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Seite 11: Wir küren die 100 besten Open Worlds aller Zeiten und der Sieger steht fest!

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Inhaltsverzeichnis

8. The Elder Scrolls: Morrowind

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Ubisoft
Release: September 2002

Dimitry Halley: Ich bin direkt von Gothic 2 rüber zu The Elder Scrolls 3: Morrowind gewechselt - und erstmal gegen die Wand gerannt. So viel trockener Text statt voll vertonten Dialogen, völlige Orientierungslosigkeit in den Weiten Vvardenfells, meine Schläge treffen anfangs bloß Luft, außerdem werde ich dauernd von Klippenläufern gefressen und, und, und. Fans behaupten ja immer, Gothic nehme einen nicht an der Hand. Morrowind ist viel schlimmer. Aber irgendwann macht es Klick.

Aus Orientierungslosigkeit wird plötzlich Freiheit. Und wenn mein Speer nicht trifft, dann muss ich halt üben, üben, üben - und am Ende der Reise trifft mein Speer nicht nur ins Ziel, sondern beschwört zeitgleich ein Blitzgewitter. Klippenläufer zerplatzen an meiner Rüstung und wenn sie flüchten, dann fliege ich ihnen einfach hinterher. Levitation sei Dank.

Morrowind ist eine Sandbox. Eine Fantasy-Open-World, in der ich meine Rollenspielsehnsüchte völlig frei ausleben kann. Vampirfürst? Legionärsoffizier? Magier? Diebin? Krieger, Werwolf oder religiöser Fanatiker - alles geht, nichts muss. Ich kann mir sogar frei aussuchen, für welche Religion ich Fanatiker sein möchte. Den Tribunalkult oder die kaiserlichen Götter oder die Daedra oder ich baue mich einfach selbst als unsterblicher Nerevarine zur Kultfigur auf.

Das alles ist nur die halbe Miete. Denn Morrowind funktioniert als Open-World-Rollenspiel natürlich nur, weil ich so viel Bock habe, in diese Welt einzutauchen. Vvardenfell ist bis heute eine der einzigartigsten Spielwelten, weil sie die Extrameile geht.

Statt die Dunkelelfen bloß auf ein paar Fantasy-Tropes zu reduzieren (böse Elfen, arrogant, dunkelviolett, mit Dämonen im Bunde), erforsche ich eine vielfältige Kultur: Manche Dunmer leben in Stammeskulturen in den Aschlanden, andere steigen mit den imperialen Fremdmächten ins Bett. Ich schlage mich mit rivalisierenden Adelshäusern herum (eines davon beherrscht von irren Magiern) und weiß bis heute nicht, wie ich eigentlich zum Gottfürsten Vivec stehe. Ich meine, der Typ hat seine Hauptstadt einfach nach sich selbst benannt. Willkommen in Dimitry. Ich weiß ja nicht.

Als Open-World-Spiel bedient Morrowind für mich zu 100 Prozent die Faszination, eine fremdartige Welt zu erforschen. Gerade weil Vvardenfells Klischees vermeidet oder augenzwinkernd auf ganz eigene Weise interpretiert. Falls ihr das immer noch nicht selbst erlebt habt: Holt es nach. Mods machen's möglich.

Trivia:

  • Die Spawnraten der Klippenläufer im Spiel waren so hoch, dass die Story von Morrowind eine eigene Heiligenfigur dafür gestrickt hat: St. Jiub, den Auslöscher der Klippenplage.
  • Es gibt viele Baumstümpfe im Spiel, in denen sich Schätze verbergen. Nicht nur in Seyda Neen.


NEU

7. Elden Ring & Shadow of the Erdtree

Entwickler: FromSoftware
Publisher: Bandai Namco
Erschienen: Februar 2022, Juni 2024 (DLC)

Video starten 10:37 Elden Rings Shadow of the Erdtree ist die beste Erweiterung, die From Software je gemacht hat!

Natalie Schermann: Elden Ring und ich hatten keinen einfachen Start. Als absoluter Souls-Noob hat selbst die Open World nichts daran geändert, dass ich vor Bossen wie etwa dem &%*’!”§ Baumwächter eingeknickt bin wie ein Blatt Papier beim Origami-Falten. Drei Anläufe hat es gebraucht, bis ich mich auf die Zwischenlande eingespielt habe. Auf das, was danach kam, war ich nicht vorbereitet: Denn dank Elden Ring verliebe ich mich neu in Videospiele.

Ich streife durch die sonnigen Wiesen von Limgrave, kullere in der magischen Akademie von Liurnia vor Zauberern mit Steinfratzen davon und tanze einen tödlichen Tango mit Mohg, dem Fürsten des Blutes – und all das fühlt sich an, als würde ich zum ersten Mal ein Videospiel erleben. Wie am ersten Tag laufe ich mit weit aufgerissenen Augen durch die Open World und kann nicht fassen, welch Wunder mir dieses Medium vorsetzt. 

Meine Neugierde führt mich in dunkle Höhlen, an kantige Vorsprünge, in tiefe Wälder – und es nimmt kein Ende: Ein unscheinbarer Brunnen eröffnet plötzlich eine komplett neue Schicht der Unterwelt, hinter einer kleinen Öffnung wartet ein ganzer Dungeon, ein Rätsel belohnt mich mit einem neuen Abschnitt der riesigen Welt. Vor meinen Augen entfaltet sich ein wunderschönes Bilderbuch mit unzähligen Abzweigungen, von dem ich nicht mehr loskomme. Ich will jeden Winkel absuchen, jeden noch so kleinen Hinweis auf die tiefe und kryptische Lore aufspüren und mich jedem Boss stellen, der mir auf dem Weg das Leben zur Hölle gemacht hat. 

Das Addon Shadow of the Erdtree schafft es für mich sogar noch, das Hauptspiel zu übertreffen. Die Schattenlande bilden eine eigene, in sich geschlossene, kleine Open World. Die Kreativität der Entwickler sprudelt hier wie ein Wasserfall. Was zunächst nach einem kompakten Abenteuer aussieht, streckt sich dank der Vertikalität der Welt auf zahlreiche Ebenen. Sackgassen eröffnen plötzlich ungeahnte Weiten, wunderschöne Gebiete und sogar überraschende Spielmechaniken. 

Bei Elden Ring komme ich aus dem Staunen einfach nicht heraus und bin der Open World selbst nach 200 Spielstunden nicht überdrüssig. Wenn das kein Liebesbeweis ist … 

Trivia:

  • Game-of-Thrones-Autor George R.R. Martin höchstpersönlich war für die Hintergrund-Geschichte von Elden Ring verantwortlich. Ob die Namen der Charaktere deshalb fast alle mit G, R oder M beginnen?
  • Malenia zählt zu den härtesten Bossen in Elden Ring, wurde aber sogar schonmal von einem Goldfisch besiegt. Ihr schafft das also auch!


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