Elden Ring analysiert: Wie uns die Open World zu mehr Aufmerksamkeit erzieht

In Elden Ring macht uns nicht nur der Schwierigkeitsgrad zu schaffen, denn auch die Art der Spielerführung ist eigen.

Weitläufig und nebulös – das trifft nicht nur auf die Zwischenlande zu, sondern gilt auch für die Erzählweise in Elden Ring. Wir haben uns das genauer angeschaut. Weitläufig und nebulös – das trifft nicht nur auf die Zwischenlande zu, sondern gilt auch für die Erzählweise in Elden Ring. Wir haben uns das genauer angeschaut.

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

50% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

Jetzt nur für kurze Zeit: die ersten sechs Monate im Jahresabo mit dem Code »NEU50« sparen. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Exklusive Tests, Guides und Reportagen
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Elden Ring ist ein Meisterwerk. Das haben wir nicht zuletzt im großen GameStar-Test mit einer Wertung von 91 Punkten gewürdigt.

Elden Ring ist aber auch ein Phänomen, dem die Spielerschaft trotz oft genannter Attribute wie »schwer«, »frustrierend«, »nebulös« und »verwirrend« die virtuelle Tür einrennt. Und auch das ist eine Erkenntnis aus unserem Test: Der bisher jüngste Spross in der langen Tradition von Souls- und Souls-like-Spielen ist nicht nur aufgrund der neuen Open World bedeutend einsteigerfreundlicher als seine betagteren Generationen.

Neue Features wie die Karte und Wegpunkte erleichtern den Zugang zur faszinierenden Dark-Fantasy-Welt gerade für Neueinsteiger ungemein. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Elden Ring zu einer Ubisoft-esken, formelhaft erstellten Fragezeichenhatz inklusive Adlerauge, markantem Oberschurken, seichter Handlung und lustigen Hühnchen geworden ist – ganz im Gegenteil.

Das merken wir vor allem bei der Handlung: Zwar bekommen wir im sehr gelungenen Intro-Video eine Rahmenhandlung sowie eine vermeintliche Aufgabe präsentiert, Details und Zusammenhänge müssen wir uns aber selbst erschließen. Ähnlich kryptisch und dazu noch wortkarg geben sich die NPC, sodass an dieser Stelle die Frage berechtigt ist: Woher wissen wir eigentlich, was wir in Elden Ring zu tun haben? Wie kommuniziert das Spiel mit uns? Welche Konventionen bricht es – und warum sorgt gerade das für so einen großen Erfolg?

Der Autor
Christian Schwarz findet abwechslungsreiches Open-World-Design immer wieder faszinierend. Nach seinem jüngsten Ausflug in die Welt von Elex 2 wollte er in Elden Ring seine Sporen verdienen – was mangels Skill nicht so wirklich klappte. Dafür hatte der Sprach- und Kommunikationswissenschaftler ausreichend Gelegenheit, um Spielerführung und -kommunikation in den Zwischenlanden zu analysieren. Das hat er zuvor bereits mehrmals für GameStar gemacht:

Das Intro erzählt mit knappen Worten und wenig Bildern kleine Auszüge einer komplexen Hintergrundgeschichte. Das Intro erzählt mit knappen Worten und wenig Bildern kleine Auszüge einer komplexen Hintergrundgeschichte.

Ein bisschen Theorie

Betrachten wir die Kommunikation in Videospielen – oder in künstlerischen Medien allgemein – müssen wir uns der Tatsache bewusst sein, dass es sich dabei nicht um echte Kommunikation im Sinne von beispielsweise Alltagsgesprächen handelt. Diese Erkenntnis mag zwar auf den ersten Blick trivial sein, ist für unsere weiteren Beobachtungen aber durchaus wichtig.

Alles, was wir lesen, hören und erfahren, hat sich das Entwicklerstudio von From Software genauso zurechtgelegt. An diese Dramaturgie in künstlichem Raum können wir zwar trotzdem unsere Methoden zur Text- und Gesprächsanalyse anlegen, müssen bei der Bewertung der Ergebnisse aber umdenken. Dass die Gespräche in Elden Ring nach einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung praktisch nie das Prädikat »verständlich« erhalten, bedeutet keinesfalls, dass sie im Spiel und für den Spieler nicht funktionieren.

GameStar Plus Logo

Jetzt Artikel freischalten

50% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

Jetzt nur für kurze Zeit: die ersten sechs Monate im Jahresabo mit dem Code »NEU50« sparen. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Exklusive Tests, Guides und Reportagen
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.