken euch auf viele der bekannten Schlachtfelder des 2. Weltkriegs. Dazu gehören Maps wie Omaha Beach, El Alamein oder auch Kursk. Neben den typischen Infanterieklassen, wie Sanitäter, Ingenieur oder Schütze gibt es auch Spezialrollen wie den Offizier der Außenposten und Garnisonen als Wiedereinstiegspunkte errichten kann.
Hell Loot Loose verlangt taktisches Vorgehen und eine genaue Planung, zu der auch das genaue Studieren der Übersichtskarte gehört. Wie in allen Militär-Simulationen ist gute Kommunikation zwischen den Squads und dem Commander, der die Partie für sein Team strategisch leitet, absolut notwendig. Dieser koordiniert die Infanterie auch mit den Panzern, andere Fahrzeuge im Spiel sind beispielsweise LKW für den Transport.
Hell Let Loose war mein persönlicher Einstieg in das Genre und hat für mich in meinem gerade Mal dritten Match für eine meiner eindrücklichsten Videospielerfahrungen gesorgt. Als absoluter Neuling ist man im Spiel erst mal komplett überfordert, doch ich hatte einen Squadleader mit viel Erfahrung und einem Hang dazu, tatsächlich die Rolle eines britischen Offiziers zu mimen. Sein Rollenspiel hat die ganze Gruppe angesteckt und schon steckte ich in einer Folge Band of Brothers.
Die Atmosphäre auf der Map Carenton und das Spiel mit der Gruppe waren die pure Immersion. Wir sind zusammen durch den Matsch gerobbt, haben einen feindlichen Vorposten ausgeräumt und den finalen Angriff angeführt, der uns zum Sieg verholfen hat. Allein für solche Erlebnisse hat Hell Let Loose einen Platz in dieser Liste verdient.
Trivia:
- Die Karten von Hell Loot Loose wurden auf Basis von historischen Aufklärungsdaten und Satellitenbildern erstellt.
- Hell Let Loose gehört zu der langsam steigenden Zahl an Militär-Simulationen, die auch auf der PlayStation und Xbox erschienen sind.
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117. Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands
Entwickler: Ubisoft Paris
Publisher: Ubisoft
Erschienen: März 2017
Tristan Gudenrath: In dem Militär-Shooter Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands schließt ihr euch mit bis zu drei Freunden zusammen und erkundet das futuristische Bolivien, das sich jedoch in den Händen des Santa Blanca Kartells befindet.
In der Hauptkampagne müsst ihr als Agenten einer Spezialeinheit Informationen über die Schurken sammeln und entsprechend eurer Informationen und Aufträge handeln. Sprich meistens müsst ihr eure Gegner ausschalten und das ist auch gut so. Doch hütet euch vor Alleingängen!
Im Gefecht könnt ihr euch nämlich nicht immer auf euer zugegebenermaßen großes Arsenal futuristischer Waffen und Gadgets verlassen. Die Zusammenarbeit und das taktische Vorgehen mit euren Team-Partnern ist der Schlüssel zum Erfolg – und auch zum Spielspaß. Denn erst zusammen mit euren Freunden kann Wildlands seine Stärken so richtig ausspielen.
Und die Betonung liegt wirklich bei „Freunden“, schließlich kann es passieren, dass ihr euch in der offenen und von unterschiedlichen Landschaften geprägten Welt ein Fahrzeug teilen müsst. Zu Fuß kommt man halt nicht weit. Zumindest nicht, wenn ein gefährliches Kartell hinter einem her ist. Zwischen über 60 Autos, Fluggeräten und Booten ist aber wenigstens für jeden was dabei.
Trivia:
- Es gibt eine Spezialmission, in der ihr auf den Splinter-Cell-Protagonisten Sam Fisher trifft. Dieser wird sogar von dem originalen Sprecher Michael Ironside synchronisiert.
- In Wildlands trefft ihr auf unterschiedliche Tiere. Die meisten von ihnen könnt ihr jagen, jedoch nicht die Lamas. Die sind nämlich unzerstörbar und können ausnahmslos jeder Explosion und Stoßstange standhalten.
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116. Crysis 3
Entwickler: Crytek
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: Februar 2013
Sören Diedrich: 2007 habe ich meine Geforce 8800 GT in den Rechner eingebaut und direkt Crysis angeschmissen, um die Grafikregler hochzudrehen. 2011 habe ich meine Geforce GTX 470 mit einer Runde Crysis 2 eingeweiht. Und als ich anno 2013 dann auf die Geforce GTX 780 umgestiegen bin, war das erste Spiel der Wahl Crysis 3.
Ihr seht: Ich schätze die Crysis-Reihe seit jeher nicht nur für ihr spaßiges Shooter-Gameplay, sondern auch für die anspruchsvolle Hochglanz-Optik. Der dritte Teil hat es mir spielerisch sogar am meisten angetan, der Grund dafür hat fünf Buchstaben und ein Ausrufezeichen: Bogen!
Keine Pistole, Schrotflinte oder andere Wumme verschafft mir ein so befriedigendes Gefühl wie der Bogen, wenn ich eines der fiesen Aliens damit aus der Ferne ausschalte. Alleine schon dafür installiere ich Crysis 3 bis heute bei jedem Hardware-Upgrade erneut. Fakt ist: Selbst nach bald 12 Jahren sieht der Shooter immer noch passabel aus.
Klar, die Handlung ist auch in Crysis 3 nur Beiwerk. Irgendwas mit Aliens, einer riesigen Kuppel und der Rettung der Welt. Aber sowohl für die Optik als auch das reibungslose Gameplay (erneut: Bogen!) hat sich Cryteks bislang letzter Singleplayer-Shooter den Platz in dieser Liste mehr als verdient.
Trivia:
- Nachdem Crysis 2 für die stark linearen Levels kritisiert wurde, schlug Crytek beim dritten Teil die genau entgegengesetzte Richtung ein und konzipierte große, weitläufige Areale.
- In Teil 3 gab es wieder wilde Tiere, nachdem sie im Vorgänger noch gefehlt haben. Wer genug Ratten um die Ecke brachte, bekam ein Achievement.
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115. Black
Entwickler: Criterion Games
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: Februar 2006
Natalie Schermann: Black war damals zu PS2- und Xbox-Zeiten ein wahres Zerstörungsfest! In Hollywood-reifen Actionsequenzen ballern wir uns als Ein-Mann-Armee auf der Jagd nach Terroristen. Im Ego-Shooter fliegt alles in die Luft, was nicht angenagelt ist, und das in einer – für die damalige Zeit – beeindruckenden und detaillierten Grafik.
Die Zerstörung sieht aber nicht nur toll aus, sondern eröffnet einen riesigen Spielplatz: Gegner können wir so auf unterschiedlichste Arten umnieten und verpassen unserer Umgebung auch gleich noch ein kleines Umstyling. Hübsch!
Aber nicht nur geschickt platzierte Explosionsfässer sorgen für spektakuläre Action: Wir können unsere Schusswaffen auch jederzeit austauschen und alles aufheben, was uns die Terroristen netterweise nach ihrem Ableben hinterlassen. Obwohl der Shooter an anderen Stellen schwächelte (etwa bei der KI, der Balance oder bei der schwachen Story), wurde Black zum Vorbild späterer Shooter, wenn es um zerstörbare Umgebungen, tolle Action-Inszenierungen und wuchtiges Gameplay geht.
Trivia:
- Entwickler Criterion Games ist eigentlich für seine Rennspiele wie die Burnout- oder Need-for-Speed-Reihen bekannt. Die Zerstörungsmechanik von Black dürfte aber auch bei Spielen wie Burnout Paradise geholfen haben.
- Black sollte sich anfühlen, als wären die Spieler mitten in einem Actionfilm. Dafür studierten die Entwickler intensiv die Inszenierung in Hollywood-Streifen und verzichteten beispielsweise auf eine Sprungtaste, weil das von der Action und dem eigentlichen Gameplay ablenken würde.
114. The Wheel of Time
Entwickler: GT Interactive
Publisher: Legend Entertainment
Erschienen: November 1999
Peter Bathge: Welch überaus treffende Wahl für den Auftakt unserer Top 100 - das Spiel zum Buchzyklus »Rad der Zeit« war nämlich in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Das fing bei der für damalige Verhältnisse verdammt schicken Grafik und dem abwechslungsreichen Konzept (Zauber statt Raketenwerfer) an, ging weiter bei den toll gebauten Levels mit epochaler Mittelalter-Architektur und mündete schließlich in einem Mehrspielermodus, dessen innovativer Fallen-Bau à la Dungeon Master auch in der GameStar-Redaktion sehr gut ankam.
Aber eigentlich habe ich The Wheel of Time ja damals vor allem für die spannende Geschichte gespielt. Wendungsreich wird mir mit vielen Zwischensequenzen die Story von Zauberschülerin Elayna erzählt, die auf der Suche nach einem Attentäter durch die Welt von Robert Jordan reist. Wenn das mit der Top 100 so weitergeht, dann erwartet uns wahrhaftig der Shooter-Himmel!
Trivia:
- Der Test zu Wheel of Time erschien in der gleichen GameStar-Ausgabe (01/2000) wie die zu Quake 3: Arena und Half-Life: Opposing Force. Was für ein Shooter-Fest!
- Seit 2022 gibt’s auf GOG.com eine Neuveröffentlichung, die mit modernen Betriebssystemen funktioniert.
113. Helldiver
Entwickler: Arrowhead
Publisher: Sony
Erschienen: März 2015
Phil Elsner: Fragt man Kenner nach den besten Koop-Shootern da draußen, wird man wahrscheinlich häufig Namen wie Left 4 Dead oder Payday hören. Dabei hätte es ein kleines Spiel absolut verdient, in einem Atemzug mit diesen Legenden genannt zu werden: Helldivers! Das bei Metacritic mit einer unverschämt niedrigen 81 eingestufte Top-Down-Geballer erfüllte 2015 nicht nur lang gehegte Starship-Troopers-Träume, sondern glänzt auch durch sein überragend griffiges Gunplay.
Mit Freunden (oder zufällig ausgewählten Mitstreitern) pflügen die namensgebenden Helldivers mit Plasmagewehr, Shotgun und Co. über die Oberfläche fremder Planeten, um Missionsziele zu erfüllen, Aliens zu zerbröseln und natürlich die Demokratie der Super-Erde zu verbreiten. Mit einer großen Prise Satire und schwarzem Humor entfesselt Helldivers gewaltige Schlachten und vor allem nervenzerreißend spannende Momente.
Die Kombination aus Friendly Fire und vernichtenden Spezialwaffen wie Atombomben oder Minigun-Türmen, die einfach wahllos auf alles feuern, macht jede Runde Helldivers zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Wenn im großen Bosskampf plötzlich alle Teamkollegen am Boden liegen und der letzte Überlebende umzingelt von Feinden auf den allerletzten Augenblick die Kombination für die Respawn-Kapsel aus dem Orbit korrekt eingibt, dann zerreißen Jubelstürme die angespannte Stille.
Neben diesen Helldivers-Momenten, ist aber auch das Schießen eine wahre Freude: Egal ob mit einem schnöden Sturmgewehr oder im Sitz eines Artillerie-Mechs mit Napalm-Raketen – hier hat einfach alles richtig viel Wumms. So berühmt wie andere Marken mag Helldivers nicht geworden sein, aber als Shooter hat es sich seinen Platz in dieser Liste redlich verdient.
Trivia:
- Helldivers hat ein eigenes Achievement dafür, dass man an einem beliebigen Freitag zusammen mit drei Freunden gemeinsam ein Fahrzeug bemannt.
- Der fiktive Ingame-Feiertag von Helldivers am 26. Oktober ist kein Zufall: am 26. Oktober 1959 erschien der Roman Starship Troopers.
112. Escape from Tarkov
Entwickler: Battlestate Games
Publisher: -
Erschienen: August 2016
Steffi Schlottag: Nicht viele Spiele schaffen es, einem ganzen Genre ihren Stempel und sogar ihren Namen aufzudrücken – Escape from Tarkov ist so ein Spiel. Auch wir beschreiben viele Extraktions-Shooter mit den Worten »vom Prinzip ganz ähnlich wie Tarkov«. Dabei befindet sich der Shooter immer noch im Early Access!
Was macht ihn so genial? Ich würde jetzt gerne behaupten, dass das Spiel einfach total viel Spaß macht, aber das wäre glatt gelogen. Escape from Tarkov pfeift an vielen Stellen auf Komfortfunktionen und setzt stattdessen aus brutalen Realismus. Eure Kameraden und Feinde haben zum Beispiel keine Namen über ihren Köpfen schweben, denn in Echt gibt es sowas ja auch nicht. Klar ist Friendly Fire aktiviert, was denkt ihr denn? Also merkt euch lieber ganz genau, wie euer Team aussieht.
Bis man mal verstanden hat, wie man sein Inventar am besten verwaltet und sich auf der Map zurechtfindet, vergehen viele Stunden. Und viele Tode, wenn man nicht aufpasst. Doch genau das scheint bei vielen den Ehrgeiz zu wecken, immer besser zu werden, sich ungesehen über die Karte zu pirschen, unaufmerksame Spieler mit einer Kugel in den Rücken zu bestrafen, sich Beute zu krallen und zu entkommen.
Viele Shooter schauen sich inzwischen diese Prinzipien ab, aber das Original verteidigt seine Position erfolgreich. Auch wenn es einigen Fans zu lange dauert, bis neue Inhalte erscheinen.
Trivia:
- Escape from Tarkov soll Ende 2025 endlich in Version 1.0 erscheinen.
- Ihr könnt euch in Tarkov die meisten Knochen brechen, aber nicht den Schädel.
111. Project I.G.I. 2
Entwickler: Innerloop Studios
Publisher: Codemasters
Erschienen: Februar 2003
Gerald Weßel: Bloß leise, ganz leise. Die Leiter hinauf, wo der nichtsahnende Wachposten seinen Dienst verrichtet. Messer raus, schon haben wir den Überblick für uns alleine, Fernglas raus. Da ist das Ziel, das Lagerhaus am anderen Ende dieser massiv befestigten Militärbasis. Wie komme ich da bloß hin? Willkommen bei IGI 2. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, welch Spannung die Missionen der Taktikshooter-Reihe mit sich bringen. Die 19 Missionen lange Jagd aus der Ego-Perspektive auf einen fiktiven chinesischen General ist teils bockschwer. Schießen gehört dabei natürlich zum Handwerk des Spezialagenten, aber Cleverness ist gefragt. Lieber zweimal nachdenken, ehe sich der Abzugsfinger krümmt!
Die Missionen bestehen nicht aus abgeschossenen Arealen in Form von Militärbasen, sondern sie setzen letztere in frei begehbare Landschaften. Der Clou daran ist klar: Ich kann selbst entscheiden, wie und von vor allem von wo ich mir Zugang zu den Feindquartieren verschaffe. Das ist spielerische Freiheit auf einem gekonnten Niveau und verleiht der IGI Serie eine bis heute spürbare Bodenständigkeit.
Projekt IGI 2 war indes selbst damals vom Gunplay her nicht erste Güte, aber die clevere Kombination von eingesetzter Technik und von dem ersonnenen Gameplay, gepaart mit abwechslungsreichen Missionen, besticht bis heute mit Eigenständigkeit. Und zur Freude aller Serienfans ist ein Reboot der Serie in Entwicklung. Nach dem bisher Gesehenen zu urteilen, nehmen die Entwickler die Ahnen der Serie ernst und holen den Taktikshooter gekonnt zurück. Und vielleicht tröstet diese Auferstehung ja auch einige der seit Jahren von Ubisoft mit Ignoranz gepeinigten Splinter-Cell-Fans.
Trivia:
- Projekt IGI und sein Nachfolger nutzen die Engine des Flugsimulators Joint Strike Fighter.
- Der Titel wurde in China ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung zensiert. Warum? Angeblich würde er das Ansehen der chinesischen Armee schädigen.
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