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Seite 10: Wir küren die 100 besten Open Worlds aller Zeiten und der Sieger steht fest!

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Inhaltsverzeichnis

10. Fallout 3

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda Softworks
Release: Oktober 2008

Video starten 4:58 Geburtstagsfeier in Fallout 3: So genial fängt Bethesdas Rollenspiel an

Markus Schwerdtel: »Krieg, Krieg bleibt immer gleich«, und das gilt irgendwie auch für die Rollenspiele nach dem Bethesda-Prinzip. Das mag nach Jahren mit Skyrim und Fallout 4 schon etwas angestaubt sein, beim Erscheinen von Fallout 3 im Jahr 2008 ist die Mischung aus riesiger Spielwelt und absoluter Entscheidungsfreiheit aber noch ziemlich frisch. Zumal sich Fallout-Fans in den ersten beiden Teilen lediglich in 2D bzw. Iso-Perspektive durch das Ödland schlagen dürfen. Doch mit dem Ende von Interplay übernimmt Bethesda die Serie und stülpt dem Ödland das bereits aus Morrowind und Oblivion bekannte Spielprinzip über - natürlich modernisiert und vor allem aber mit durchschlagendem Erfolg!

Bevor es jedoch hinausgeht in die große, weite, verseuchte Welt, steht in Fallout 3 die mittlerweile fast schon legendäre Charaktererstellung. Wir erleben im Vault 101 die eigene Geburt, Kindergeburtstage, prägende Ereignisse in der Jugend, bevor es dann endlich an die Oberfläche, ins weitläufige Ödland geht. Und das ist mit seiner einzigartigen Atmosphäre völlig zu recht in den Top 10 unserer Hitliste gelandet.

Die Macher verstehen es, den einzigartigen Fallout-Stil in eine 3D-Welt zu übertragen. Da treffen Alltagsgegenstände und vertraute Bilder aus den 50er-Jahren auf postnukleare Zerstörung und ergeben zusammen eine Persiflage auf das naiv-zukunftsgläubige Amerika, das am Ende an seinen Atomträumen zugrunde gegangen ist. Auch wenn die Technik von Fallout 3 schon beim Erscheinen nicht ganz vorne mitspielt, vermitteln Lichtstimmung und Landschaft ein glaubwürdiges Bild.

Dazu kommt, dass die Trümmerwüste von spannenden Typen bevölkert ist. Da gibt es die straff organisierte Stählerne Bruderschaft, die fanatisch religiösen Kinder des Atoms, opportunistische Schmuggler und gnadenlose Raider. Wie gut oder schlecht wir uns mit diesen Fraktionen stellen, liegt ganz bei uns. In jedem Fall aber müssen wir mit den Konsequenzen unserer Entscheidungen leben.

Die Entwickler schaffen in Fallout 3 das Kunststück, ein eigentlich (etwa im Vergleich zu Skyrim oder dem Nachfolger Fallout 4) ziemlich kleines geografisches Gebiet abwechslungsreich und immer überraschend zu halten. Das gelingt ihnen zum einen durch unzählige Umgebungskleinigkeiten wie Plakate oder Notizen, vor allem aber durch meisterhaftes Environmental Storytelling.

Da erzählt zum Beispiel einfach schon die Anordnung von Skeletten in einem Zimmer die dramatische Geschichte eines aussichtslosen Kampfes. Oder es wird auch mal lustig, wenn wir in einem U-Bahn-Tunnel ein Motorrad, eine vermoderte Rampe und die an einer Deckenlampe hängende Raider-Leiche finden - da hat sich der postnukleare Stuntman wohl verschätzt. All diese Details tragen dazu bei, der eigentlich toten, verseuchten Open World von Fallout 3 Leben einzuhauchen und sie so einzigartig zu machen.

Trivia:

  • Der Tutorial-Vault 101 ist eine Anspielung auf das amerikanische Universitätssystem, wo Anfängerkurse eines Faches in der Regel mit der Nummer 101 versehen werden.
  • Die Autos im Spiel basieren auf dem Ford Nucleon, ein atomgetriebenes Konzeptfahrzeug, das 1958 von der Ford Motor Company vorgestellt wurde.
  • Die Medizin Med-X sollte ursprünglich Morphium heißen. Bethesda befürchtete jedoch Probleme mit der Alterseinstufung in Australien und benannte den Gegenstand der Einfachheit halber gleich weltweit um.
  • Eins der Computer-Passwörter im Spiel ist »NCC1864«, die Kennzahl der USS Reliant aus »Star Trek 2: Der Zorn des Khan«.
  • Der Erzähler wird im englischen Original vom Schauspieler Ron Perlman (»Hellboy«) gesprochen, President John Henry Eden von Malcolm McDowell (»Star Trek: Generationen«).


9. Assassin's Creed 4: Black Flag

Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release: Oktober 2013

Video starten 11:17 Warum ein Assassin’s Creed 4: Black Flag-Remake das Spiel noch besser machen kann

Fabiano Uslenghi: Assassin's Creed 3 ließ mich wie viele andere Fans sehr zwiespältig zurück. Im Grunde mochte ich das Spiel aber wohl ein Stückchen lieber als die meisten. Gerade weil mich der langsame Einstieg nicht gestört hat. Vor allem aber, da mir die Seeschlachten unheimlich viel Freude bereitet haben. So brachial und gleichzeitig taktisch hat sich eine Seeschlacht in einem Spiel noch nie angefühlt. "Schade, dass Ubisoft damit nicht noch mehr gemacht hat". Das war meine einzige Kritik. Und Ubisoft hat offenbar zugehört.

Damals erschien Assassin's Creed noch im Jahrestakt und vermutlich auch zugunsten der Effizienz baute man eben eher auf den Vorgängern auf, als in eine komplett andere Richtung zu denken. Oft führt dieser Gedanke in der Spieleentwicklung zu mäßig innovativen Nachfolgern. Bei Black Flag führte das aber zu einer brillanten Idee. Wieso nehmen wir nicht die offensichtlich gelungenen Schiffkämpfe aus AC3 und machen das zu unserem Spiel?! Und wo passt das besser als in ein Piratensetting. Genial. Wer auch immer diese Idee hatte, der Person gebührt meine Hochachtung.

Das Ergebnis war nicht nur eines der besten Assassin's Creeds, sondern das bis heute womöglich beste Piratenspiel überhaupt. Hier kam einfach alles zusammen. Das Assassinen-Grundgerüst passte erstaunlich perfekt auf ein Freibeuter-Abenteuer in der Karibik. Die schnellen Kämpfe, bei denen ich zwischen Säbel und Flinte wechsle. Die akrobatische Fortbewegung, damit ich flink wie ein Äffchen über das Tauwerk ins Krähennest gelange, bevor ich über den Quermast balanciere und mich an einem Seil auf das Deck einer feindlichen Fregatte schwinge! Die Grundlagen dafür gab es in Assassin's Creed bereits, aber wir konnten jahrelang nicht ahnen, dass all diese Mechaniken einfach in ein Piratenspiel gehören.

Zumal es kaum ein anderes Szenario gibt, das so sehr für das Gefühl von Freiheit steht wie eine Piratenfantasie. Allein der Gedanke an meine Reise durch die Open World zaubert mir ein versonnenes Lächeln ins Gesicht. Der Gedanke, wie ich stundenlang am Ruder der Jackdaw über die Weltmeere segelte. Vorbei an tropischen Inseln, deren dichtes Grün die verfallenen Ruinen lange verschollener Zivilisationen überwachsen. Den Wind in den Segeln, während das Meer gegen den Bug brandet - die Luft ist erfüllt von den Chantys meiner beinharten Crew.

Kein Witz, ich bin überhaupt kein Sammler. Aber die Shanties allein waren der Grund, weshalb ich plötzlich doch wie verrückt jedem wehenden Papierfetzen nachgerannt bin. Immerhin gab es hier anders als bei den Federn aus Teil zwei direkt eine Belohnung dafür. Und sogar den Schätzen ging ich gerne nach. Nicht, weil es da besonders coole Gegenstände zu finden gab. Sondern weil Schatzsuchen einfach in eine Piratengeschichte gehören. Black Flag ist ein Lehrbeispiel, wie sehr ein Spiel von einem Setting profitieren kann, ohne spielerisch die Welt zu verändern. Wenn es nach mir ginge, dann hätte sich die Reihe nach Black Flag ruhig in Buccaneers Creed oder so umtaufen können.

Trivia:

  • Ubisoft finanzierte im Vorfeld die wissenschaftliche Ausgrabung der sterblichen Überreste des spanischen Korsaren Amaro Pargo. Angeblich, damit dessen Gesicht für Black Flag rekonstruiert werden konnte. Pargo tauchte im eigentlichen Spiel dann aber nie auf und die Ausgrabung wurde nur für Promozwecke in Spanien genutzt.
  • Black Flag war der erste Nachfolger der AC-Serie, der zeitlich vor einem bereits erschienen Spiel angesiedelt war. Hier spielen wir mit Edward Kennway nämlich den Großvater des Assassin’s Creed 3-Protagonisten Connor.


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