Seite 6: Die 300 besten PC-Spiele: Das große Ranking

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Inhaltsverzeichnis

250. Child of Light

Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Erschienen: April 2014

Heiko Klinge: Ich habe sowohl ein Faible für Handgezeichnetes als auch für JRPGs. Kein Wunder also, dass Child of Light mein Herz im Sturm eroberte. Mit Hilfe der UbiArt-Engine aus Rayman Origins (das von Platz 231!) zauberten die Entwickler eine Aquarell-Märchenwelt auf den Bildschirm, die bis heute zum künstlerisch Wertvollsten gehört, was Spiele bis dato hervorgebracht haben. Aber auch spielerisch hat Child of Light durchaus einiges auf dem Kasten. Das von JRPGs inspirierte, zeitbasierte Kampfsystem gefällt mir zum Beispiel besser als alles, womit ich mich in Final Fantasy 10-15 rumschlagen musste. Und durch den Zeichentrick-Stil hat Child of Light bis heute nichts von seinem Reiz verloren, es wirkt heute genauso aktuell wie vor vier Jahren.

Child of Light im GameStar-Test


249. Trackmania United Forever

Entwickler: Nadeo
Publisher: Deep Silver
Erschienen: April 2008

Heiko Klinge: Im Ranking von 2018 haben wir noch zwei Trackmanias gefeiert. Trackmania Turbo von 2016 musste sich verabschieden, auch wenn es für mich persönlich nach aktuellen Maßstäben der spielenswerteste Teil ist. 

Als unbestrittener Höhepunkt des inzwischen fast 20 Jahre alten Rennspiel-Baukastens gilt jedoch Trackmania United Forever (zuvor Platz 207). Denn hier packte Entwickler Nadeo einfach alles (!) aus den vorherigen Trackmanias in ein gigantisches Rennspiel-Gesamtpaket. Auf über 400 Achterbahn-Kursen durfte ich mich seinerzeit austoben, verteilt auf sieben höchst unterschiedliche Settings, egal ob in Solo-Kampagnen oder gegen Dutzende andere Fahrer im Multiplayer-Modus.

Umrahmt wurde das ganze von einem mächtigen Strecken-Editor mit 1.500 Bauteilen samt seinerzeit wegweisender Community-Integration. Als viele noch nicht mal wussten, wie man User Generated Content schreibt, konnte ich 2008 in Trackmania United Forever mit nur wenigen  Mausklicks neue Strecken, Lackierungen oder Ghosts einer beliebigen Bestzeit aus dem Netz laden, ohne dafür das Spiel verlassen zu müssen. Der Höhepunkt einer genialen Idee, die für mich bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat.

Trackmania United Forever im GameStar-Test


248. Deponia

Entwickler: Daedalic Entertainment
Publisher: Daedalic Entertainment
Erschienen: Januar 2012

Robin Rüther: Dass Point&Click-Adventure auch heute noch funktionieren können, hat das deutsche Entwicklerstudio Daedalic mehrfach bewiesen. Bei mir fing die Reise mit Edna bricht aus an und setzte sich über Harvey's neue Augen und The Whispered World bis schließlich Deponia fort. Vielleicht bin ich einfach nur ein furchtbarer Mensch, aber trotz seiner egoistischen und ignoranten Art konnte ich immer herzlich mit Rufus lachen. Und auch neben der Hauptfigur gibt es viele Dinge in der Deponia-Trilogie, die mir im Kopf hängen geblieben sind: Von Schnabeltierpoesie über nuschelnde Rebellenanführer hin zu den Gesangseinlagen von Entwickler Poki vor jedem Kapitel. Hussa!

Deponia im GameStar-Test


247. Blade Runner

Entwickler: Westwood
Publisher: Virgin
Erschienen: November 1997

Petra Schmitz: Blade Runner wollte auf meinem damaligen Rechner nicht gescheit laufen, die Gurke war zu alt, um die hübsche Cyberpunk-Welt von Westwood auf meinen Monitor zu bannen. Ich hab's dann später nachgeholt. Und es war toll, toll, toll. Auch weil ich nicht schnöde den Film nachspielen musste, sondern eine eigene, von Westwood geschriebene Handlung rund um einen Anfänger-Blade-Runner erlebte, die aber parallel zu der des Films lief. Die Kernfragen, die schon der Film stellt, waren auch hier die Kernfragen, das Design war stilsicher. Und ich konnte selbst Voight-Kampff-Tests durchführen!

Die Faszination von Cyberpunk: Plus-Podcast zum Blade-Runner-Setting


246. Wing Commander 3

Entwickler: Origin Systems
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: Dezember 1994

Christian Schneider: In der Verpackung von Wing Commander 3 lagen nicht nur aufwendig gestaltete Handbücher mit vielen Hintergrundinfos zum Sci-Fi-Universum sondern auch gleich noch vier CDs voll mit Daten. Die wenigsten davon waren für die eigentlichen Spielabschnitte der Weltraumaction notwendig. Denn trotz hardwarehungriger und ebenso spektakulärer 3D-Grafik, waren es am Ende doch die Zwischensequenzen mit echten Schauspielern wie Mark Hamill (Luke Skywalker) und John Rhys-Davies (Gimli), die für offene Münder sorgten. Was hier in Sachen Tricktechnik geboten wurde, kannte man sonst nur aus Filmen. Da spielte es fast keine Rolle mehr, dass die Story eher seicht und das Gameplay abwechslungsarm waren.


245. Star Wars: X-Wing Alliance

Entwickler: Totally Games
Publisher: LucasArts
Erschienen: Februar 1999

Heiko Klinge: Bei X-Wing und Tie Fighter konnte ich als Amiga-Besitzer nur neidisch dem Nachbarsjungen über die Schulter schauen, bei X-Wing Alliance durfte ich endlich selbst zum Microsoft Sidewinder Joystick greifen. Vielleicht auch deshalb ist X-Wing Alliance meiner bescheidenen Meinung nach das beste Star-Wars-Spiel aller Zeiten! Aber mal ehrlich: Wer will sich schon Rebellen oder Imperium anschließen, wenn er auch einen corellianischen Frachter wie Han-Solo fliegen kann? Als Nachwuchshändler Ace Azzameen erlebte ich in über 50 Missionen eine packende Parallelhandlung zu den Episoden 5 und 6, was schließlich in der legendären Schlacht um den zweiten Todesstern kulminierte. Was für eine Atmosphäre! Was für ein grandiose Raumkämpfe! Was für ein Fest für meinen neuen Joystick!

Das Ende von LucasArts - Von Star Wars bis Monkey Island: Aufstieg und Fall eines Imperiums


244. Resident Evil 7

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Erschienen: Januar 2017

Michael Herold: Ich habe mir schon seit ich fünf Jahre alt bin nicht mehr in die Hose gemacht. Aber als ich als erwachsener Mann Resident Evil 7 gespielt habe, wäre es fast wieder so weit gewesen. Nach den actiongeladenen Serienteilen 5 und 6 kehrte Capcoms Survival-Horror-Reihe mit Resi 7 nämlich zurück zu ihren Wurzeln und zog die Gruselschraube wieder ordentlich an. Und mein Gott: Ich bin heilfroh, dass sowohl ich als auch meine Unterhosen den Trip durch das fürchterliche Anwesen der mörderischen Baker-Familie überlebt haben.

Resident Evil 7 im GameStar-Test


243. Outcast

Entwickler: Appeal
Publisher: Infogrames
Erschienen: August 1999

Christian Schneider: Voxel erzeugten 1999 die weich geschwungenen Landschaften der Alienwelt Adelpha - und zwangen selbst High-End-PCs in die Knie. Und so ist das Open-World-Actionspiel Outcast zwar für seine herausragende Grafik und die immersive Spielwelt in die Geschichte eingegangen, aber auch für seine horrenden Hardwareanforderungen - ein Grenzgänger ähnlich wie Wing Commander 3 und Crysis. In der deutschen Version wurde Held Cutter Slade dann auch noch kernig von Manfred Lehmann (Bruce Willis) eingesprochen. Ein weiterer Pluspunkt für dieses mitreißende Sci-Fi-Abenteuer, bei dem wir nebenbei noch eine Aliensprache lernten.

Remake Outcast: Second Contact im GameStar-Test


242. Metal Gear Solid

Entwickler: Konami
Publisher: Microsoft
Erschienen: Dezember 2000 (Konsolenversionen früher)

Markus Schwerdtel: Im Sommer des Jahres 2000 ist die GameStar-Redaktion ausschließlich mit knallharten PC-Spielern besetzt. Nur hinter vorgehaltener Hand darf man zugeben, auch eine Konsole zu besitzen. Kollege Gunnar Lott und ich sind solche Abtrünnige, eins unserer Lieblingsspiele auf der PlayStation heißt Metal Gear Solid. Als von Microsoft (?!) eine PC-Version angekündigt wird, outen wir uns als Fans - und ich muss prompt einen Preview-Artikel für die Ausgabe 08/2000 schreiben. Das fällt mir leicht, schließlich ist Hideo Kojimas Agenten-Action-Adventure voller cooler Ideen.

Zwar schaffen es coole Besonderheiten der Konsolenversion (etwa Psycho Mantis' Memory-Card-Auslese-Trick) nicht auf den PC, dafür gibt's eine höhere Auflösung. Und eine dauerhaft zuschaltbare Ego-Perspektive, die zwar spielerisch wenig Sinn macht, aber wohl als Zugeständnis an die Vorlieben der PC-Klientel eingebaut wurde. Doch egal auf welcher Plattform, wegweisend war Metal Gear Solid allemal.

Metal Gear Solid im GameStar-Test


241. GTA Online

Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games
Erschienen: April 2015

Valentin Aschenbrenner: Oh, GTA Online. Du hast mir schon so viel Freude bereitet - und mindestens genauso viel Frust. Die schiere Masse an Inhalten, die der Multiplayer-Modus von Grand Theft Auto 5 bietet, ist einfach der Wahnsinn. Ich kann alleine, mit Freunden oder völlig Fremden in simplen Missionen, komplexen Heists, waghalsigen Rennen oder einfach nur das Chaos der Open World stürzen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, meinen Ingame-Kontostand aufzubessern und noch mehr, um mein mühsam erspieltes Geld wieder loszuwerden.

Dabei liefert Rockstar regelmäßig und absolut zuverlässig seit mittlerweile acht Jahren immer neue Inhalts-Updates, die mal größer und mal kleiner ausfallen. Von neuen Autos und Waffen, über neue Missionen und Beschäftigungstherapien wie die Jagd nach Collectibles oder sogar eine völlig neue Map, auf der ich wieder und wieder einen exzentrischen Drogenbaron abziehe. Doch so sehr ich GTA Online auch liebe und meine darin gerne meine Zeit verbringe, so sehr leidet die Spielerfahrung unter Altlasten, die das Spiel seit seinem Release 2015 einfach nicht losbekommt.

Seien es die verschachtelten Menüs, nie behobene Bugs und Glitches oder die Plage an Hackern und Cheatern, die das Spielen in öffentlichen Sessions auf dem PC zum regelrechten Spießrutenlauf machen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass sich Rockstar in den letzten Monaten um wirklich viele Komfort-Verbesserungen bemüht und das Spielerlebnis besser spät als nie glatt zieht. Tatsächlich ist GTA Online dank den letzten großen Updates sogar für Singleplayer-Fans so spannend wie nie geworden. Es gibt also kaum einen besseren Zeitpunkt, als sich jetzt in das Online-Getümmel von GTA 5 zu wagen - obwohl oder gerade weil die schiere Masse an Inhalten Neueinsteigern durchaus erschlagen kann.

Was aktuell in GTA Online abgeht


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