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120. Signalis
Entwickler: rose-engine
Genre: Survival-Horror
Release: Oktober 2022
Natalie Schermann: Signalis ist der beste Beweis dafür, dass rührende und packende Storys kein Millionenbudget brauchen. Das kleine Indie-Studio aus Hamburg zaubert nicht nur ein knackiges Survival-Horrorspiel mit smarten Rätseln, sondern auch eine emotionale und komplexe Geschichte, die vielen Leuten unter die Haut geht.
Denn wie sein großes Vorbild Silent Hill nutzt Signalis sein Survival-Korsett nicht nur für Gameplay, sondern auch als Story-Tool: Als sogenannte Replika, eine synthetische Kopie eines Menschen, untersuche ich verfallene Stationen, kämpfe gegen infizierte Replika und schleiche mich an pulsierenden Fleischklopsen vorbei, die die Wände tapezieren. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin und was passiert ist. Ich weiß nur, dass ich sie finden muss.
Signalis berührt mich direkt nach nur wenigen Spielstunden. Das Horrorspiel tunkt mich ein in eine dystopische Welt mit einem totalitären Reich und konfrontiert mich mit brillanten Sci-Fi-Metaphern, die sich um Identität, Erinnerungen, Trauma und Liebe drehen. Und das macht Signalis für mich so besonders: Unter der brutalen, furchteinflößenden und gewaltsamen Hülle steckt eigentlich eine zarte, intime und tragische Liebesgeschichte. Signalis ist hypnotisch, verwirrend und zutiefst melancholisch – ein Geheimtipp, den ich gerne nochmal zum ersten Mal erleben würde.
Trivia:
- Signalis hat ein Fake-Ende, nachdem es eigentlich noch ein ganzes Stück weitergeht. Das wurde eingebaut, weil eine der Entwicklerinnen Spiele oft nicht zu Ende spielt und anderen, denen es ähnlich geht, trotzdem ein Gefühl des Abschlusses geben wollte.
- In Signalis stecken viele versteckte Botschaften, wenn man sich beispielsweise die Radio-Übertragungen genauer anhört oder nach den Werken recherchiert, an denen sich das Spiel inspiriert (wie beispielsweise »Die Toteninsel« von Arnold Böcklin). Fans füllen ganze Videos und Reddit-Beiträge mit ihren Interpretationen.
119. Doki Doki Literature Club!
Entwickler: Team Salvato
Genre: Visual Novel
Release: September 2017
Dennis Zirkler: Wenn man Doki Doki Literature Club zum ersten Mal startet, wird man mit einer Warnung begrüßt: Dies ist kein Spiel für Kinder oder Menschen, die leicht zu verstören sind. Für alle Uneingeweihten, die zuvor nur Screenshots gesehen haben, dürfte das wahrscheinlich ziemlich verwirrend sein, denn der Spielanfang strotzt nur so vor Anime-Klischees.
Ihr schlüpft in dieser quietschbunten Dating Sim in die Rolle eines typischen Highschool-Nerds, der einfach keine Freundin finden will. Zum Glück wird er von seiner temperamentvollen Jugendfreundin gezwungen, dem Literaturclub beizutreten. Zwar kann er mit Büchern nichts anfangen, aber da hier gleich vier schnuckelige Anime-Girls warten, kann er natürlich nicht widersprechen.
Die ersten Spielstunden bestehen aus seichten Plaudereien über Gedichte und Freunde – aber es ist jetzt kein großer Spoiler, wenn wir euch an dieser Stelle verraten, dass da natürlich noch mehr dahintersteckt.
Wie sich die Geschichte von Doki Doki Literatur Club entwickelt, ist ein schleichender Prozess, der in einem Ende gipfelt, das gleichermaßen erschreckend, emotional ergreifend und zudem ein echter Mindfuck ist.
Trivia:
- Doki Doki Literature Club kann auf Steam komplett kostenlos gespielt werden.
- Es gibt allerdings auch eine Plus-Version für 12 Euro, die neue Nebengeschichten und 100 neue Bilder enthält.
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118. Slay The Princess
Entwickler: Black Tabby Games
Genre: Horror-Visual-Novel
Release: Oktober 2023
Dennis Zirkler: Auf den ersten Blick wirkt Slay the Princess wie eine simple Visual Novel: Ein unzuverlässiger Erzähler befiehlt euch, eine Prinzessin im Keller einer Hütte zu töten, um das Ende der Welt zu verhindern. Doch was als einfache moralische Zwickmühle beginnt, entfaltet sich schnell zu einer der intelligentesten Dekonstruktionen von Erzählstrukturen, die das Medium je gesehen hat.
Das Geniale an der Story ist nicht die Entscheidung Töten oder Retten, sondern die Mechanik der Wahrnehmung: Die Prinzessin ist keine feste Entität. Sie wird zu dem, was ihr von ihr erwartet. Haltet ihr sie für ein hilfloses Opfer? Dann ist sie sanft. Verdächtigt ihr sie, ein Monster zu sein? Dann wachsen ihr Klauen. Das Spiel reagiert organisch auf eure Ängste und Hoffnungen in einer Zeitschleife, die immer groteskere und philosophischere Züge annimmt.
Was den Titel endgültig in den Story-Olymp hebt, ist die Vertonung eurer inneren Stimmen. Ihr seid nie allein. Verschiedene Persönlichkeitsanteile – vom Helden über den Paranoiden bis zum Verliebten – streiten sich in eurem Kopf mit dem Erzähler. Das ist witzig, verstörend und tiefgründig zugleich.
Trivia:
- Die Grafik ist komplett handgezeichnet. Die Entwicklerin Abby Howard hat jede Szene klassisch mit Bleistift auf Papier gezeichnet und danach eingescannt, was dem Spiel seinen besonderen Look gibt.
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117. The Beginner’s Guide
Entwickler: Everything Unlimited Ltd.
Genre: Adventure
Release: Oktober 2015
Dennis Zirkler: The Beginner's Guide tut weh. Es ist kein Spiel im herkömmlichen Sinne, es fühlt sich eher an, als würdet ihr das private Tagebuch eines Fremden lesen, obwohl ihr genau wisst, dass ihr das nicht tun solltet.
Davey Wreden, der Entwickler selbst, tritt als Erzähler auf und führt euch durch eine Sammlung kleiner, unfertiger Prototypen seines Freundes Coda. Coda hat das Spieleentwickeln aufgegeben, und Davey versucht nun anhand dieser Fragmente zu erklären, warum.
Was als faszinierende Dokumentation über Game-Design beginnt (»Warum hat er hier eine Tür platziert, die nirgendwohin führt?«), kippt langsam in psychologischen Horror. Ihr realisiert, dass der Erzähler kein neutraler Beobachter ist. Er interpretiert obsessiv Bedeutungen in Codas Werke, projiziert seine eigene Depression auf ihn und verletzt dabei massiv die Privatsphäre des Künstlers. Das Spiel zwingt euch in die Rolle des Komplizen bei einem gigantischen Vertrauensbruch.
Warum ist das Storytelling hier unerreicht? Weil es die vierte Wand geradezu pulverisiert. Es hält euch den Spiegel vor: Wie toxisch ist unser Anspruch, Kunst und Künstler verstehen zu wollen? Das Finale ist kein Bosskampf, sondern ein emotionaler Zusammenbruch, der die Beziehung zwischen Entwickler und Spieler so brutal dekonstruiert wie kein anderes Werk zuvor. Wer nach diesen 90 Minuten nicht still auf den Bildschirm starrt und sein eigenes Konsumverhalten hinterfragt, hat kein Herz.
Trivia:
- Bis heute unter Fans heiß debattiert, ob Coda wirklich existiert oder ob er nur eine Manifestation von Davey Wredens eigenen Ängsten und seinem Burnout nach dem massiven Erfolg von The Stanley Parable ist. Wreden selbst lässt diese Frage bewusst unbeantwortet.
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116. Final Fantasy 7: Rebirth
Entwickler: Square Enix
Genre: JRPG
Release: Februar 2024
2:31
Final Fantasy 7: Rebirth zeigt seine Grafik-Features
Dennis Zirkler: Final Fantasy 7 liefert ein Epos ab, das die Grenzen eines Remakes sprengt. Nachdem die Gruppe im Vorgänger das buchstäbliche Schicksal besiegt hat, ist die Jagd nach Sephiroth durch die offene Welt nicht mehr nur eine Nacherzählung des Klassikers von 1997.
Es wird zu einem psychologischen Spiel mit unseren Erinnerungen. Square Enix weiß genau, dass wir alle auf diesen einen Moment in der Vergessenen Stadt warten. Und sie nutzen dieses Wissen als Waffe gegen uns.
Die Interaktionen zwischen Cloud, Tifa, Aerith und Barret sind so nuanciert geschrieben und vertont, dass der drohende Verlust noch viel schwerer wiegt als im Original. Und letztlich verwandelt Rebirth eine simple Rachestory in ein komplexes Mystery-Drama über Trauma, Verdrängung und die Hoffnung, das Unvermeidliche doch noch abzuwenden.
Trivia:
- Das Spiel ist so gewaltig, dass es auf zwei Discs ausgeliefert werden musste – eine absolute Seltenheit in der PS5-Ära.
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115. Dispatch
Entwickler: AdHoc Studio
Genre: Adventure
Release: Oktober 2025
19:03
Die beste Superhelden-Story seit Jahren gibt's nicht im Kino, sondern bei Dispatch!
Franziska Hammerschmidt: Dispatch hat den Traum der kleinen Franzi, mal ein Superhelden-Team anzuführen, wahr werden lassen. Und das Beste daran: Es sind keine perfekten Helden, sondern komplexe Ex-Bösewichte.
Als ehemaliger Superheld Robert Robertson alias Mecha-Man schicke ich meine bunte Truppe auf chaotische Rettungsmissionen. Nebenbei hacke ich mich durch Sicherheitssysteme und quatsche über mein Headset mit den anderen.
Die Anti-Helden reden natürlich, wie ihnen ihre Schnäbel gewachsen sind, weshalb mir freche, dynamische und lustige Dialoge meinen Arbeitsalltag versüßen. Nach Feierabend wird es dann aber ernst: Ich muss wichtige Entscheidungen treffen, die für den Plot relevant sind! Wie zum Beispiel, wer ein Teil des Z-Teams bleiben darf und wer nicht. Ihr kennt das Spiel - diese Wahl wird Konsequenzen haben.
Dispatch lebt einfach von seinen vielschichtigen Figuren, die gemeinsam eine schöne Geschichte über Freundschaft und den Glauben an sich selbst erzählen. Den sollte man nämlich nie verlieren, auch wenn das Universum einem immerzu Steine in den Weg legt. Als alter Softie hat mich AdHoc Studio mit dieser tiefen Message direkt ins Herz getroffen.
Trivia:
- Es gibt eine Szene, in der sich alle Ex-Bösewichte mit ihrem richtigen Namen vorstellen. Malevola nennt als Einzige ihren Nachnamen dazu, den sie ursprünglich gar nicht hatte. Mit der Einverständnis der Entwickler gab die Synchronsprecherin Alanah Pearce ihr den Nachnamen »Gibb«, den auch ihr Stiefvater trug. Kurz nach den Aufnahmen verstarb er und ist nun in dem Videospiel verewigt.
- Roberts Hund »Beef« ist nach dem Vierbeiner einer der Autoren (Pierre Shorette) benannt. Obwohl Beef wie ein Corgi aussieht, ist er ein Chihuahua.
114. Brothers: A Tale of Two Sons
Entwickler: Starbreeze Studios
Genre: Adventure
Release: August 2013
Natalie Schermann: Es braucht nicht immer epische Erzählungen, spektakuläre Inszenierungen und einen Auserwählten, der die gesamte Menschheit retten muss. Manchmal sind es die ganz kleinen Geschichten, die ganz kleinen Details und ganz kleinen Spiele, die uns am meisten berühren. So auch Brothers: A Tale of Two Sons, das in meiner persönlichen Top-Liste noch sehr viel weiter oben auftauchen würde.
Die Indie-Perle erzählt von Bruderliebe, Verlust, Ängsten und beim tragischen Twist blieben wohl auch die Augen der härtesten Zocker unter uns nicht trocken. Doch noch mehr als die berührende Story selbst haut mich ein anderes Element vollkommen aus den Socken und katapultierte das kurze Spiel in meine All-Time-Favourites: Brothers: A Tale of Two Sons schafft es auf eine einzigartige Art und Weise, die Story und das Gameplay zu verbinden.
Der Spieler steuert beide Brüder gleichzeitig mit jeweils eigenen Tasten. Das unterstreicht den familiären Zusammenhalt und zeigt, dass ich beide Brüder gleichermaßen brauche, um voranzukommen. Gleichzeitig lerne ich die größte Angst des kleinen Bruders kennen - er kann nicht schwimmen. Das wird zu einem Hindernis im Spiel, besonders am Ende, wenn zwischen seinem Ziel nur noch eine letzte, scheinbar unbezwingbare Hürde lauert: Wasser.
Wie komme ich jetzt auf die andere Seite, wenn mein Charakter doch furchtbare Angst davor hat, ins Wasser zu gehen? Indem ich den Knopf des älteren Bruders drücken muss, der dem Kleinen den nötigen Mut und Kraft schenkt. Was auf viele banal wirken mag, hat bei mir alle Dämme gebrochen. Den Rest des Spiels habe ich nur noch durch einen Tränenschleier mitbekommen.
Noch nie hat sich ein Knopfdruck so emotional und tiefgründig angefühlt. Ich wünschte, Videospiele würden derartige Mechaniken öfter einsetzen, um Story und Gameplay miteinander zu verheiraten. Denn es kreiert ein bewegendes Erlebnis, das so nur in Videospielen funktioniert.
Trivia:
- Das Kauderwelsch, das die Charaktere in Brothers: A Tale of Two Sons sprechen, wurde von Josef Fares erschaffen. Als Inspiration diente ihm die arabische Sprache. Damit wollte er einen Bezug zu seiner libanesisch-schwedischen Herkunft schaffen.
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113. Yakuza 0
Entwickler: Ryu Ga Gotoku Studio
Genre: Action-Adventure
Release: Januar 2017
1:31
Yakuza 0 - E3-Trailer zum 80er-Jahre-Prequel
Dennis Zirkler: Wer glaubt, Yakuza 0 sei nur ein skurriles Japan-GTA, in dem man Hühner beim Bowling besiegt und Karaoke singt, verpasst eines der härtesten und emotionalsten Crime-Dramen der Videospielgeschichte. Das Spiel entführt euch in das Japan des Jahres 1988. Geld fliegt durch die Luft, Neonlichter leuchten in den Gassen, doch in den Schatten von Kamurocho tobt ein brutaler Krieg um ein unscheinbares Stück Land.
Die Brillanz liegt in der Erzählstruktur: Ihr wechselt zwischen dem jungen, noch ungestümen Kazuma Kiryu, der fälschlicherweise eines Mordes beschuldigt wird, und Goro Majima, der hier noch nicht der irre Mad Dog ist, sondern ein gebrochener Ex-Yakuza, der als Manager eines Cabaret-Klubs seine Strafe absitzt.
Besonders Majimas Handlungsstrang ist ein Meisterwerk des tragischen Storytellings. Ihr erlebt hautnah, wie ein Mann versucht, seine Moral in einer unmoralischen Welt zu bewahren, und daran fast zerbricht. Seine Beziehung zur blinden Makoto ist herzzerreißend und liefert den vielleicht bittersüßesten Abschied, den ihr je spielen werdet.
Trivia:
- Vor Yakuza 0 war die Reihe im Westen praktisch tot. Sega hatte kaum noch Hoffnung für den Markt außerhalb Japans. Der Erfolg dieses Prequels war aber so gewaltig, dass er nicht nur Remakes aller alten Kiwami-Teile, sondern auch die Lokalisierung der Spin-offs erst ermöglichte.
112. The Forgotten City
Entwickler: Modern Storyteller
Genre: Adventure
Release: Juli 2021
Fabiano Uslenghi: Ach, na guck! Hätte ich nicht erwartet, dass mein persönlicher Liebling The Forgotten City es doch tatsächlich unter die besten 100 Storyspiele schafft. Nicht weil ich glaube, es hätte das nicht verdient. Ganz im Gegenteil. Aber dieses Spiel fliegt nun einmal so unheimlich tief unter dem Radar, dass ich gar nicht weiß, wie viele in der Redaktion das überhaupt gespielt haben.
Umso erfreulicher, dass ihm sein Außenseiterdasein in diesem Fall nicht geschadet hat. Denn The Forgotten City sollte tatsächlich erwähnt werden, wenn es um wunderbare Videospiel-Geschichte geht. Dieses Adventure versetzt uns in eine vergessene römische Welt, wo es an uns ist, eine große Katastrophe abzuwehren. Denn einer der Bewohner wird die Goldene Regel brechen und damit alle anderen in den Abgrund ziehen. Das klingt reichlich ominös und ist ein perfekter Aufhänger für eine hochinteressante Mystery-Geschichte.
Das Tolle ist dabei, wie gut hier Interaktivität und Storytelling miteinander verknüpft sind. Denn so gut wie jedes Gameplay-Element ergibt in dieser Welt vollständig Sinn. Von den goldenen Statuen, die mir Hinweise zu flüstern bis hin zur Zeitschleife, die mich beim Versagen wieder an den Anfang des Spiels zurücksetzt. All das hat eine stimmige Erklärung und ist nicht nur da, weil es ein Spiel ist.
Zusätzlich setzt The Forgotten City darauf, dass wir jeden Bewohner in der Stadt kennenlernen, um den Missetäter zu finden. Dass man bei 26 potenziellen Tätern trotzdem nicht die Übersicht verliert, ist den denkwürdig geschriebenen Persönlichkeiten zu verdanken. Einige davon wachsen einem so ans Herz, dass das Ende dieser Indieperle einem wehmütigen Abschied gleicht.
Trivia:
- The Forgotten City war ursprünglich eine Total Conversion für Skyrim, ist inzwischen aber als eigenständiges Spiel erschienen. Die Skyrim-Wurzeln merkt man ihm aber nach wie vor an.
- Mit der Arbeitszeit für die Mod mit eingerechnet befand sich The Forgotten City stolze zehn Jahre lang in der Entwicklung.
111. Rimworld
Entwickler: Ludeon Stories
Genre: Aufbau-Strategie
Release: Oktober 2018
Gloria H. Manderfeld: Die Grundstory von Rimworld ist schnell erzählt. Glücklose Kolonisten stürzen mit einem Raumschiff auf einem unwirtlichen Planeten irgendwo am Arsch der Galaxis ab. Dort bauen sich die Gestrandeten ein Zuhause, sorgen für ausreichend Nahrung und Waffen und forschen so lange, bis sie sich selbst ein Raumschiff basteln können, um den Planeten zu verlassen.
So weit, so unspektakulär - dennoch hat RimWorld seinen Platz unter den besten Story-Spielen absolut verdient. Denn zufällige Events wie ein Überfall menschenfressender Eichhörnchen, durchdrehende Kolonisten, reichlich Stress durch benachbarte Planetenbewohner und mal eine Aurora am Himmel, mal frischer Giftregen bringen reichlich Abwechslung in den Koloniealltag.
Diese Zufälle werden von einer Erzähler-KI je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad und KI-Ausrichtung ausgespielt und durch die Eigenschaften eurer Kolonisten sowie euren Erfolg beim Management von Versorgung, Sicherheit und Fortschritten der Kolonie bestimmt. Das macht jeden Spieldurchgang zu einem einzigartigen Erlebnis, das euch immer wieder mit neuen Überraschungen konfrontiert. Und solltet ihr mal Lust auf etwas ganz anderes haben, schöpft ihr bei den reichlich vorhandenen Mods zu Rimworld aus dem Vollen: Vampir-Fähigkeiten, Lovecraft-Erzähler-KI und sogar Herr der Ringe-NPCs peppen die Vanilla-Version des Spiels ordentlich auf.
Trivia:
- Ursprünglich wollte Ein-Mann-Entwickler Tynan Sylvester 2013 per Kickstarter-Kampagne 20.000 kanadische Dollar für Rimworld sammeln. Am Ende hatten knapp 9.500 Personen insgesamt 268.312 C$ in das Projekt investiert.
- Bei Steam verzeichnet Rimworld mit über 107.000 Rezensionen etwa 98 Prozent positive Nutzerbewertungen - das reicht für Platz 8 der bestbewerteten Spiele auf Steam.
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