Seite 18: Die 300 besten PC-Spiele: Das große Ranking

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Inhaltsverzeichnis

130. Company of Heroes

Entwickler: Relic Entertainment
Publisher: THQ
Erschienen: September 2006

Jochen Redinger: Oh Götter, ich habe immer noch das wuterfüllte Geschrei meines Kumpels im Ohr als meine Haubitzen ihm seinen kompletten Panzeraufmarsch zerschiessen und so etliche Minuten Vorbereitungszeit zunichte machen. Als kurz darauf meine Fallschirmjäger in seinem Gebiet landen, seine Artillerie übernehmen und auf seine Basis richten, ist das Spiel vorbei. Und was für ein Spiel Company of Heroes ist! Klar, die Schlachten könnten gern noch größer sein, aber der intensiven Atmosphäre tut das keinen Abbruch, ebenso wenig dem taktischen Anspruch, den die Weltkriegsscharmützel an mich stellen. Zudem schafft es Company of Heroes in seinen Addons, eine glaubwürdige deutsche Kampagne abzuliefern, etwas woran sich auch Jahre später kaum ein Entwickler herantraut.

Company of Heroes 3: So viel Spaß macht der neueste Teil


NEU

129. Metro Exodus

Entwickler: 4A Games
Publisher: Deep Silver
Erschienen: Februar 2019

Phil Elsner: Metro Exodus schafft ein Kunststück, das bisher nur sehr wenige Ego-Shooter erfolgreich versucht haben: Es führt uns mit einer linearen Geschichte durch lineare Level und gibt uns dabei trotzdem die Freiheit jede Menge zu entdecken. Das Geheimnis liegt dabei im Leveldesign: Strenggenommen bewegen wir uns zwar immer weiter geradeaus in der Story vorwärts, doch immer wieder öffnen sich die Gebiete und werden zu kleinen Mini-Open-Worlds. Dort gibt es viel zu entdecken: NPCs, Quests, Crafting-Bauteile oder einfach nur ein atmosphärisches Detail am Wegesrand, das uns noch tiefer in die postapokalyptische Welt hinein saugt. Es gibt diesmal sogar Fahrzeuge für weitere Strecken!

Und trotz aller Erkundungsfreiheit, behält sich der Shooter die wohl größten Stärken seiner Vorgänger bei: Gruselige Innenlevel und eine packende Handlung. Mit Feuerzeug und Taschenlampe geht’s in verseuchte Gewölbe, dunkle Bunkeranlagen und verstrahlte Tunnel voller Mutanten. Die Crew unseres Endzeit-Zuges Aurora, mit dem wir von Level zu Level reisen, wächst uns mit jeder Mission weiter ans Herz.

Obendrauf packt Metro Exodus noch leichte Survival-Elemente wie die das Crafting von Munition und Waffen, Management von Gasmasken-Filtern oder die Navigation mit Kompass. Und auch hier glückt ein Kunstgriff: Nichts davon ist nervig, sondern steigert nur nochmals die dichte Endzeit-Atmosphäre. Und wenn alles zusammenkommt, merkt man schnell, warum dieses Spiel in unserem Ranking auftaucht: Nur wenige Singleplayer-Shooter bestehen aus so vielen so sorgsam austarierten Teilen wie Metro Exodus.

Metro Exodus: Unser Fazit zur Enhanced Edition


128. Age of Empires

Entwickler: Ensemble Studios
Publisher: Microsoft
Erschienen: Oktober 1997

Elena Schulz: Wololo! Was war das doch für eine Freude auf der E3 2017, als die Age of Empires: Definitive Edition angekündigt wurde. Endlich macht Microsoft sein Versprechen wahr und hat die PC-Spieler wieder lieb. Der Echtzeitstrategie-Klassiker hat auch heute noch eine große Fanbase. Im Spiel können wir insgesamt zwölf Zivilisationen im Altertum wachsen und gedeihen lassen, von denen vier eine eigene Kampagne mitbringen. Zudem sind Matches auf zufallsgenerierten Karten gegen die KI oder menschliche Gegner möglich. Wir begleiten unser Volk durch Altsteinzeit, Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit, während aus einem kleinen Dorf eine riesige Stadt wird. Dabei sammeln wir haufenweise Nahrung und Ressourcen, die wir in Wirtschaft und Militär investieren. Das Highlight ist aber definitiv der mitgelieferte Editor, mit dem Fans ihre eigenen Kampagnen und Szenarien basteln können.

Age-of-Empires-Erfinder Bruce Shelley - »Ich spiele kaum noch«


127. The Elder Scrolls 4: Oblivion

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda Softworks
Erschienen: März 2006

Christian Fritz Schneider: So wirklich neu war an Oblivion eigentlich nichts. Auch die früheren Serienteile der Elder-Scrolls-Reihe boten spannende Questreihen, offene Spielwelten und ein vielschichtiges Charaktersystem. Und doch war es, als würde man zum ersten Mal die Augen öffnen, als man 2006 aus einem Kerker in die Open World von Cyrodiil trat. Oblivion musste sich bei der Präsentation seiner Spielwelt kaum noch Limits setzen - zumindest waren die Beschränkungen nicht mehr so spürbar wie im Vorgänger Morrowind mit seiner gefühlten Sichtweite von 5 Metern. Auch die Zugänglichkeit war deutlich verbessert worden: Der Spieler wusste immer, was er zu tun hatte. Und es gab so viel zu tun. Wie üblich bei The Elder Scrolls fand man die wahren Highlights aber eher in den Nebenaufträgen statt in der Hauptquest.

Elder Scrolls 4: Oblivion - Prächtiges Rollenspiel mit riesiger Welt


126. Grand Theft Auto: San Andreas

Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games
Erschienen: Oktober 2004

Dimitry Halley: GTA 5 mag die gleiche Stadt in imposanterem Look umsetzen, aber trotzdem werde ich meine ersten Trips durch Los Santos in GTA: San Andreas niemals vergessen. Nachdem Teil 3 und Vice City einzelne Städte boten, bekam man hier einen gigantischen US-Bundesstaat mit Nachbildungen von Los Angeles, San Francisco und Las Vegas. GTA: San Andreas sprengte jeden Rahmen: Als Gangster CJ führte ich Bandenkriege in LS, bretterte mit dem Crossbike durch die Pampa, flog per Jet über San Fierro, infiltrierte Militärkomplexe in der Wüste, schlich mich in Las-Venturas-Casinos und, und, und. GTA 3 führte die Serie erstmals ins 3D-Universum, San Andreas reizte indes alles aus, was auf der damaligen Konsolengeneration möglich war.

Grand Theft Auto: San Andreas im GameStar-Test


125. The Stanley Parable

Entwickler: Galactic Cafe
Publisher: Galactic Cafe
Erschienen: Oktober 2013

Peter Bathge: »Stanley saß an seinem Schreibtisch und las den Artikel der GameStar zu den 300 besten Spielen aller Zeiten. Stanley kannte die meisten der vorgestellten Spiele gut. Er hatte Jahre seines Lebens damit verbracht, Call of Duty, Starcraft oder Mass Effect zu spielen. Er liebte Spiele. Aber seit einer Weile hatte Stanley dieses komische Gefühl, wenn er sich an seinen PC setzte, um den neuesten Triple-A-Blockbuster zu spielen. Die Mechaniken kamen ihm vertraut vor, die Story war unoriginell und irgendwie hatte er gefühlt schon hundert andere Spiele gespielt, die genauso funktionierten. Stanley war gelangweilt vom ewig gleichen Trott. Aber als er die Nummer 125 in der Liste erreichte, setzte sich Stanley auf: Da war ein Spiel mit seinem Namen im Titel! Stanley wunderte sich, aber er war auch neugierig: Was das wohl für ein Spiel sein mochte? Stanley entschied sich dazu, The Stanley Parable zu kaufen. Wie wir inzwischen wissen, hat er es nie bereut.«


124. Resident Evil

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Erschienen: September 1997

Dimitry Halley: Alone in the Dark, Resident Evil und Silent Hill dominierten in den späten 90ern das Horror-Genre nicht nur, sie definierten im Prinzip auch, wie guter Survival Horror auszusehen hatte. Resident Evil hat sich dabei bis in die Gegenwart zur bekanntesten Marke aufgeschwungen, und alles begann in einer zombieverseuchten Villa in den Jahren 1997/1998. Steife, spitzwinklige Kameraperspektiven, wenig Munition, die trägen Hauptfiguren Jill und Chris - Resi 1 nahm den Leuten das Gefühl von Kontrolle, um eine unvergessliche Atmosphäre zu erschaffen.

In der Spencer-Villa überlebte man nicht als Ballerheld, sondern nur mit ordentlich Rätsel-Geschick, einem sorgfältigen Inventar-Haushalt und stahlharten Nerven. Spätestens in dem Moment, in dem beim lockeren Flanieren durch einen Korridor ein Zombiehund durchs Glasfenster springt, habe ich gequiekt wie Schweinchen Babe. Und trotzdem jede Sekunde des Spiels genossen. Zum Runterkommen gab es ja glücklicherweise die extrem trashigen Zwischensequenzen. Herrlich.

Mit dem Messer durch den Albtraum - Die beeindruckendsten Resident-Evil-Speedruns


123. Guild Wars

Entwickler: ArenaNet
Publisher: NCsoft
Erschienen: April 2005

Petra Schmitz: Während alle Welt damals in World of Warcraft versumpfte, weigerte ich mich beharrlich. Blizzards eierlegende Wollmilchsau war für mich keine, sondern nur eine glattgebügelte Variante von vielem, was ich schon kannte. Das war nicht die Neuerfindung des Rads, jedenfalls nicht für mich. Also wandte ich mich Guild Wars zu, das mit seinem starken Fokus aufs PvP genau mein Herz traf. Ich war von dem Ansatz der instanzierten Abenteuergebiete und den darin erzählten Geschichten fasziniert, ich mochte die Tüfteleien mit den Doppelklassen. Und mit jeder Erweiterung kamen neue Möglichkeiten hinzu. Meine Gilde war zu Beginn für eine ganze Weile auf Weltranglistenplatz 4. Gottchen, wir waren echt gut. Und fühlten uns auch so. Bis wir auf dieses Spike-Team aus Südkorea trafen, das uns in gefühlten 2,5 Nanosekunden auseinandergenommen hat. Da war dann irgendwie die Luft für eine ganze Weile raus. Aus der Gilde, nicht aus Guild Wars, das ich nach wie vor für einen ganz großen Wurf unter den MMOs halte.

Guild Wars im GameStar-Test


122. GTA 4

Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games
Erschienen: 29. April 2008 (PC: 3. Dezember 2008)

Markus Schwerdtel: Mein erster Besuch in New York! Den sonst so scheuen Rockstar-Chef Dan Houser im Interview (er kam mit dem Fahrrad)! Und dann sehe ich auch noch als einer der ersten Journalisten weltweit das neue GTA 4 in Bewegung! Ja, GTA 4 ist für mich etwas ganz Besonderes. Auch, weil ich mich irgendwie mit dem Underdog-Helden »Gangster wider Willen« Nico Bellic besser identifizieren kann, als mit dem eindimensionalen Tommy Vercetty (GTA Vice City) oder CJ (GTA San Andreas). GTA 4 ist düsterer und ernster als seine nicht nur optisch ziemlich bunten Vorgänger. Und trotzdem kommt die Satire nicht zu kurz (ich habe daheim immer noch Pißwasser-Biergläser). Kurz: Es ist der erste Vertreter der »modernen« Rockstar-Spiele, der Vorläufer von Red Dead Redemption, GTA V & Co.

GTA 4 im GameStar-Test


121. Batman: Arkham City

Entwickler: Rocksteady
Publisher: WB Games
Erschienen: November 2011

Dimitry Halley: Sowas gibt es sonst eigentlich nur bei Half-Life: Sowohl der erste Teil Batman: Arkham Asylum sowie dessen Nachfolger Batman: Arkham City haben auf recht unterschiedliche, aber gleichermaßen eindrucksvolle Weise Spielegeschichte geschrieben. Wo Asylum quasi aus dem Nichts die sonst eher abgewunkenen Superheldenspiele cool machte, hievte City Batman in den Triple-A-Olymp. Mit einer Open World, die der dunkle Rächer nachts beschützen konnte, sowie einer fesselnden Geschichte mit Batmans bekanntesten Schurken erschuf das Spiel eine tolle Grundlage. Und das geniale Rocksteady-Kampfsystem setzte diesem dunklen Kuchen die Kirsche auf. Für mich als Comic-Fan bleibt Batman: Arkham City neben Spider-Man die Referenz, wie eine Comicumsetzung im Gaming-Bereich auszusehen hat.

Batman: Arkham City im GameStar-Test


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