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Microsoft Flight Simulator im Test - Das faszinierendste »Spiel« des Jahres

In wochenlangen Testflügen haben wir für euch herausgefunden, warum Microsofts Flugsimulator schon jetzt enorm beeindruckt, auch wenn nicht jeder mit ihm glücklich wird.

von Martin Deppe,
17.08.2020 09:01 Uhr

Es sind unter anderem Aussichten wie diese, die den Flight Simulator zu einer ganz besonderen Erfahrung machen. Es sind unter anderem Aussichten wie diese, die den Flight Simulator zu einer ganz besonderen Erfahrung machen.

»Also der Frankfurter Flughafen, der geht ja gar nicht. Die echte Runway hat drei Prozent mehr Gefälle!« »Na und? Ich kann meinen Golfplatz sehen, mit allen Sandbunkern an der richtigen Stelle!« So verlief eines der vielen typischen Gespräche, die wir für diesen Test mit Flugsimulations-Fans geführt haben.

Der Microsoft Flight Simulator schafft etwas, was noch kein Flugsimulator zuvor geschafft hat: Er interessiert Gelegenheitsflieger und Grafik-Enthusiasten genauso wie Flightsim-Profis, die ihre Lieblingsmaschinen und -flughäfen besser kennen als mancher echte Pilot. Aber macht der neue Flight Simulator diese breit gefächerten Zielgruppen auch alle glücklich?

Harte Antwort vorab: Nein, macht er nicht. Wer unbedingt und ausschließlich große Airliner realistisch und mit voller Autopiloten-Funktionalität fliegen will, könnte jetzt zu unserer zusätzlichen Experten-Einschätzung (siehe den folgenden Infokasten) abdrehen - würde dann aber hier verpassen, warum der Flight Simulator in so vielen Punkten schlicht großartig ist. Also: Please remain seated!

Plus-Expertentest von einem echten Piloten

Der Flight Simulator soll nicht nur Spaß machen, sondern auch höchsten Realismus-Ansprüchen genügen. Und wer kann das besser beurteilen als jemand, der auch im echten Leben im Flugzeug sitzt? Unser Gastautor Mario Donick steuert Ultraleicht-Flugzeuge und schreibt sonst für das FS Magazin. Von ihm erfahrt ihr im passenden Plus-Artikel, wie realistisch der Flight Simulator wirklich ist und warum ausgerechnet der Autopilot ein Problem für Simulations-Enthusiasten darstellt.

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Den kann jeder fliegen

Eine der größten Stärken des Flight Simulator ist seine Zugänglichkeit und Anpassungsfähigkeit. Wer noch nie einen Flugsimulator angefasst hat, kommt hier genauso schnell zurecht wie Fortgeschrittene, die zwar schon ordentlich fliegen, aber zum Beispiel mit dem Navigieren auf Kriegsfuß stehen.

Ihr könnt zahlreiche Assistenten und Flughilfen dazuschalten und genau für euch anpassen: Für Einsteiger etwa aufpoppende Textfenster wie »jetzt Klappen mit F5 einfahren« oder vorm Zielflughafen eingeblendete »Landetunnel«, die euch den richtigen Anflugwinkel und -speed markieren.

Für Einsteiger gibt es sehr viele Hilfen und Assistenten wie diesen eingeblendeten »Landetunnel«. Für Einsteiger gibt es sehr viele Hilfen und Assistenten wie diesen eingeblendeten »Landetunnel«.

Gutes Tutorial: Einsteigern empfehlen wir auch das sehr gute Tutorial mit dem Schulflugzeug-Klassiker Cessna 152, das euch von der grundlegenden Steuerung bis zum ersten Alleinflug Schritt für Schritt begleitet - inklusive sympathischer Fluglehrerinnenstimme.

Für Fortgeschrittene gibt's unter anderem Checklisten, die euch mit dem Cockpit eines bisher unbekannten Fliegers vertraut machen, das hilft auch Simulationsprofis beim schnellen Umstieg auf eine neue Maschine.

Das System mit den vielfältigen Assistenten gefällt uns deswegen so gut, weil es sich sehr gut an die eigene Lernkurve anpassen lässt. Wie bei einem Fluglehrer, der euch unterstützt, aber nach und nach auch selbst machen lässt. Das ist ein großer Motivationsfaktor im Flight Simulator!

Guides bei GameStar Plus
Für alle, die das Fliegen lernen wollen, veröffentlichen wir bei GameStar Plus hilfreiche Guides aus unserem Sonderheft zum Microsoft Flight Simulator.

Mehr Guides bei GameStar Plus
• Assistenz-Systeme: Welche Flughilfen brauche ich wirklich?
• Instrumentenkunde: Die Cockpit-Anzeigen und was sie bedeuten
• Wetter-Warnung: Sicher fliegen bei Sturm, Frost und Turbulenzen
• Manuelle Navigation: So navigiert ihr auf Sicht ohne Hilfen
• GPS-Navigation: Das müsst ihr beim »Flugzeug-Navi« beachten
• Autopilot: So stellt ihr den Autopiloten richtig ein
• Flugplanung: So plant ihr einen Flug wie ein echter Pilot
• Richtig funken: Die Grundlagen des Funkverkehrs
• Platzrunde und mehr: Schritt für Schritt zum ersten Profiflug
• Verhalten im Notfall: So klappt die Notlandung nach Motorausfall
• Die Abschlussprüfung: Ein »echter« Expertenflug als Herusforderung
• Realistischer Multiplayer: So belebt ihr das Online-Spiel mit VATSIM

Welche Steuer-Hardware brauche ich?

Nur in der Premium-Version dabei: die Boeing 787-10 Dreamliner und der Flughafen Frankfurt – der einzige handgebaute deutsche Airport. Nur in der Premium-Version dabei: die Boeing 787-10 Dreamliner und der Flughafen Frankfurt – der einzige handgebaute deutsche Airport.

So, einmal müssen die Profis, die netterweise bei uns sitzen geblieben sind, noch ganz tapfer sein: Ja, der Flight Simulator lässt sich auch mit dem Gamepad steuern, oder sogar nur mit Tastatur und Maus. Das ist dann zwar so, als würdet ihr einen Shooter mit dem Joystick spielen - aber grundsätzlich geht's. Wir empfehlen aber zumindest einen Joystick, noch besser mit Schubregler.

Zuverlässige Hardware-Erkennung: Wir haben aber auch aufwändigere Steuerhardware wie die Alpha Flight Controls von Honeycomb oder Thrustmasters TPR-Ruderpedalen mit dem Flight Simulator getestet. Sowohl Erkennung als auch die vordefinierte Belegung funktionierten auf Anhieb.

Lediglich Kollege Michael Graf hatte einen Programm-Absturz, als er bei laufendem Simulator sein Gamepad eingesteckt hat (aber mal ehrlich, wer mitten in einem echten Flug das Steuerhorn rausrupft, dürfte auch abstürzen…).

Noch ein Tipp für Gamepad-Verweigerer: So ein Pad hat durchaus seine Daseinsberechtigung, denn damit könnt ihr im Flight Simulator sehr gut die Drohnenkamera steuern - eine der vielen detailliert einstellbaren Kameraperspektiven. Ihr könnt das Pad ja in der Schublade verschwinden lassen, falls eure Simulations-Kumpels spontan vorbeikommen.

Wer testet hier - und für wen?

GameStar-Gründungsmitglied Martin Deppe ist ein Durchschnittstyp - zumindest, was Flugsimulationen angeht. In die stürzt er sich zwar seit den frühen Neunzigern, vor allem in die militärischen, würde sich aber nie als Flugsim-Profi bezeichnen. Denn ihm kommt es weniger auf schaltergenauen Profi-Realismus an, sondern auf das pure, ja fast archaische Fliegen.

Darum sitzt er im neuen Flight Simulator auch lieber im Doppeldecker, im Amphibienflugzeug oder einem der »Buschflieger« als im mit Technik vollgestopften dicken Airliner. Und darum fliegt er in bester Pfadfindermanier auch meistens nach Sicht, mit Kompass und Stoppuhr. GPS-Flüge, also quasi per Navi, sind auch noch okay, aber mit Autopiloten ist Martin noch nie richtig warm geworden.

Wer also einfach nur wissen möchte, wie viel Spaß der Flight Simulator macht, findet in unserem umfangreichen Test alles Wissenswerte, um sich eine Meinung zu bilden. Falls euch auch die Analyse von jemandem interessiert, der auch im echten Leben Flugzeuge steuert, empfehlen wir euch unseren Plus-Expertentest zum Flight Simulator. Unsere Wertung berücksichtigt selbstverständlich die Meinungen und Erfahrungen aller Tester.

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